22.05.2009 - 17:21 - Politik, Recht & Gesellschaft
Chinesisches Gericht verurteilt drei Tibeter im Bezirk Ngaba in Osttibet/Resumee des Jahresberichts 2008
Pressemitteilung von: IGFM Muenchen
Drei Tibeter aus der Tibetisch-Autonomen Präfektur Ngaba (chin. Aba), Provinz Sichuan, die der Beteiligung an den Demonstrationen vom vergangenen März verdächtigt werden, wurden von einem chinesischen Gericht im Bezirk Zoige (chin. Ruo’ergai) zu Haftstrafen von drei bis vier Jahren verurteilt.
Jampal, 29 Jahre, aus der Chashang Tarring Familie im Bezirk Ngaba und sein jüngerer Bruder, Lama, 23 Jahre, wurden am 7. Mai im Bezirk Zoige der TAP Ngaba zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Und der 27jährige Namkho aus der Chashang Kyajigtsang Familie aus dem Bezirk Ngaba wurde von demselben Gericht zu drei Jahren Haft verurteilt. Verhaftet wurden sie am 11. August vergangenen Jahres, nachdem sie auf ihre Teilnahme an den Protesten hin zu fliehen versucht hatten. Gegenwärtig befinden sie sich im Haftzentrum von Zoige, aber könnten bald an einen anderen Haftort verbracht werden.
Es gibt keine Information über die gegen sie erhobenen Klagen. Einem Mönch aus dem Exil-Kloster Kirti zufolge erhielten sie vor Gericht keinen Rechtsbeistand ihrer Wahl, weshalb sowohl die gegen sie erhobenen Klagen als auch die Urteile als willkürlich zu betrachten sind.
Seit dem vergangenen März haben die chinesischen Behörden ausländischen Touristen, Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Reportern den Zugang zu Tibet verwehrt, es sei denn siekommen auf eine offizielle Einladung hin und verpflichten sich, nur die chinesische Propaganda zu veröffentlichen. Außerdem wurden Tausende von Soldaten in Ngaba stationiert, wo es letztes Jahr zu den großen Demonstrationen gekommen war. Ausländische Websites und der Empfang ausländischer Sender werden routinemäßig blockiert.
Infolge des brutalen Vorgehens der chinesischen Behörden gegen die friedlichen tibetischen Protestler verloren über 220 Tibeter ihr Leben, 1.194 wurden verletzt und 290 durch ein Gericht verurteilt. 5.600 sind festgenommen worden und über 1.000 verschwanden spurlos, und es gibt immer noch keine Rechtfertigung für die Verhaftung oder das Verschwinden dieser Tibeter.
Darüber hinaus verurteilte das chinesische Gericht in Lhasa, Tibets Hauptstadt, fünf Tibeter zum Tode, drei zu Todesstrafen mit Vollzugsaufschub, zwei zu lebenslänglichen Gefängnisstrafen und einen in diesem Monat wegen vorsätzlicher Brandstiftung mit Todesfolge und Brandstiftung in Geschäften zu zehn Jahren Gefängnis. Quelle: The Tibet Post, www.tibetpost.net
Resümee des Jahresberichts des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie 2008: Die Menschenrechtslage in Tibet
----------------------------------------------------------------
2008 war für Tibet ein Jahr, das in die Geschichte eingehen wird! Am 49. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands am 10. März kam es in der sogenannten Autonomen Region Tibet (TAR) und den tibetischen Regionen außerhalb davon – Sichuan, Qinghai und Gansu – zu spontanen Massenprotesten in einem Ausmaß, wie man es noch nie erlebt hatte. Dieser tibetweite politische Aufstand war ein Ausbruch der Frustration des Volkes über die seit fünf Jahrzehnten anhaltende Herrschaft der Chinesen in Tibet, in Folge dessen es in jedem Lebensbereich zu schweren Menschenrechtsverletzungen kam. In diesem Jahr wurden China und der Rest der Welt daran erinnert, dass die Tibetfrage dringend gelöst werden muss.
Das klägliche Scheitern der von der weit entfernten Zentralregierung in Peking formulierten und angeordneten Tibetpolitik liegt klar auf der Hand. Die jahrzehntelang betriebene staatliche Propaganda über die Fortschritte in Tibet, die in den Jahren vor den Olympischen Spielen besonders aggressiv daherkam, wurde ad absurdum geführt. Die Tibeter in Tibet sehnen sich nach Menschenwürde und den Grundrechten und sie haben ihr Verlangen danach durch die friedlichen Proteste, die das ganze Land erfassten, im vergangenen Jahr unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.
Gesamter Artikel:
www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2009/ExecutiveSummaryAnn...,
Kurzlink: www.flexform.de/tstymucd
Quelle: www.tchrd.org,
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
c/o Jürgen Thierack
Rudolfstraße 1
82152 Planegg
(+49 89) 859 84 40 oder
(+49 40) 480 80 77 Angelika Mensching
www.igfm-muenchen.de
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.
Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter
.
Jampal, 29 Jahre, aus der Chashang Tarring Familie im Bezirk Ngaba und sein jüngerer Bruder, Lama, 23 Jahre, wurden am 7. Mai im Bezirk Zoige der TAP Ngaba zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Und der 27jährige Namkho aus der Chashang Kyajigtsang Familie aus dem Bezirk Ngaba wurde von demselben Gericht zu drei Jahren Haft verurteilt. Verhaftet wurden sie am 11. August vergangenen Jahres, nachdem sie auf ihre Teilnahme an den Protesten hin zu fliehen versucht hatten. Gegenwärtig befinden sie sich im Haftzentrum von Zoige, aber könnten bald an einen anderen Haftort verbracht werden.
Es gibt keine Information über die gegen sie erhobenen Klagen. Einem Mönch aus dem Exil-Kloster Kirti zufolge erhielten sie vor Gericht keinen Rechtsbeistand ihrer Wahl, weshalb sowohl die gegen sie erhobenen Klagen als auch die Urteile als willkürlich zu betrachten sind.
Seit dem vergangenen März haben die chinesischen Behörden ausländischen Touristen, Vertretern von Menschenrechtsorganisationen und Reportern den Zugang zu Tibet verwehrt, es sei denn siekommen auf eine offizielle Einladung hin und verpflichten sich, nur die chinesische Propaganda zu veröffentlichen. Außerdem wurden Tausende von Soldaten in Ngaba stationiert, wo es letztes Jahr zu den großen Demonstrationen gekommen war. Ausländische Websites und der Empfang ausländischer Sender werden routinemäßig blockiert.
Infolge des brutalen Vorgehens der chinesischen Behörden gegen die friedlichen tibetischen Protestler verloren über 220 Tibeter ihr Leben, 1.194 wurden verletzt und 290 durch ein Gericht verurteilt. 5.600 sind festgenommen worden und über 1.000 verschwanden spurlos, und es gibt immer noch keine Rechtfertigung für die Verhaftung oder das Verschwinden dieser Tibeter.
Darüber hinaus verurteilte das chinesische Gericht in Lhasa, Tibets Hauptstadt, fünf Tibeter zum Tode, drei zu Todesstrafen mit Vollzugsaufschub, zwei zu lebenslänglichen Gefängnisstrafen und einen in diesem Monat wegen vorsätzlicher Brandstiftung mit Todesfolge und Brandstiftung in Geschäften zu zehn Jahren Gefängnis. Quelle: The Tibet Post, www.tibetpost.net
Resümee des Jahresberichts des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie 2008: Die Menschenrechtslage in Tibet
----------------------------------------------------------------
2008 war für Tibet ein Jahr, das in die Geschichte eingehen wird! Am 49. Jahrestag des tibetischen Volksaufstands am 10. März kam es in der sogenannten Autonomen Region Tibet (TAR) und den tibetischen Regionen außerhalb davon – Sichuan, Qinghai und Gansu – zu spontanen Massenprotesten in einem Ausmaß, wie man es noch nie erlebt hatte. Dieser tibetweite politische Aufstand war ein Ausbruch der Frustration des Volkes über die seit fünf Jahrzehnten anhaltende Herrschaft der Chinesen in Tibet, in Folge dessen es in jedem Lebensbereich zu schweren Menschenrechtsverletzungen kam. In diesem Jahr wurden China und der Rest der Welt daran erinnert, dass die Tibetfrage dringend gelöst werden muss.
Das klägliche Scheitern der von der weit entfernten Zentralregierung in Peking formulierten und angeordneten Tibetpolitik liegt klar auf der Hand. Die jahrzehntelang betriebene staatliche Propaganda über die Fortschritte in Tibet, die in den Jahren vor den Olympischen Spielen besonders aggressiv daherkam, wurde ad absurdum geführt. Die Tibeter in Tibet sehnen sich nach Menschenwürde und den Grundrechten und sie haben ihr Verlangen danach durch die friedlichen Proteste, die das ganze Land erfassten, im vergangenen Jahr unmissverständlich zum Ausdruck gebracht.
Gesamter Artikel:
www.igfm-muenchen.de/tibet/TCHRD/2009/ExecutiveSummaryAnn...,
Kurzlink: www.flexform.de/tstymucd
Quelle: www.tchrd.org,
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
c/o Jürgen Thierack
Rudolfstraße 1
82152 Planegg
(+49 89) 859 84 40 oder
(+49 40) 480 80 77 Angelika Mensching
www.igfm-muenchen.de
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.
Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter
News-ID: 312158 • Views: 396
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© openPR 2011 | Impressum



