(openPR) Eschborn, den 24. Juni 2009. Als einziger Herzschrittmacher auf dem Deutschen Markt verfügt der „Accent™“ der Firma St. Jude Medical über einen Patientenalarm. Dieser Alarm wird ausgelöst, wenn der intelligente Herzschrittmacher feststellt, dass es notwendig ist, den behandelnden Arzt zu kontaktieren. Der Patient wird in solchen Fällen über ein mehrmaliges akustisches Warnsignal benachrichtigt (mehrfacher Piep-Ton) und sorgt somit für mehr Sicherheit für den Patienten.
Ein Alarm wird z.B. ausgelöst, wenn die Batterie des Herzschrittmachers bald leer und somit die Funktionalität in Kürze beeinträchtigt sein wird, oder wenn Rhythmusstörungen auftreten, für die der Herzschrittmacher im Rahmen der derzeitigen Therapie nicht programmiert wurde.
Auf Grund dieser Alarmfunktion wird sichergestellt, dass der Patient, auch wenn er sich nicht in der Klinik befindet, optimal betreut wird und Risiken reduziert werden.
Im Rahmen einer Herzschrittmacherimplantation ist es für die Behandlung des Patienten erforderlich, dass dieser zu regelmäßigen Kontrollterminen, den sogenannten Nachsorge-Untersuchungen, in die Klinik kommt. Mit dem Accent besteht ab Ende 2009 auch die Möglichkeit, diese Nachsorgeuntersuchungen außerhalb des Krankenhauses, bequem von zu Hause über das internetbasierte System „Merlin.net™“ durchzuführen.
Über ein kleines Kästchen (den Transmitter) in den Räumlichkeiten des Patienten, welches über die Telefonleitung mit dem Merlin.net-Server verbunden ist, können die Nachsorgetermine abgehalten werden.
Als zusätzlicher Sicherheitsaspekt wird der Herzschrittmacher automatisch alle 24 Stunden überprüft wobei kontrolliert wird, ob sich im Krankheitsbild des Patienten etwas verändert hat und wie der Herzschrittmacher arbeitet. Bei problematischen Veränderungen wird der Patient von der Klinik benachrichtigt und gegebenenfalls einbestellt.
Die Datenübertragung läuft in der Regel automatisch ab. Für die tägliche Kontrolle sollte der Transmitter in dem Raum stehen, in dem der Patient sich täglich für eine längere Zeit aufhält. Deshalb wird empfohlen, diesen auf in das Schlafzimmer zu stellen, damit über Nacht die Datenübertragung vorgenommen werden kann. So wird der Patient in seinem Alltag nicht beeinträchtigt. Als zusätzliche Option zur automatischen Überwachung ist auch eine vom Patienten ausgelöste Datenübertragung möglich.
Die Klinik wird im Fall eines vom Herzschrittmacher ausgelösten Alarms automatisch informiert. Über Merlin.net kann individuell eingestellt werden, wie der Arzt oder die Klinik im Falle einer Alarmsituation benachrichtigt werden soll, z.B. per e-mail oder Fax, so dass entsprechende Maßnahmen sofort eingeleitet werden können.
Der neue Herzschrittmacher wird bereits seit März 2009 im Rahmen einer klinischen Studie u.a. in der Kerckhoff Klinik in Bad Nauheim und dem Klinikum Ludwigshafen erfolgreich implantiert. Sowohl die Ärzte als auch die Patienten zeigten sich in hohem Maße zufrieden über die umfangreichen neuen Funktionen. Nachdem die Studie abgeschlossen wurde, ist der Herzschrittmacher nun auch in anderen Deutschen Kliniken erhältlich
Die Kosten für den Herzschrittmacher sowie den Transmitter werden von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.
Über diese Erstimplantationen wurde bereits im ARD Mittagsmagazin und der Sat1-Sendung „17.30“ ausführlich berichtet.
Ein Herzschrittmacher wird benötigt, wenn das Herz zu langsam schlägt (Bradykardie) und der Patient auf Grund dessen in seinem täglichen Leben beeinträchtigt ist. Je nach Schwere der Fehlfunktion des Herzens kann eine Bradykardie auch lebensbedrohlich sein. Die Symptome einer Bradykardie sind Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Schwindelgefühl, Herzklopfen bis hin zur Bewusstlosigkeit. Wenn derartige Symptome auftreten, sollte auf jeden Fall ein Facharzt, ein Kardiologe oder Internist aufgesucht werden!
Ein Herzschrittmacher kann ein Herz dabei unterstützen, regelmäßig zu schlagen. Die Implantation eines Herzschrittmachers wird in häufig ambulant durchgeführt und der Patient kann schon am gleichen Tag wieder nach Hause. Der Herzschrittmacher wird unter der Haut oder unter dem Muskel unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Ein bis drei kleine Drähte (Elektroden) werden über eine Vene im Inneren des Herzens angebracht. Diese Elektroden messen die eigene Frequenz des Herzens und geben die Informationen an den Herzschrittmacher weiter. Der behandelnde Arzt kann während, aber auch nach der Operation den Herzschrittmacher über einen speziellen Computer (Programmiergerät) überprüfen und einstellen. Dies ist je nach Bedarf und individuell auf den Patienten zugeschnitten.












