(openPR) Die medizinisch beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) von Patienten mit orthopädischen Beeinträchtigungen verläuft häufig frustrierend. Daher ist es notwendig, die besonderen beruflichen Problemlagen zu identifizieren, für die sich eine derartige Maßnahme eignet. Dres. Marco Streibelt und Matthias Bethge (Charite Berlin) haben diese Aufgabe in Zusammenarbeit mit der Klinik Niedersachsen (Bad Nenndorf) gelöst und die Ergebnisse in ihrer Monografie "Return to work?" veröffentlicht.
Streibelt und Bethge nutzen in ihrer Studie zwei Perspektiven:
- "Auf einer Dimension wird davon ausgegangen, dass Kriterien existieren, deren Einschätzung durch die jeweiligen Beurteiler (z.B. Arzt) getroffen werden kann. Dazu gehören sowohl grundlegende ´Skills´ wie sprachliche und kognitive Fähigkeiten als auch medizinische Kontraindikationen - wie z.B. eine erhebliche Progredienz der Erkrankung.
- Desgleichen existieren jedoch relevante Bereiche, deren Einschätzung einzig den Patienten obliegen sollte. Dies resultiert aus der Erkenntnis, dass im Bereich der funktionalen Gesundheit und der Prognose Selbsteinschätzungen valider sind als Fremdbeurteilungen."
Unter diesen Voraussetzungen beschreiben die Autoren ein Assessmentinstrumentarium (SIMBO), das die Identifikation geeigneter Patienten mit einem hohen Grad an Verlässlichkeit ermöglicht.
Marco Streibelt, Matthias Bethge:
Return to Work?
Identifikation besonderer beruflicher Problemlagen in der medizinischen Rehabilitation
Pabst, Lengerich/Berlin, 204 Seiten, ISBN 978-3-89967-527-6






