27.05.2009 - 17:59 - Kunst & Kultur
Nürburgring 2009 - Dramatische Stunden in der Nacht
Pressemitteilung von: aha text | fotoPR Agentur: aha foto | text

Start in die "grüne Hölle": Als erster aus dem vierköpfigen Pilotenteam startete der Lohmarer Kudrass auf die Piste
Kudrass und drei weitere Piloten aus England und Japan hatten nach nur der Hälfte der Zeit mit dem Mercedes SLK CK 35 RS im 188 Fahrzeuge großen Feld bereits einen hoffnungsvollen dritten Platz in der SP6-Klasse erobert und mit Platz 57 im Gesamtklassement zu diesem Zeitpunkt eine stabile Position im ersten Viertel erreicht.
Dass nach exakt 19.05 Stunden und 95 Runden für das 37-köpfige Team aus Technikern, Mechanikern, Fahrern, Versorgungskräften, Fahrern und Teamleitung das enttäuschende Aus kam, sieht der Lohmarer indes überraschend professionell gelassen. Grund für den zu frühen letzten Boxenstopp am Sonntagvormittag lieferte die defekte Hydraulik, „da steckt niemand ´drin, beim härtesten Rennen der Welt schon gar nicht.“
Dabei markiert ein nächtlicher Unfall den Anfang vom Ende. Die Kollision des japanischen Piloten mit einem Porsche führt zu massiven Zeitverlust von einer Stunde. „Wir hatten großes Glück, dass nichts Schlimmeres passiert ist, diverse Achsteile wir schnell ersetzen.“ Teamchef Rainer Brückner ist sicher: Im weiteren Rennverlauf führten weitere Schäden am Boliden – unter anderem musste die Benzinpumpe ausgetauscht werden - zum endgültigen Aus „das war auf den ersten Blick nicht festzustellen“.
Mercedes-Spezialist Kudrass attestiert dem CK 35 RS , der als einziger von dreien auf dem Ring mit professioneller Renntechnik ausgestattet an den Start gegangen war, einen „hervorragenden technischen Aufbau“. Einen ersten Härtetest hatte Kudrass der Startnummer 55 schon in den ersten Minuten abverlangt: In der Einführungsrunde kam das komplette Startfeld in einem aufsteigenden Streckenabschnitt zum Stehen (Kudrass: „so etwas habe ich noch nie erlebt“), „eine enorme Herausforderung an Getriebe und Kupplung, der Neustart des Motors nur mit Mühe.“
„Tolle Rundenzeiten“, lobt Brückner seine Crew, von der jeder den 350 PS-starken Boliden alle zum ersten Mal über die je 25,359 Kilometer lange Gesamtstrecke pilotiert hatte. Ohne den Pech-Faktor hätte die Taktik, „bei konstanter Leistung von hinten nach vorne fahren“, zum ersehnten Rennausgang geführt. Bei Rundenzeiten zwischen 9.50 und 10 Minuten sei das Ziel, Klassenbester sowie ein Platz unter den ersten 25 in der Gesamtwertung zu erreichen realistisch gewesen. „Und das ganz klar, ohne die Technik zu überreizen.“
Kudrass, der Japaner Yasushi Kikushi sowie die Engländer Peter Venn und Peter Gate waren mit kritischem Auge ausgesucht worden. „Leute, die wissen was sie tun, keine „Heißsporne“, sondern solche, die sowohl Strecke als auch das strenge Reglement gut kennen. Piloten, die einfach wissen, was Sache ist“, beschreibt der Brückner-Chef aus dem Schwarzwald seine Wahl.
Langstreckenspezialist und Autohaus-Betreiber Kudrass ist seit mehr als 30 Jahren im Motorsport beheimatet, Peter Venn war zum 15. Mal auf dem Ring dabei, Landsmann und Formel-3-Fahrer Peter Gate fühlt sich auf dem Ring zuhause und mehr als 5.000 Ringkilometer und internationale Erfahrung kann der Japaner Yasushi Kikushi vorweisen.
Bei dem Ergebnis klingt die Ansage von Sponsor Carlsson-Racing souverän: „Wir blicken nicht allein auf die Endwertung des Rennens. Die Erfahrungen aus der 24-stündigen Dauerbelastung fließen direkt in die Fahrzeugentwicklung ein.“ Carlsson Racing startete das fünfte Jahr in Folge mit dem CK35 RS auf Basis des Mercedes-Benz SLK in der Hubraumklasse SP6 für 3000 bis 3500 Kubikzentimeter.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt:
Andrea Hauser
aha foto | text
Hohlweg 1
53773 Hennef
Telefon: 02242/9182512
Telefax: 02242/9182516
Weitere Informationen:
Autohaus Kudrass
Mercedes-Benz und Smart Jahreswagen
Keuznaaf 17
53797 Lohmar
Telefon: 02246/9110015
Telefax: 02246/18529
www.autohaus-kudrass.de
Über den Rennfahrer:
Wolfgang Kudrass wurde am 21. November 1954 in Troisdorf (NRW) geboren. Heute wohnt der verheiratete Vater eines Sohnes und einer Tochter in Lohmar-Wahlscheid. In Lohmar-Kreuznaaf betreibt der gelernte Kraftfahrzeugmeister und selbstständige Kaufmann das „Autohaus Kudrass“ – Mercedes-Benz und Smart Jahreswagen.
Die motorsportliche Karriere:
2009: Aktuelle Teilnahme an der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sowie dem 24-Stunden Rennen. 2008: Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf BMW M3 GT, Team Lingmann, 1 x Sieg, 1 x Platz 2, 1 x Platz 3 sowie Platz 4. 2007: 4 x Sieg, 2 Wertungsgruppensiege sowie 2 x Platz 2. 2006: Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf BMW M3 GT, Team Lingmann, 4 x Sieg, 2 Wertungsgruppensiege, 22. Gesamtrang von 880 Teilnehmern. Berufliche Pause. 1996: 6 Stunden Rennen mit Peter Millowitsch. 1995: Langstreckenmeisterschaft Opel Astra Team Kreis, 4 x Sieg, 3 x Platz 2 sowie 25. Gesamtrang von 780 Teilnehmern. 1994 Vizemeister Langstreckenmeisterschaft Nürburgring Team Kreis, DTT Gaststatt, Sieger Opel Sportpokal, Klassensieger 24-Stunden-Rennen/9. Gesamtrang. 1990 – 1993: DTT und Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit verschiedenen Fahrzeugen und Teams – 18 x Klassensieger. 1987 – 1989: Sprintrennen und Langstreckenmeisterschaft, 14 x Sieg u.a. in Zandvoort, Zolder, Siegerland Flugplatz, Hockenheim und mehrfach Nürburgring sowie 6 x Platz 2. 1985 – 1986: Tourenwagen Europameisterschaft Division I im Haribo Golf, Divisionssieger in Silverstone 1985 und 1986, Brünn 1986, Österreichring 1985, Nürburgring 2. Platz. 1984: Diverse Rennen bei der Tourenwagen Europameisterschaft Division I im Haribo Golf, Deutsche Langstreckenmeisterschaft, 5 x Klassensieger, 2 x Platz 2, 6. Gesamtrang Langstreckenmeisterschaft, 5 x Klassensieger, 2 x Platz 2, 6. Gesamtrang Langstreckenmeisterschaft. 1982: Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, 13. Gesamtrang Langstreckenmeisterschaft. 1980 – 1983: Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, 7 x Sieg und 5 x Platz 2, Tourenwagen EM (Klasse 1300 ccm) auf dem Nürburgring – 2. Platz Golf Markenpokal – diverse Mittelfeldplätze. 1979: Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, 26. Gesamtrang von ca. 640 Teilnehmern. 1977 – 1978: Beginn. Geburt der Valvoline Langstreckenmeisterschaft Nürburgring, 11 x Klassensieger und 4 x Platz 2. 1974 – 1976: Beginn mit Leistungsprüfung.
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