(openPR) Bad Peterstal, 1. Juli 2009. Die MediClin Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal startet diese Woche gemeinsam mit der Uniklinik Mainz ein wissenschaftliches Osteoporose-Forschungsprojekt. Ziel ist es, aus der Knochendichte eines Patienten exakt zu folgern, wie hoch dessen Risiko ist, einen Knochenbruch zu erleiden. Dazu werden Risikoprofile erstellt, die über die Behandlungsbedürftigkeit Auskunft geben und mit denen wiederum konkrete Therapiemaßnahmen verbunden sind. „Mit der Osteoporose-Behandlung wird häufig viel zu spät begonnen. Dabei gibt es im Anfangsstadium der Erkrankung sehr wirkungsvolle Therapiemethoden. Die Risikoprofile sollen dabei helfen, je nach Zustand der Knochendichte genau zu bestimmen, welche Therapiemaßnahmen angebracht sind“, unterstreicht Dr. Siegfried Wentz, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der MediClin Schlüsselbad Klinik in Bad Peterstal. „Das Therapiespektrum reicht dabei von einer angepassten Lebensweise mit reichlich Bewegung und adäquater Ernährung über spezielle Medikamente, die die Knochendichte stärken, bis hin zu Infusionstherapien, die ebenfalls medikamentös begleitet werden.“
Ausgewertet werden im Rahmen des Forschungsprojekts Knochendichte-Messungen, die in der MediClin Schlüsselbad Klinik seit einem Dreivierteljahr mit der DXA-Methode (Dual Energy X-Ray Absorptiometry) vorgenommen werden. Diese spezielle Röntgenmessung gilt als das aussagekräftigste und genauste Verfahren, um eine Osteoporose möglichst frühzeitig zu erkennen. Die Belastung für Patienten beträgt bei der DXA-Methode außerdem nur ein 80stel der normalen Röntgenstrahlung. Rund 300 Messungen wurden mit dem Röntgengerät, in das die Klinik 50 000 Euro investiert hat, bislang vorgenommen. Nach 1000 Messungen werden die Ergebnisse an der Uniklinik Mainz unter der Leitung des dortigen Chefarztes der Orthopädie, Professor Andreas Kurth, sowie Privatdozent Dr. Philip Drees wissenschaftlich ausgewertet.
Volkskrankheit Osteoporose
Jeder vierte Deutsche über 50 Jahren ist laut Kuratorium Knochengesundheit von Osteoporose betroffen; das sind zirka acht Millionen Menschen, Tendenz steigend. „Wenn man von Osteoporose betroffen ist, sollte man sich jedes Jahr untersuchen lassen. Ansonsten reichen – je nach Risikoprofil – alle zwei bis vier Jahre aus“, rät Dr. Wentz. „Wir wissen inzwischen nicht nur genau, welche Faktoren die Entstehung der Osteoporose begünstigen, sondern auch, wie man Knochen wieder stärkt und Osteoporose erfolgreich therapiert. Das Wichtigste dabei ist: Man darf im höheren Alter nicht bequem werden und die körperliche Aktivität vernachlässigen.“









