(openPR) Berlin, 6. Mai 2009 - Rund 600 Mitglieder und Mitarbeiter des Deutschen Bundestages, unter ihnen auch Bundespräsident Horst Köhler, gingen am 06. Mai 2009 in Berlin gemeinsam mit Vertretern der Nationalen Initiative gegen Osteoporose (NIO) zu einem „Lauf gegen Osteoporose“ an den Start. Ihr gemeinsames Anliegen: Die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die „stille Krankheit“ und die rechtzeitige Diagnose und Therapie von Risiko-Patienten.
Osteoporose - das behandelbare Volksleiden
Osteoporose (Knochenschwund) zählt zu den großen Volkskrankheiten unserer Zeit. Allein in Deutschland sind nach aktuellen Erhebungen rund 7,8 Millionen Menschen betroffen. Doch wird die Krankheit häufig viel zu spät diagnostiziert und behandelt. Die Folgen sind schwerwiegend: 330.000 Knochenbrüche jährlich, davon ca. 160.000 der Wirbelsäule und der Hüfte. Für die Betroffen bedeutet dies nicht selten eine verkürzte Lebenserwartung, Invalidität und Pflegebedürftigkeit.
„Osteoporose rechtzeitig zu diagnostizieren und wirksam zu behandeln, sollte daher das gemeinsame Ziel von Ärzteschaft, Betroffenen und Gesellschaft sein“, erklärte Professor Dr. med. Andreas Kurth, Lehrstuhlinhaber für Orthopädie an der Universitätsmedizin Mainz, kurz vor dem Lauf. „Leidvolle und für die Solidargemeinschaft kostenintensive osteoporotische Knochenbrüche können verhindert werden. Die hierfür notwendigen ärztlichen Maßnahmen und Handlungsanleitungen sind in der S3-Leitlinie des wissenschaftlichen Dachverbandes Osteologie (DVO) grundgelegt.“
Sensibilisierung für die „stille Krankheit“
Gerade die Hochrisiko-Gruppe der über 70-jährigen Frauen und über 80-jährigen Männer wird in Deutschland selten auf das Krankheitsbild der Osteoporose hin untersucht. Ein deutliches Indiz für das mangelnde gesellschaftliche Bewusstsein in Bezug auf die „stille Krankheit“, die aufgrund fehlender äußerer Symptome häufig zu spät – erst in Folge eines ersten Knochenbruches – diagnostiziert wird. Eines der wichtigsten mit dem ´Bundestagslauf gegen Osteoporose` verbundenen Ziele der NIO ist daher die gesellschaftliche Sensibilisierung für das Krankheitsbild und das Leid der Betroffenen: „Dies ist nicht nur physischer, sondern auch psychischer Natur“, erläuterte Ingeborg Linde vom Dachverband deutschsprachiger Osteoporose-Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose-Organisationen (DOP). „Es gründet in einer mit der körperlichen Einschränkung verbunden Isolation der Betroffenen und der daraus verstärkt empfundenen Hilflosigkeit im Umgang mit den Begleiterscheinungen und Folgen der Erkrankung.“
Nationale Initiative gegen Osteoporose (NIO)
In der Nationalen Initiative gegen Osteoporose (NIO) haben sich die deutschen Mitgliedsgesellschaften des wissenschaftlichen Dachverbandes Osteologie e.V. (DVO), des Dachverbandes deutschsprachiger Osteoporose-Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose-Organisationen (DOP) und die Bone and Joint Decade (BJD) zusammengeschlossen. Gemeinsam soll das Auge der Öffentlichkeit verstärkt auf das chronische Volksleiden gelenkt werden. „Dass die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Politik für das Krankheitsbild mit dem ´Bundestagslauf gegen Osteoporose` in Deutschland ein so prominentes und weltweit einzigartiges mediales Forum gefunden hat, macht uns glücklich und hoffnungsvoll“, so Dr. med. Karsten Dreinhöfer, Chefarzt der Orthopädischen Klinik Medical Park, Berlin Humboldtmühle. Die „stille Krankheit“ steht auch im Fokus der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) deklarierten Bone and Joint Dekade (BJD), dem Jahrzehnt der Knochen- und Gelenkerkrankungen. Der ´Lauf gegen Osteoporose‘ wird Im Rahmen der weltweiten „Invest in Your Bones“- Kampagne von der International Osteoporosis Foundation (IOF) gefördert.
Bildmaterial vom „Lauf gegen Osteoporose“ und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.n-i-o.org - „Presse“.














