„Die Kraft des Guten“ ist in der Sozialen Arbeit angekommen

Pressemitteilung von: Fachbereich Sozialwesen, Hochschule Niederrhein

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Hildegard Gottlob, Stifterin und Vorsitzende der Georg-Gottlob-Stiftung, zusammen mit Prof. Dr. Christian Loffing, dem Inhaber der Georg-Gottlob-Stiftungsprofessur
In der letzten Vorlesungswoche des Sommersemesters 2009 ist die „Kraft des Guten" endgültig in der Person von Prof. Dr. Christian Loffing im Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein angekommen. Der Inhaber der Stiftungsprofessur „Psychosoziale Interventionen in Handlungsfeldern der Prävention und Rehabilitation" hatte zu seiner Antrittsvorlesung eingeladen.

Da sein tatsächlicher Dienstantritt an der Hochschule Niederrhein allerdings bereits gut eineinhalb Jahre zurückliegt, sollte die Veranstaltung weniger dazu dienen, Herrn Loffing an der Hochschule einzuführen und bekanntzumachen. Vielmehr sollte einerseits in einem angemessen Rahmen nochmals der Hintergrund der in dieser Form in Deutschland einmaligen Stiftungsprofessur vorgestellt werden und andererseits sollten die Projekte und Forschungsaktivitäten präsentiert werden, die Prof. Dr. Loffing in seinen ersten drei Semestern am Fachbereich Sozialwesen bereits initiiert hat. Herr Prof. Dr. Loffing nutzte die Gelegenheit aufzuzeigen, dass und wie er als Lehrender und Forschender am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein angekommen ist und wie er versucht, die Ziele der Georg-Gottlob-Stiftung sowie deren Motto - "die Kraft des Guten" - in seine Arbeit einzubringen.

Es handelte sich also eher um eine kleine Festveranstaltung mit mehreren Programmpunkten, in deren Rahmen zunächst der Dekan des Fachbereiches Sozialwesen, Prof. Dr. Peter Schäfer, die zahlreichen Gäste begrüßte und anschließend die Vorsitzende der Georg-Gottlob-Stiftung, Frau Hildegard Gottlob, eine gleichermaßen interessante wie bewegende Rede hielt.


Die Georg-Gottlob-Stiftung

Frau Gottlob schilderte den langen Weg der Stiftung. Er beginnt mit den traurigen Umständen, die zur Gründung der Stiftung führten - dem frühen Tod ihres an Multiple Sklerose erkrankten Sohnes. Er führte dann weiter über die langjährigen Aktivitäten der Stiftung im Bereich der Förderung und Unterstützung körperbehinderter und an Multiple Sklerose erkrankter Menschen, der Einrichtung von Studienstipendien, der Gründung einer Kinder- und Geburtstation in Gambia bis hin zur Einrichtung der ersten deutschen Stiftungsprofessur an einem Fachbereich für Soziale Arbeit.

Frau Gottlob betonte wie wichtig ihr der Gedanke der „Kraft des Guten" in ihrer persönlichen Arbeit aber auch beim Wirken der Stiftungsprofessur ist. Dabei versteht sie unter der „Kraft des Guten" zum einen die Wirkungskraft des Guten, das ein Mensch anderen Menschen tut und zum andern die Kraft, die der helfende Mensch selbst aus seinen guten Taten zieht bzw. die zu ihm zurückfließt.


Hilfe für Ältesten die und die Jüngsten

Im Anschluss an diese mit viel Applaus bedachte Ansprache hielt Prof. Dr. Christian Loffing seinen eigentlichen Antrittsvortrag. Er stellte anhand seiner aktuellen Forschungsaktivitäten dar, wie er in den vergangenen eineinhalb Jahren begonnen hatte sich selbst und die Absichten der Stifterin in die Lehre und Forschung des Fachbereiches Sozialwesen einzubringen.

Bereits Frau Gottlob hatte betont, wie sehr ihr bzw. der Stiftung daran gelegen sei, dass die Stiftungsprofessur praxisnahe Lehre und praxisrelevante Forschung durchführt. Herr Prof. Dr. Loffing verdeutlichte diese Verbindung von wissenschaftlicher Theorie und fachpraktischer Umsetzung durch zwei Projekte.

Im Bereich der Altenpflege erforscht Prof. Dr. Loffing die Situation von „pflegenden Angehörigen". Nicht nur die Zahl ältere Menschen wächst in unserer Gesellschaft, sondern auch die Zahl kranker und pflegebedürftiger alter Menschen nimmt bei längerer Lebenserwartung stetig zu. Zur Zeit werden ca. 1 Million Menschen von Angehörigen in den eigenen vier Wänden gepflegt. Welche Belastungen damit für die Angehörigen verbunden sind und wie die zum Teil schlimmen körperlichen und insbesondere psychischen Folgen für die Angehörigen vermieden oder gelindert werden können - dazu forscht Prof. Dr. Loffing.

Ein ganz anderes Arbeitsgebiet von Prof. Dr. Loffing sind Kinderhospize in Deutschland. Dort richtet er sein Augenmerk aktuell auf die Unterstützung der Geschwister von lebensbegrenzt erkrankten Kindern. Den lebensbegrenzt erkrankten Kindern kommt fast zwangsläufig die volle Aufmerksamkeit, Kraft und Unterstützung der Eltern zu und häufig bleibt für die Geschwisterkinder kaum oder wenig Zeit für Zuwendung übrig. Die damit verbundenen Probleme und Beeinträchtigen, unter denen die so genannten "Schattenkinder" leiden, zu erkennen, zu erforschen und zu bekämpfen, hat sich Prof. Dr. Loffing in diesem Forschungsprojekt zum Ziel gesetzt.


Podium mit Kooperationspartnern

Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion zu der Prof. Dr. Loffing vier Kooperationspartner aus seinen Forschungsprojekten eingeladen hatte. Unter der Moderation von Martin von Berswordt-Wallrabe (CareEffects) diskutierten Verena Hölken (Vorstandsmitglied Bundesverband Kinderhospiz e.V.), Melanie van Dijk (Pädagogische Leitung Kinderhospiz Regenbogenland e.V.), Iris Christiansen (Geschäftsführerin DAN Produkte Pflegedokumentation GmbH) und Guido Royé (Einrichtungsleiter Schloss Dilborn - Die Jugendhilfe) aus ihrer fachpraktischen Sicht heraus. Sie schilderten wie sie den Stand von Forschung und Praxis in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern einschätzen und welchen Stellenwert sie der Zusammenarbeit mit der Wissenschaft im Allgemeinen und mit Prof. Dr. Loffing vom Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrein im Speziellen beimessen.


Infos:
www.hs-niederrhein.de/26008.html

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Hochschule Niederrhein
Fachbereich Sozialwesen
Richard-Wagner-Str. 101
41065 Mönchengladbach
www.hs-niederrhein.de/sozialwesen
www.hs-niederrhein.de/master-kultur.html

WebRedaktion:
Albert Verleysdonk


Der Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein (University of Applied Sciences) bietet am Standort Mönchengladbach die folgenden Studiengänge an:
Soziale Arbeit (Bachelor of Arts)
Kulturpädagogik (Bachelor of Arts)
Psychosoziale Beratung und Mediation (Master of Arts)
Kulturpädagogik & Kulturmanagement (Master of Arts)
Sozialmanagement (Master of Arts)

Die Hochschule Niederrhein und der Fachbereich Sozialwesen zeichnen sich seit der Gründung 1971 durch die innovative Entwicklung von Studiengängen aus. Der Fachbereich Sozialwesen leistete Pionierarbeit bei der Entwicklung des Modellstudienganges Soziale Arbeit und bei der Implementierung des Bachelorstudienganges Kulturpädagogik. Besonderen Wert legt der Fachbereich auf einen ausgezeichneten Theorie-Praxis-Transfer. Es besteht ein aktives regionales Netzwerk mit entsprechenden sozial- und kulturpädagogischen Einrichtungen. Neben gemeinsamen Projekten werden Praktiker vielfältig in die Lehre mit einbezogen. Der Fachbereich verfügt über intensive europäische Kooperationskontakte in den Bereichen Studium, Praxis und Forschung. Der Fachbereich veröffentlicht eine eigene Schriftenreihe mit bisher 47 Publikationen. In den vergangenen beiden CHE-Hochschulrankings belegte der Fachbereich mit seinem Studiengang Soziale Arbeit jeweils Spitzenplätze.

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