(openPR) Ohne größere Schnitte kann heutzutage das Herz untersucht werden, um z.B. eventuelle Verengungen an den Herzkranzgefäßen festzustellen. Dazu wird ein dünner Kunststoffschlauch durch eine Ader bis hinauf zum Herzen geschoben. Bislang war es üblich, dazu in der Leiste des Patienten einen Zugang zum Blutbahnen-System zu legen. Doch seit einiger Zeit gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die vor allem weniger Komplikationen verspricht: der Zugang über das Handgelenk, genauer gesagt über die arteria radialis (radiale Arterie). „Einer der großen Vorteile ist zunächst einmal, dass die Hand durch zwei Arterien versorgt wird. Wenn jetzt an einem Gefäß ein Problem auftreten sollte und das andere Gefäß entsprechend gut ausgebildet ist, wird die Hand immer noch ausreichend durchblutet“, erklärt Prof. Dr. med. Birgit Hailer, Chefärztin der Medizinischen Klinik II, Philippusstift Essen Borbeck, Katholische Kliniken Essen-Nord-West gGmbH, im Interview mit dem Online-Gesundheitsmagazin www.rheinruhrmed.de.
Während die Patienten nach einem Zugang über die Leiste nicht selten mehrere Stunden mit einem Druckverband liegend verbringen müssen, können sie nach dem Eingriff über das Handgelenk sofort wieder aufstehen. Die Stelle wird durch eine Manschette abgedrückt, die nur ca. zwei bis drei Stunden getragen werden muss. Und die Komplikationen? „Komplikationen können natürlich nie ganz ausgeschlossen werden. Aber der Oberschenkel fasst im Vergleich zum Unterarm nun mal recht viel Blut – und wenn es nach einem Leistenzugang da zu Nachblutungen kommt, kann das schon problematisch werden“, sagt Prof. Hailer. Die Gefahr sei beim Handgelenk geringer.
Wie der Zugang über die arteria radialis genau gelegt wird und für welche Patientengruppen er sich eignet: Das alles und mehr lesen Sie im ausführlichen Interview
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