Ukraine - Tiermedizinstudentinnen sezieren Hund in der Küche Ärzteverband propagiert tierversuchsfreie Methoden

Pressemitteilung von: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Zwei Tiermedizinstudentinnen aus Kiew filmten sich selbst, wie sie einen Hund auf dem Fußboden der heimischen Wohnung als angebliche „Hausaufgabe“ sezierten und setzten die Aufnahmen ins Internet. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche, engagiert sich seit Jahren für den Einsatz tierversuchsfreier Lehrmethoden, nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch als Erziehung zur Menschlichkeit.

Studentin Anna D. von der Veterinärmedizinischen Fakultät des Nationalen Instituts für Biologische Ressourcen und Alisa K. vom Institut für Internationale Beziehungen in Kiew riefen einen Aufschrei des Entsetzens innerhalb einer breiten Internetgemeinde hervor, als sie ein Video und Fotos von der Sektion eines Hundes in ihren Internetblog stellten. Die Aufnahmen, die inzwischen aus dem Netz entfernt wurden, zeigten, wie sich die angehenden Tierärztinnen über das tote Tier lustig machten. Die 18- und 19-Jahre alten Studentinnen waren sich keiner Schuld bewusst. Sie hätten das Video aus Spaß gedreht.

Wie die Nachrichtenseite Russiatoday.com berichtete, hätten die jungen Frauen am Morgen beobachtet, wie ein Straßenhund von einem Auto angefahren worden sei. Sie hätten den ganzen Tag gewartet, bis er seinen Verletzungen erlegen sei und ihn dann in Alisas Wohnung gebracht, um ihn auf dem Küchenfußboden zu sezieren.

„Wie herzlos müssen Menschen, noch dazu Tiermedizinstudentinnen, sein, einem verletzten Tier beim Sterben zuzusehen, ohne ihm zu helfen, nur, um es dann aus Spaß aufzuscheiden“, kommentiert Dr. med. vet. Corina Gericke, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Ärzte gegen Tierversuche, das Geschehen.

In ihrem Blog beschreibt Studentin Alisa zudem, wie sie und Anna eine Maus betäubt und lebendig gehäutet hätten. Dann schnitten sie dem Tier den Darm heraus und machten Fotos als „Andenken“.

Gericke nennt als mögliche Ursache für eine solch mangelnde Empathie gegenüber Tieren die verpflichtende Teilnahme an Tierversuchen in der studentischen Ausbildung und spricht von einem „Abstumpfungsprozess im Studium“. In Deutschland verzichtet heute zwar rund die Hälfte der humanmedizinischen Fakultäten auf diesen sogenannten „Tierverbrauch“, aber in vielen medizinischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen werden die Studenten immer noch gezwungen, an Praktikumsübungen teilzunehmen, für die Frösche, Ratten, Mäuse oder andere Tiere getötet wurden. Wer nicht mitmacht, muss laut Ärzte gegen Tierversuche sein Studium aufgeben.

Die Ärztevereinigung propagiert seit Jahren den Einsatz ethisch vertretbarer Unterrichtsmittel. „Moderne, interaktive Computersimulationen und Modelle veranschaulichen Körperbau und -funktionen, ohne dass dafür Tiere leiden müssen“, erläutert Tierärztin Gericke. Der Ärzteverband unterstützt Hochschullehrer in Osteuropa, die von Tierversuchen auf tierversuchsfreie Lehrmethoden umsteigen wollen. Das Projekt wurde bislang an vier ukrainischen Universitäten durchgeführt und rettet jedes Jahr mehr als 1.600 Tieren das Leben, darunter Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Frösche.


Quelle:
Russiatoday: www.russiatoday.com/Top_News/2009-07-20/Bloodlust_or_eage...

Weitere Informationen:
Infos zum Osteuropa-Projekt der Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Infos zum „Tierverbrauch“ im Studium
Studentische Arbeitsgruppe gegen Tiermissbrauch im Studium - SATIS
Internationales Netzwerk für Humane Ausbildung - InterNICHE

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Ärzte gegen Tierversuche e.V., Landsbergerstr. 103, 80339 München, Tel: 089-3599349, Fax 089-35652127, , www.aerzte-gegen-tierversuche.de

Wer wir sind
»Medizinischer Fortschritt ist wichtig - Tierversuche sind der falsche Weg! » Unter diesem Motto setzen sich die Ärzte gegen Tierversuche e. V. für eine tierversuchsfreie Medizin ein, bei der Ursachenforschung und Vorbeugung im Vordergrund stehen. Die Vereinigung von mehreren Hundert Ärzten, Tierärzten sowie im medizinischen Bereich tätigen Naturwissenschaftlern und Psychologen, besteht seit 1979. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch vertretbare, am Menschen orientierte Medizin - eine Wissenschaft, die durch moderne, tierversuchsfreie Testmethoden zu wirklich relevanten Ergebnissen gelangt.


Was wir wollen

* Abschaffung aller Tierversuche.
* Verstärkte Förderung der tierversuchsfreien Forschung.
* Verstärkte Erforschung und Förderung regulationsmedizinischer Verfahren wie z.B. Akupunktur, Phytotherapie, Homöopathie u.a.
* Intensivierung der Erforschung der wirklichen Ursachen unserer Krankheiten sowie Aufklärung über vorbeugende Maßnahmen.


Was wir tun

* Unser Informationsmaterial (Broschüren, Leih-Ausstellung, Buch, Video-Film) liefert fundierte Beweise für die Unsinnigkeit tierexperimenteller Forschung und zeigt Auswege aus der Sackgasse Tierversuch.
* Über die Medien machen wir unsere Argumente einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.
* Unsere Internetseite - die umfangreichste zum Thema Tierversuche im deutschsprachigen Raum - bietet unzählige brandaktuelle Daten, Fakten, Hintergründe.
* Unsere Internet-Datenbank dokumentiert Details zu Tausenden von in Deutschland durchgeführten Tierversuchen sowie zahlreichen tierversuchsfreien Testmethoden.
* Mit unserem Schulprojekt bieten wir Informations- und Diskussionsveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern an.
* Mit unseren Osteuropa-Projekten unterstützen wir Hochschulen in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, die Tierversuche durch Computersimulationen ersetzen wollen und retten so direkt unzählige Tierleben.
* Wir arbeiten auf politischer und juristischer Ebene.
* Mit unseren Kampagnen üben wir öffentlichen Druck auf die Industrie und andere tierexperimentelle Einrichtungen aus.
* Wir erarbeiten Stellungnahmen zu aktuellen Themen im Zusammenhang mit dem Tierversuch.
* Durch die Vergabe von Preisgeldern fördern wir tierversuchsfreie Forschung.
* Durch unsere aktive Mitarbeit bei der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen (ECEAE) und die Zusammenarbeit mit anderen internationalen Organisationen nehmen wir auch Einfluss auf die EU-Gesetzgebung.

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