(openPR) Asklepios Klinik in Hamburg setzte Türklinken und Lichtschalter gegen Antibiotika-resistente Bakterien (MRSA) ein – Ergebnisse liegen vor
Hamburg, 11. Juni 2008. Hilft Kupfer im Kampf gegen gefährliche Krankenhauskeime? In welchem Umfang verhindern Kontaktflächen aus Kupferlegierungen die Übertragung von Antiobiotika-resistenten Bakterien (MRSA) oder von Noro-Viren? Nach viel versprechenden Laboruntersuchungen hat die Asklepios Klinik Wandsbek (Hamburg) in den vergangenen Monaten den bundesweit ersten Test in der Praxis gemacht: Zwei Krankenhausstationen wurden jeweils über mehrere Wochen mit Türgriffen und Lichtschaltern aus Kupferlegierungen ausgestattet. Unabhängige Wissenschaftler haben während dieser Phasen viele Proben genommen – auf den beiden extra ausgestatteten Stationen und auf Nachbarstationen, die mit herkömmlichen Griffen und Schaltern versehen sind. Über die Ergebnisse möchten wir Sie im Rahmen einer hochkarätig besetzten Pressekonferenz unterrichten. Ebenso informieren wir Sie – weltweit zum ersten Mal - über den aktuellen Stand der Forschung zum Thema Kupfer & Keime sowie über die Feldversuche in Kliniken in Japan, England, den USA, Südafrika und Chile.
Die Pressekonferenz findet statt am
- 16. Juni 2009 um 11:00 Uhr
- in der Asklepios Klinik Wandsbek
- Alphonsstraße 14, 22043 Hamburg
Ihre Ansprechpartner sind:
- Prof. Dr. med. Jörg Braun, Chefarzt der I . Medizinischen Abteilung der Asklepios Klinik Wandsbek, Facharzt für Innere Medizin, Pulmonologie, Infektiologie, Allergologie und Intensivmedizin
- Prof. Dr. Dietrich H. Nies, Direktor des Instituts für Biologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Professor für molekulare Biologie
- Dr.-Ing. Anton Klassert, Geschäftsführer Deutsches Kupferinstitut Berufsverband, Leiter des europäischen Kupferkompetenzzentrums „Antimikrobielle Eigenschaften“
Im Anschluss an das Pressegespräch bieten wir Ihnen einen kleinen Imbiss an.
Anmeldungen bitte unter
Zum Hintergrund: Nach seriösen Schätzungen treten allein in deutschen Krankenhäusern jährlich mehr als eine halbe Million so genannter nosokomialer – also in der Klinik erworbener – Infektionen auf. Eine besonders große Gefahr geht dabei von Antibiotika-resistenten Keimen wie MRSA aus (MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Neben der zum Teil lebensbedrohlichen Gefahr für die Patienten kommt noch ein enormer wirtschaftlicher Schaden hinzu, der allein in Deutschland in die Milliarden geht. Der jetzt abgeschlossene Feldversuch in der Asklepios Klinik Wandsbek setzt auf die seit Jahrtausenden bekannten antimikrobiellen Eigenschaften von Kupfer.
Die Idee ist ebenso simpel wie Erfolg versprechend: Weil Türklinken und Lichtschalter die häufigsten Kontaktflächen für Keime sind, wurden sie für den Feldversuch auf einer typischen Station gegen Griffe und Schalter aus speziellen Kupferlegierungen ausgetauscht. Wissenschaftler der Universität Halle-Wittenberg nahmen regelmäßig Proben, um den Umfang der Keimreduktion zu messen.
Die Erwartungen an die Ergebnisse sind groß, da Laborversuche in Deutschland, den USA, Großbritannien und Japan in jüngster Zeit eindrucksvoll belegt haben, dass Kupferlegierungen – im Gegensatz etwa zu Edelstahl – stark antimikrobiell wirken. Damit können Oberflächen aus Kupferlegierungen einen wesentlichen Beitrag zur Krankenhaushygiene leisten. Zwar gehört die häufige Händedesinfektion bei Medizinern und Pflegepersonal zum Alltag, doch das genügt auch trotz größter Vorsichtsmaßnahmen und Hygieneregelungen nicht immer. Gerade geschwächte Patienten müssen besonders vor gefährlichen Krankenhauskeimen geschützt werden. Gefragt sind daher neue, innovative Wege in der Krankenhaushygiene.












