13.08.2009 - 09:03 - Kunst & Kultur

Panorama des ukrainischen Films - Umfassende Retrospektive im Filmmuseum Muenchen

Pressemitteilung von: Filmmuseum Muenchen

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Die Filmreihe wird von 8. bis 16. September 2009 vom Filmmuseum München in Zusammenarbeit mit der Ukrainian Cinema Foundation UCF präsentiert. Eine Woche lang kann das filmische Werk dieses Landes neu oder wieder entdeckt werden. Nach Veranstaltungen in Polen, Russland und Frankreich sowie in Köln initiierte die 2007 gegründete UCF nun in München die bislang umfassendste Retrospektive ukrainischen Filmschaffens.

Wie in vielen ihrer Nachbarstaaten, die nach dem Zerfall der Sowjetunion Unabhängigkeit und Selbständigkeit erlangten, musste die Ukraine in den vergangenen Jahren mühsam ihre Filmindustrie wieder auf die Beine stellen. Noch kann man nicht von einer Neuen Welle des ukrainischen Films sprechen, aber inzwischen haben sowohl arrivierte Filmemacher wie auch der Nachwuchs mit Spiel-, Kurz- und Animationsfilmen internationale Festivalpreise gewonnen.

Viele junge Regisseure lassen sich vom so genannten „poetischen Kino“ der 1960er Jahre inspirieren. Damals hatten Künstler wie Sergej Paradschanow (SCHATTEN VERLORENER AHNEN), Juri Illjenko (EINE QUELLE FÜR DIE DURSTIGEN), Kira Muratowa (KURZE BEGEGNUNGEN) und Iwan Mykolajtschuk den Mut, trotz aller Zensur und Repression neue Wege zu gehen und einen neuen Stil zu schaffen.

Heute setzen sich Filmemacher wie Roman Balajan (TAGTRÄUMER, PARADIESVÖGEL) oder Oles Sanin (MAMAY) ernst und intensiv mit der weiter zurück liegenden oder sowjetischen Vergangenheit auseinander. Sie versuchen wie auch Eva Nejman (AM FLUSS) und Kira Muratowa (ZWEI IN EINEM) erfolgreich jenseits des modernen westlichen Geschmacks ihren Weg zu gehen, auch wenn manchmal wieder die starke, eigenwillige Ästhetik des Großmeisters Dowschenko durchscheint. In den Kurzfilmen beschäftigt sich eine neue, junge Generation gut ausgebildeter, unabhängig denkender Filmstudenten mehr mit der unmittelbaren Gegenwart - fiktional, dokumentarisch und mit Animation.

Die in diesem Panorama in München vertretenen 14 Filme werden von den Regisseuren, Schauspielern, Filmkritikern und den Gästen der Ukrainian Cinema Foundation vorgestellt.

Die Reihe wurde von Dr. Alexander Schwarz für das Filmmuseum München und die UCF konzipiert.

Mehr Infos im downloadbaren Filmprogramm unter www.stadtmuseum-online.de/aktuell/filmre.htm

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Filmmuseum Muenchen
St.-Jakobs-Platz 1
80331 Muenchen

Kontakt: Claudia Engelhardt (stellv. Leitung)
Tel. 089-233 20538


Die Retrospektive wird in Zusammenarbeit mit der Ukrainian Cinema Fundation, Kiew, und mit Unterstützung durch die Nemiroff Company veranstaltet.
Das Filmmuseum freut sich, mit dieser Kooperation in Kontakt mit der UCF, der relativ jungen Organisation für die ukrainische Filmpromotion, unter der Leitung von Andrij Chalpachtschi zu kommen. Erstmals seit langen Jahren können dem interessierten Münchner Publikum dadurch dezidiert ukrainische Filme vorgestellt werden.

ZUM FILMMUSEUM IM MÜNCHNER STADTMUSEUM

Die drei wichtigsten Aufgaben des Filmmuseums sind:
* ein täglich wechselndes Filmprogramm im hauseigenen Kino
* die Sammlung, Konservierung und Restaurierung von Werken der deutschen und internationalen Filmgeschichte
* und ein Ort für Filmwissenschaft und -forschung zu sein.

Das Filmprogramm des 165-Plätze-Kinos bietet die Möglichkeit, auch unbekanntere Filmländer kennenzulernen und in vergangene Epochen der Filmgeschichte einzutauchen. Aber auch neuere Produktionen werden berücksichtigt, wobei der lokale Bezug zur "Filmstadt München" immer wieder aufgegriffen wird. Münchner Nachwuchstalente finden hier ebenso ihren Platz wie etablierte Filmemacher.

Neben den Filmreihen und Retrospektiven zu den verschiedensten Themen und Personen werden auch Stummfilme mit Livemusikbegleitung gezeigt. Einführungen zu den Filmen oder Gespräche mit Gästen (Regisseure, Schauspieler, Filmhistoriker) ergänzen das Programm. In der Regel werden alle Filme in der Originalfassung (mit Untertiteln) gezeigt.

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