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Pick-up-Stellen für Medikamente gefährden die Patienten – und kosten qualifizierte Arbeitsplätze

27.04.200916:41 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Auf der Frühjahrssitzung der Apothekengewerkschaft ADEXA vom 24. bis 26. April in Bad Hersfeld wurden gesundheits- und berufspolitische Themen wie die Pick-up-Stellen für Arzneimittel in Drogeriemärkten diskutiert.

Neben der Bedrohung qualifizierter Arbeitsplätze in Apotheken standen dabei folgende Kritikpunkte im Fokus:

• Arzneimittel werden trivialisiert – Pick-ups in Drogerien sind der Einstieg zum Verkauf von Arzneimitteln in Supermärkten und Tankstellen.

• Der Schutz der Verbraucher leidet, da die persönliche Beratung in sehr vielen Fällen entfällt.

• Das dichte Netz der Apotheken im ländlichen Raum wird löcherig.

Das Fazit der Sitzungsteilnehmer und die Forderung an die Politik war denn auch, Pick-up-Stellen für Arzneimittel ganz zu verbieten, statt sie durch qualitative Vorgaben „nachzurüsten“.

Ihre Vorstandsbilanz stellte die Erste Vorsitzende von ADEXA, Barbara Neusetzer, unter ein Motto von Henry Ford: „Zusammenkunft ist ein Anfang, Zusammenhalt ist ein Fortschritt, Zusammenarbeit ist der Erfolg“. Ein Beispiel ist das Europaforum für Vertreter von Apothekenangestellten, das in Hamburg auf der Interpharm gestartet wurde. Aber auch auf nationaler Ebene pflegt ADEXA intensiven Kontakt mit anderen Berufsverbänden, mit der Standesvertretung und mit dem pharmazeutischen Nachwuchs.

Tanja Kratt, als Zweite Vorsitzende in der ADEXA-Doppelspitze für den Tarifbereich zuständig, gab einen Überblick über die Ergebnisse, die die Tarifkommission mit dem ADA (Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken) und den Arbeitgebern im Kammerbezirk Nordrhein (TGL Nordrhein) erzielt hat. Der Abschluss zweijähriger Gehaltstarife darf in Zeiten der Wirtschaftskrise mit Recht als großer Erfolg gewertet werden.

Eine Wiederannäherung der beiden Arbeitgeberverbände und damit die Angleichung der gehalts- und rahmentariflichen Bedingungen ist derzeit nicht abzusehen. Mit dem ADA wird es voraussichtlich zur Jahresmitte Gespräche zur leistungsorientierten Bezahlung (LOB) geben. Für Nordrhein finden Ende April Verhandlungen zu den Details des dortigen LOB-Tarifes statt.

In der Fachgruppe der PTA-KollegInnen ist die Novellierung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung das zentrale Thema auch der nächsten Monate.

Silke Kaja, Geschäftsführerin der ADEXA Wissenswerkstatt, stellte das ausgebaute Angebot an Tagesseminaren des gewerkschaftsnahen Fortbildungsträgers vor.

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