(openPR) Über ein mehrsprachiges Online-Portal (deutsch, englisch, spanisch, portugiesisch, niederländisch) dokumentieren weltweit mehrere Tinnitus-Zentren im Rahmen einer an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Regensburg durchgeführten Studie die neuesten diagnostischen und therapeutischen Daten im internationalen Vergleich. So soll eine genauere Identifikation von Mustern der Patientensymptome zu standardisierbaren Therapieempfehlungen führen, was bisher nur zum Teil erfolgreich möglich war.
Hintergrund
Betroffen von Tinnitus sind alleine in Deutschland etwa 10 Prozent der Bevölkerung, die Hälfte da-von ist mittelschwer bis sehr stark betroffen, etwa 1 Prozent weist eine signifikante Einschränkung der Lebensqualität auf; die Neuerkrankungsrate in Deutschland wird auf etwa 270.000 Menschen pro Jahr geschätzt. Mehr als 15 Millionen Menschen leiden mindestens einmal in ihrem Leben darunter. Für weltweite Zahlen liegen bislang nur grobe Schätzungen vor.
Hochfrequente, als sehr störend wahrgenommene Pfeifgeräusche in einem oder in beiden Ohren sind typisch für Tinnitus und sorgen alleine in Deutschland für 300.000 Tage an Arbeitsunfähigkeit durch Krankenheitsausfall pro Jahr. Die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Erkrankung wird damit unmittelbar deutlich.
Technik
Die Datenerfassung wurde basierend auf einer MySQL-Datenbank (5.1.x), dem Apache Webserver (2.2.x) und PHP 5.1.x auf einem zeitgemässen Kleinserver (2 GB Speicher, 100 GB Festplatte) reali-siert. Das in etwa 100seitige Formular (CRF) für die Dokumentation eines einzelnen Patienten über 16 Wochen wurde auf mehrere zeitlich voneinander getrennte Schritte (> 30 Tabellen) verteilt generiert und relational zueinander verknüpft. Revisionshistorien werden ebenso geführt wie eine Versionierung einzelner Softwareänderungen während des Betreuungszeitraums.
Täglich werden mehrere Daten-Backups durchgeführt, die – ausgelagert auf einem gesonderten Server – der sofortigen tagesaktuellen Datenanalyse zur Verfügung stehen. Die Datenauswertung erfolgt über in das Portal integrierte SQL-Abfragen, die teils tabellarisch, teils graphisch abgebildet werden.
Erweiterungen
Da die zentral in Regensburg durchgeführte Dateneingabe kaum mehr als zwei CRFs pro Tag und Dokumentar zulässt, hat die ManaThea GmbH ein Verfahren entwickelt, CRF-Bögen auch mehrsprachig einzuscannen, deren Inhalte zu erkennen und automatisch in die zugehörige Datenbank zu legen. Auf diese Weise lassen sich bis zu 50 neue CRFs pro Tag verarbeiten. Weiterhin wurden statistische Abfragen realisiert und ins System integriert, die bisher grösseren Analysepaketen (z. B. SPSS) vorbehalten geblieben waren. Diverse Export-Schnittstellen im Mcrosoft-ExcelTM-Format runden das Paket ab.












