(openPR) Am Dienstag, 25. August 2008 traf der erste von vier Wirbelstürmen auf die Küste von Haiti, er forderte zahlreiche Opfer und verursachte verheerende Schäden. Ärzte der Welt war damals direkt vor Ort und unterstürzt bis Heute weiterhin die betroffenen Familien. Über die akute Katastrophe hinaus setzt sich Ärzte der Welt weiter für eine Fortführung der kostenfreien medizinischen Versorgung für Frauen und Kinder unter fünf Jahren ein.
Auch Monate nach dem letzten Wirbelsturm ist die Situation für viele Familien, die ihr ganzes Hab und Gut verloren haben, schwierig. Überschwemmungen, zerstörte Häuser, ertrunkenes Vieh und eine verlorene Ernte – Die Wirbelstürme haben die sozioökonomische Lage der Bevölkerung noch weiter erschwert. In Haiti müssen Patienten die Kosten einer medizinischen Behandlung allein tragen. Berücksichtigt man, dass ca. 70% der Menschen ohnehin unter der Armutsgrenze leben, ist die medizinische Versorgung den ärmsten Bevölkerungsschichten nur schwer zugänglich. Insbesondere Frauen und Kinder sind von dieser Situation betroffen.
In der akuten Phase der Katastrophe konnten die mobilen Kliniken von Ärzte der Welt in den schwer betroffenen Regionen um die Städte Jeremie im Südwesten und Gonaïves im Norden einen kostenfreien Zugang zur medizinischen Erstversorgung der Sturmopfer gewährleisten. Ein spezielles Programm betreut zusätzlich unterernährte Kinder. Diese Notwendigkeit der Programme machte den Bedarf nach einem kostenfreien Zugang zur medizinischen Versorgung für diese besonders gefährdeten Menschen deutlich.
Mit finanziellen Unterstützung der Hilfsaktion Sternstunden vom Bayerischen Rundfunk und in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, führt Ärzte der Welt die Maßnahmen in zehn Gesundheitseinrichtungen der Region Grand Anse im Südwesten des Landes weiter. Dort erhalten schwangere Frauen und Kinder unter fünf Jahren weiterhin einen kostenfrei Zugang zur medizinischen Grundversorgung.
Eine langfristige Arbeit ist in Haiti unentbehrlich. Darum ist Ärzte der Welt seit 1989 im ärmsten Land des westlichen Hemisphäre mit weiteren Programmen engagiert. In der Hauptstadt Port-au-Prince führen Ärzte der Welt und sein lokaler Partner URAMEL ein Projekt zur Unterstützung von Gewaltopfern durch und setzen sich für die Anerkennung ihrer Rechte ein. Im benachbarten Ärzte der Welt-Programm im Elendsviertel „Cité soleil“ (dt. „Sonnenstadt“) steht die Gesundheit von Müttern und Kindern sowie AIDS-Erkrankten im Vordergrund. In enger Zusammenarbeit mit dem kommunalen Gesundheitszentrum der südwestlichen Stadt Grand Goâve betreut Ärzte der Welt unterernährte Kinder und trägt zur Verbesserung des Zugangs zur medizinischen Versorgung von Müttern bei.

















