(openPR) Betagte Patienten sind stärker gefährdet, postoperative kognitive Defizite zu erleiden. "Neben der Embolisation kleiner zerebraler Gefäße scheint ein zerebrales cholinerges Defizit und/oder ein Überschuss monoaminerger Neurotransmitter" hauptverantwortlich zu sein. "Ein Mangel an Azetylcholin, z.B. als Folge anticholinerger Medikamente oder zentralnervöser Erkrankungen, kann das Auftreten kognitiver Störungen fördern." Privatdozentin Dr. Kristin Engelhard (Mainz) wird während des 7. Sommersymposiums ALPHA in Greifswald (28./29. August) einen Überblick zum Thema bieten.
Akutmedizinische Leitlinien für Patienten im höheren Lebensalter stehen wieder im Mittelpunkt der Tagung - unter der Perspektive: Wieviel individualisierte Medizin ist möglich? Medizinische, pflegerische, psychosoziale, ethische Aspekte werden interdisziplinär analysiert.
Etwa: Welche und wieviel Herzchirurgie ist auch für Senioren indiziert? Prof. Dr. Hans-Georg Wollert (Karlsburg) erläutert die Komplexität der Situation anhand des prominenten Beispiels von Dr. Michael DeBakey. "Das vom Patienten angestrebte Lebenskonzept und damit das individuelle Schicksal kann nur im Einvernehmen ergründet und umgesetzt werden. Es darf nicht darum gehen, Patienten vor Ärzten zu schützen oder aber Ärzte vor Patienten bzw. Angehörigen. Es ist neben allen medizinisch-therapeutischen Optionen Aufgabe ärztlichen Handelns, bei Entscheidungsfindungen in existenziellen Situationen den Betroffenen Hilfestellung zu geben für ein gemeinsames Vorgehen ..."
Programm:
www.medizin.uni-greifswald.de/intensiv/index.php














