Studentenwohnheime erweisen sich als antizykliches Investment

Pressemitteilung von: Savills Immobilien Beratungs-GmbH
PR Agentur: Julia Dietrich PR für Savills Germany

Nach dem jüngsten Bericht von Savills Research machen Mietzuwächse und hohe Vermietungsstände den Studentenwohnheim-Sektor weiterhin attraktiv für Investoren, aber die begrenzte Verfügbarkeit passender Anlageinstrumente birgt das Risiko von Fehlinvestments einzelner Anleger.

“Hohe Nachfrage, geringer Angebotszuwachs, steigende Mieten und hohe Vermietungsstände machen Studentenwohnheime in wirtschaftlich unsicheren Zeiten zu einem Anlageinstrument erster Wahl und lassen vermuten, dass der Sektor auf absehbare Zeit relativ risikoarm bleiben wird“, sagt Jacqui Daly, Director von Savills Research.

“Das unausgewogene Verhältnis von Angebot und Nachfrage deutet auf stabile Prognosen für den Sektor hin, und eine der fundamentalen Stärken des Geschäftsmodells ist, dass die Barwerte nicht in demselben Ausmaß gefallen sind wie bei anderen gewerblichen Immobilien oder Wohngebäuden.“

Landesweit stiegen die Durchschnittsmieten für zweckgebaute Studentenimmobilien (Purpose-Built Student Housing = PBSH) im Zeitraum von 2007/8 bis 2008/9 um 5 %, in London lag der Anstieg bei 7 %. Obwohl die Mieten im Privatvermietungssektor ein höheres Wachstum verzeichnen (+8 % landesweit und +10 % in London), fehlt hier die Sicherheit hoher Vermietungsstände. Die Nachfrage nach PBSH hält unverändert an, was die Annahme eines künftigen Wachstums untermauert. Die Anzahl der Neubewerbungen um Studienplätze für 2008/9 ist um 9 % angestiegen, im Landesdurchschnitt wächst die Studentenzahl 10mal schneller und in London sogar 15mal schneller als das Neuangebot an Studentenunterkünften.

Trotz der Vorteile glaubt Savills Research jedoch, dass das derzeitige Finanzklima - insbesondere der Fremdfinanzierungsstop für Projektentwicklungen - die Möglichkeiten für Investoren, ihre Anteile auszubauen, begrenzen wird. So waren die letzten 12 Monate von einer Bestandskonsolidierung geprägt, und die Akteure konzentrierten sich eher auf den Kauf und Verkauf von Bestandsimmobilien von Universitäten und privaten Betreibern sowie die Sanierung alten Universitätsbestandes als auf ein organisches Wachstum durch Neubauten.
Vor diesem Hintergrund und angesichts steigender Studentenzahlen wird die Nachfrage weiterhin wachsen. Dies ist insbesondere in London der Fall, wo Planungsauflagen die Möglichkeiten der Marktteilnehmer, ihr Portfolio auszubauen und das Angebot an neuen Flächen auf dem Markt zu erhöhen, erheblich einschränken.

Marcus Roberts, Head of Student Housing bei Savills, sagt: “Unsere Prognose von vor 10 Jahren, dass Studentenwohnheime ein antizyklisches Investment darstellen würden, hat sich als richtig erwiesen. Die Möglichkeiten für Einzelinvestoren, an diesem Markt zu partizipieren, ist angesichts nur bedingt vorhandenen Fremdkapitals eingeschränkt, insbesondere da Kreditgeber erst kürzlich versucht haben, Studentenwohnheime über den gleichen Kamm zu scheren wie Objektkäufe zum Zweck der Vermietung (sog. „Buy-to-Let“-Investments), die sich in der Abschwungphase des Marktes als weitaus risikoreicher erwiesen haben. Es gibt allerdings Anlageformen (z. B. Einzelhandelsfonds), die es Investoren ermöglichen, indirekt in diesen Sektor einzusteigen.

“Sobald wieder mehr Kredite gewährt werden, gehen wir davon aus, dass Investoren das Potential dieses Sektors für sich nutzen werden. Ein derartiges Beispiel könnte die Schaffung von Studentenwohnheim-Clustern sein, die angesichts der steigenden Nachfrage und des unzureichenden Angebots auf absehbare Zeit ein relativ sicheres Investmentprodukt sein dürften.“

“Auf der institutionellen Ebene ist es die antizyklische Dynamik des Sektors, die das Investoreninteresse ankurbelt. Nach Abwägung der Risiken handelt es sich um einen Sektor, der nach wie vor Mietsteigerungspotential bietet und sich somit klar von anderen gewerblichen Anlageformen abhebt. Das Modell basiert auf der Grundlage, dass viele einzelne Studenten regelmäßig kleine Beträge an Miete zahlen, was bedeutet, dass die Risiken von Mietausfällen oder Leerständen in großem Umfang äußerst gering sind, ob nun mit oder ohne Garantie seitens der Universität.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Savills Immobilien Beratungs-GmbH
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60325 Frankfurt
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Julia Dietrich
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