30.06.2009 - 17:44 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Fraunhofer-Experten beraten die DGNB zentral bei Fragen der Nachhaltigkeit
Pressemitteilung von: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Die beiden Bauphysikexperten Prof. Dr. Gerd Hauser und Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik IBP, wurden als beratende Mitglieder für weitere zwei Jahre in das Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) berufen. Die DGNB ist die zentrale Organisation in Deutschland für den Austausch von Wissen, für Weiterbildung und für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit rund um das Thema Nachhaltigkeit der Bau- und Immobilienwirtschaft. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Vergabe eines Gütesiegels für nachhaltige Bauwerke.
Das Bauwesen verbraucht rund 50% aller auf der Welt verarbeiteten Rohstoffe und erzeugt mit 185 Mio. Tonnen pro Jahr etwa 55% der anfallenden Abfallstoffe. Der Gebäudesektor beansprucht zusammen mit den Vorketten Materialherstellung, Bauprozesse und Transport außerdem nahezu 50 % des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs. »Die Bauindustrie kann wie kaum eine andere Branche einen entscheidenden, gesellschaftsrelevanten Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten«, unterstreicht Prof. Dr. Sedlbauer als wiedergewähltes Präsidiumsmitglied die Bedeutung der Arbeit der DGNB.
Nach Angaben des Bauphysikexperten Prof. Dr. Gerd Hauser ist dabei der Energieverbrauch, den ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus verursacht, das Schlüsselkriterium, wenn es um Nachhaltigkeit beim Neubauen und Sanieren geht. Die DGNB hat die Aufgabe, Lösungen zur Planung, Ausführung und Nutzung von Gebäuden aufzuzeigen und zu fördern, welche die Ziele des nachhaltigen Bauens verwirklichen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Entwicklung und Vergabe eines Gütezeichens für nachhaltiges Bauen. Dieses DGNB Gütesiegel zur Gebäudezertifizierung gilt als System der zweiten Generation, unter anderem weil in die Bewertung sämtliche Aspekte nachhaltigen Bauens einfließen. Dazu gehören ökologische und ökonomische Faktoren, aber auch soziokulturelle und funktionale, Prozessqualität, technische Qualität und Standortqualität.
Dieses Instrument zur Bewertung von Gebäuden wird auf breiter Basis von Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft erarbeitet und gibt klare Orientierung in den Fragen des nachhaltigen Bauens. Seit Anfang 2009 steht es in einer Pilotversion für neue Büro- und Verwaltungsgebäude bereit. Derzeit wird das flexible Ratingsystem Schritt für Schritt auf Handels- und Industriebauten erweitert. In Vorbereitung sind Bildungsbauten sowie Bürogebäude im Bestand. Grundlagenarbeiten werden derzeit in dem Bereich der Wohnbauten und Stadtquartiere durchgeführt.
Hintergrundinformationen:
Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) wurde am 25. Juni 2007 in Stuttgart gegründet. Zur Förderung nachhaltigen Bauens entwickelt die DGNB gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ein Qualitätszeichen für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude – das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen. Bei der Auftaktveranstaltung im Januar 2008 in Berlin zählte die DGNB 120 Gründungsmitglieder; zum 30.06.2006 waren es bereits über 600 Mitglieder. Andere Green-Building-Bewertungssysteme, wie beispielsweise das nordamerikanische LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) lassen sich nicht einfach auf den europäischen Markt übertragen, da andere nationale Regelungen zu befolgen sind.
Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.dgnb.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Institutsteil Holzkirchen
Fraunhoferstr. 10
83626 Valley
Dipl.-Journ. Janis Eitner
Telefon: +49 (0) 8024 / 643-203
Fax: +49 (0) 8024 / 643-366

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP befasst sich mit Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik. Hierzu gehören der Schutz gegen Lärm und Schallschutzmaßnahmen in Gebäuden, die Optimierung der Akustik in Auditorien, Maßnahmen zur Energieeinsparung, Lichttechnik, Fragen des Raumklimas, der Hygiene, des Gesundheitsschutzes und der Baustoffemissionen sowie die Aspekte des Wärme-, Feuchte- und Witterungsschutzes, der Bausubstanzerhaltung und der Denkmalpflege.
Das Bauwesen verbraucht rund 50% aller auf der Welt verarbeiteten Rohstoffe und erzeugt mit 185 Mio. Tonnen pro Jahr etwa 55% der anfallenden Abfallstoffe. Der Gebäudesektor beansprucht zusammen mit den Vorketten Materialherstellung, Bauprozesse und Transport außerdem nahezu 50 % des weltweiten Gesamtenergieverbrauchs. »Die Bauindustrie kann wie kaum eine andere Branche einen entscheidenden, gesellschaftsrelevanten Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten«, unterstreicht Prof. Dr. Sedlbauer als wiedergewähltes Präsidiumsmitglied die Bedeutung der Arbeit der DGNB.
Nach Angaben des Bauphysikexperten Prof. Dr. Gerd Hauser ist dabei der Energieverbrauch, den ein Gebäude über seinen gesamten Lebenszyklus verursacht, das Schlüsselkriterium, wenn es um Nachhaltigkeit beim Neubauen und Sanieren geht. Die DGNB hat die Aufgabe, Lösungen zur Planung, Ausführung und Nutzung von Gebäuden aufzuzeigen und zu fördern, welche die Ziele des nachhaltigen Bauens verwirklichen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Entwicklung und Vergabe eines Gütezeichens für nachhaltiges Bauen. Dieses DGNB Gütesiegel zur Gebäudezertifizierung gilt als System der zweiten Generation, unter anderem weil in die Bewertung sämtliche Aspekte nachhaltigen Bauens einfließen. Dazu gehören ökologische und ökonomische Faktoren, aber auch soziokulturelle und funktionale, Prozessqualität, technische Qualität und Standortqualität.
Dieses Instrument zur Bewertung von Gebäuden wird auf breiter Basis von Experten aus der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft erarbeitet und gibt klare Orientierung in den Fragen des nachhaltigen Bauens. Seit Anfang 2009 steht es in einer Pilotversion für neue Büro- und Verwaltungsgebäude bereit. Derzeit wird das flexible Ratingsystem Schritt für Schritt auf Handels- und Industriebauten erweitert. In Vorbereitung sind Bildungsbauten sowie Bürogebäude im Bestand. Grundlagenarbeiten werden derzeit in dem Bereich der Wohnbauten und Stadtquartiere durchgeführt.
Hintergrundinformationen:
Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) wurde am 25. Juni 2007 in Stuttgart gegründet. Zur Förderung nachhaltigen Bauens entwickelt die DGNB gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ein Qualitätszeichen für besonders umweltfreundliche, gesunde, ressourcensparende und wirtschaftlich effiziente Gebäude – das Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen. Bei der Auftaktveranstaltung im Januar 2008 in Berlin zählte die DGNB 120 Gründungsmitglieder; zum 30.06.2006 waren es bereits über 600 Mitglieder. Andere Green-Building-Bewertungssysteme, wie beispielsweise das nordamerikanische LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) lassen sich nicht einfach auf den europäischen Markt übertragen, da andere nationale Regelungen zu befolgen sind.
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