18.05.2009 - 13:09 - Politik, Recht & Gesellschaft
RTL-Sendung „Erwachsen auf Probe“ stoppen - Mütterzentren und Teenagermütterprogramm bieten geeignetere Formen
Pressemitteilung von: UPKPR Agentur: Ulrike Propach Kommunikationsmanagement
Hamburg, 18.05.2009. Mütterzentren Bundesverband fordert, dass die von RTL bereits produzierte Sendung „Erwachsen auf Probe“ ab Juni nicht ausgestrahlt wird. Die Sendung im Dokusoap-Format, in der vier Teenagerpaare fremde Babys für einige Tage am Stück anvertraut bekommen, ist pädagogisch und entwicklungspsychologisch eine katastrophale Methode.
Cornelia Hönigschmid, Vorsitzende des Mütterzentren Bundesverband e.V., stellt fest, dass die pädagogische Verantwortung für Kleinkinder nicht ausreichend beachtet wird: „So wird Beziehung weder gelernt noch gelebt. Vier Tage Familie im Fernsehen zeigen nicht, wie Familie im wirklichen Leben sein kann.“ Für alle, die in einem soliden Rahmen Familie lernen und leben wollen, sind Mütterzentren bundesweit geeignete Orte. „Wir schließen uns der Kritik des Kinderschutzbundes sowie der Kinderkommission des Deutschen Bundestags an der Sendung ausdrücklich an“, ergänzt Vorstandsmitglied Gabriele Friedrich.
Praxisbeispiel für exzellente Teenagerbetreuung
Dr. Eva Sowa (Leiterin des Mütterbüros Nordrhein-Westfalen), die das bundesweit einzigartige und sehr gut angenommene „Teenagermütter-Projekt“ in Nordrhein-Westfalen vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat, hinterfragt das Konzept der Sendung: „Weder das Baby, das aus seinem Umfeld und Alltag herausgerissen wird und einen Schock für das Leben erhält, noch die Teenager tragen etwas Positives für das Leben davon.“ Statt eine irreale Situation herzustellen solle man sich auf bestehende junge Familien und bereits vorhandene Angebote konzentrieren, so Dr. Sowa weiter. Gefördert vom NRW-Familienministerium vernetzt das Projekt Ärzte, Vereine, Verbände, Einrichtungen, Ämter und andere ExpertInnen. Wenn schwangere Teenager oder junge Mütter Hilfe suchen, werden diese sofort an die richtige Stelle geführt und ihnen wird im Alltag geholfen. Dieses Leuchtturmprojekt sollte bundesweit eingeführt werden, um in allen Ländern diese unkomplizierte Unterstützung anzubieten.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Ansprechpartnerin Verband
Mütterzentren Bundesverband e. V.
Dagmar Engels
Müggenkampstr. 30a
20257 Hamburg
Tel. 040 / 40 17 06 06
www.muetterzentren-bv.de
Ansprechpartner Presse:
Ulrike Propach
Kommunikationsmanagement
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Str. 29
10178 Berlin

Tel. 030 / 206 73 75 11
Mütterzentren Bundesverband e.V. ist der Dachverband für Mütterzentren in Deutschland. Rund 400 Zentren erhalten Informationen, Beratung, Fortbildungen, politische Vertretung und Netzwerkangebote vom Bundesverband. Regional sind Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Ostdeutschland und Rheinland-Pfalz zusätzlich vernetzt. Die Geschäftsstelle ist in Hamburg benachbart zu einem Mehrgenerationenhaus angesiedelt, der Vorstand arbeitet bundesweit ehrenamtlich.
Cornelia Hönigschmid, Vorsitzende des Mütterzentren Bundesverband e.V., stellt fest, dass die pädagogische Verantwortung für Kleinkinder nicht ausreichend beachtet wird: „So wird Beziehung weder gelernt noch gelebt. Vier Tage Familie im Fernsehen zeigen nicht, wie Familie im wirklichen Leben sein kann.“ Für alle, die in einem soliden Rahmen Familie lernen und leben wollen, sind Mütterzentren bundesweit geeignete Orte. „Wir schließen uns der Kritik des Kinderschutzbundes sowie der Kinderkommission des Deutschen Bundestags an der Sendung ausdrücklich an“, ergänzt Vorstandsmitglied Gabriele Friedrich.
Praxisbeispiel für exzellente Teenagerbetreuung
Dr. Eva Sowa (Leiterin des Mütterbüros Nordrhein-Westfalen), die das bundesweit einzigartige und sehr gut angenommene „Teenagermütter-Projekt“ in Nordrhein-Westfalen vor fünf Jahren ins Leben gerufen hat, hinterfragt das Konzept der Sendung: „Weder das Baby, das aus seinem Umfeld und Alltag herausgerissen wird und einen Schock für das Leben erhält, noch die Teenager tragen etwas Positives für das Leben davon.“ Statt eine irreale Situation herzustellen solle man sich auf bestehende junge Familien und bereits vorhandene Angebote konzentrieren, so Dr. Sowa weiter. Gefördert vom NRW-Familienministerium vernetzt das Projekt Ärzte, Vereine, Verbände, Einrichtungen, Ämter und andere ExpertInnen. Wenn schwangere Teenager oder junge Mütter Hilfe suchen, werden diese sofort an die richtige Stelle geführt und ihnen wird im Alltag geholfen. Dieses Leuchtturmprojekt sollte bundesweit eingeführt werden, um in allen Ländern diese unkomplizierte Unterstützung anzubieten.
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