20.04.2009 - 08:51 - Politik, Recht & Gesellschaft
Agro-Gentechnik - Der Spuk ist noch nicht vorbei - Nürnberger ÖDP fordert aktiven Beitrag für Gentechnikfreiheit
Pressemitteilung von: Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Kreisverband Nürnberg
ÖDP-Antrag am Mittwoch im Umweltausschuss:
Aktiver Beitrag der Stadt Nürnberg zum Bündnis "Gentechnikanbaufreie Region" ist nun gefragt
Dem Ungeist der Genmanipulation muss in EU-Verträgen und Landesverfassungen ein Riegel vorgeschoben werden!
NÜRNBERG / Am kommenden Mittwoch wird im Umweltausschuss der ÖDP-Antrag zur Gentechnikfreiheit in Nürnberg vom 29.11.2008 behandelt. Der erste wichtige Schritt zu den darin formulierten Zielen wurde bereits in der Stadtratssitzung vom 18.02.2009 vollzogen: Die Stadt Nürnberg schloss sich offiziell dem Bündnis "Gentechnikanbaufreie Region Nürnberg" an. "Das war eine wichtige Positionierung. Jetzt müssen diesem Bekenntnis aber auch Taten folgen. Der weitergehende ÖDP-Antrag befasst sich nun damit, welchen Beitrag die Stadt selbst leisten kann, um gentechnikanbaufrei zu werden bzw. zu bleiben", so ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger. "Der Antrag wurde zu einem Zeitpunkt gestellt, als sowohl auf Bundesebene als auch in der bayerischen Landespolitik die Gefahren der Grünen Gentechnik noch weitgehend verkannt wurden. Die Bundesregierung hatte angekündigt, eine EU-Richtlinie umzusetzen, indem GVOs zugelassen werden sollten und ein Nebeneinander von ökologischen, konventionellen und gentechnisch veränderten Kulturen möglich gemacht werden sollte! Dem zunehmenden Druck der Basis haben wir es zu verdanken, dass sich jetzt doch nach langem Zögern auch eine Frau Aigner noch zu einem Genmais-Verbot durchringen konnte. Das ist ein verdienter Sieg der Basis-Bewegung gegen die Genmanipulation", so der Ökodemokrat.
Aigners Amtsvorgänger Seehofer und Künast hätten sich lange genug um das Verbot herumgedrückt, weil sie – ähnlich wie die zwei Nürnberger FDP-Stadträte – an die angeblich mögliche Koexistenz von Genmanipulation und Biolandwirtschaft glaubten. Nicht nur FDP und CSU, sondern auch viele Freie Wähler hätten in den vergangenen Jahren von den Chancen der Genmanipulation geschwärmt. Den Widerstand hätten ganz andere getragen! Die ÖDP habe sich dem Ziel der Gentechnikfreiheit schon immer verschrieben.
Schrollinger hofft nun, dass in Nürnberg konkrete Schritte folgen, angefangen von der Unterstützung des Lebensmittelhandwerks, auf Futtermittel ohne GVOs zu setzen bis hin zur konsequenten Überprüfung aller städtischen Einrichtungen und deren Bezugsfirmen.
"Das bundesweite Verbot von MON 80 ist sicher ein wichtiger Schritt. Es ist aber letztlich nur ein Baustein.
Der Spuk ist noch nicht vorbei! Dem Anbau von anderen genveränderten Organismen ist noch kein Riegel vorgeschoben worden! In den Koalitionsverträgen auf Bundesebene und auch in Bayern wabert immer noch der alte Geist der Genmanipulation. Erst wenn das Ziel der gentechnikfreien Landwirtschaft Eingang in EU-Verträge und Landesverfassungen gefunden hat, können wir wirklich aufatmen," resümiert Schrollinger.
"Wir haben nach wie vor auch in Nürnberg die Pflicht, alle erdenklich möglichen Mittel dafür einzusetzen, dass der ökologische und auch der herkömmliche konventionelle Landbau sowie die Imkerei in der gewohnten Form bestehen bleiben kann."
Die Nürnberger ÖDP lädt aus aktuellem Anlass am kommenden Freitag zu einem Vortrag ein zum Thema "Agro-Gentechnik - ein Fall für den UN-Menschenrechtsausschuss!" mit der Gründerin der Aktion "Gen-Klage" Christiane Lüst ein. Die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen Menschenrechten und gentechnisch veränderter Nahrung werden anschaulich aufgegriffen: 24.04. um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Frauenkirche (Winklerstr. 31). Weitere Informationen über die Aktion GEN-Klage unter www.stopptgennahrungsmittel.de
Weitere Informationen zum Vortrag unter www.oedp-nuernberg.de
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP)
Kreisverband Nürnberg
Postfach 51 02 52
90216 Nürnberg
www.oedp-nuernberg.de
Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) ist eine wertorientierte Partei der ökologischen und sozialen Mitte. Sie zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sie um ihrer politischen Unabhängigkeit willen komplett auf Konzernspenden verzichtet.
Aktiver Beitrag der Stadt Nürnberg zum Bündnis "Gentechnikanbaufreie Region" ist nun gefragt
Dem Ungeist der Genmanipulation muss in EU-Verträgen und Landesverfassungen ein Riegel vorgeschoben werden!
NÜRNBERG / Am kommenden Mittwoch wird im Umweltausschuss der ÖDP-Antrag zur Gentechnikfreiheit in Nürnberg vom 29.11.2008 behandelt. Der erste wichtige Schritt zu den darin formulierten Zielen wurde bereits in der Stadtratssitzung vom 18.02.2009 vollzogen: Die Stadt Nürnberg schloss sich offiziell dem Bündnis "Gentechnikanbaufreie Region Nürnberg" an. "Das war eine wichtige Positionierung. Jetzt müssen diesem Bekenntnis aber auch Taten folgen. Der weitergehende ÖDP-Antrag befasst sich nun damit, welchen Beitrag die Stadt selbst leisten kann, um gentechnikanbaufrei zu werden bzw. zu bleiben", so ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger. "Der Antrag wurde zu einem Zeitpunkt gestellt, als sowohl auf Bundesebene als auch in der bayerischen Landespolitik die Gefahren der Grünen Gentechnik noch weitgehend verkannt wurden. Die Bundesregierung hatte angekündigt, eine EU-Richtlinie umzusetzen, indem GVOs zugelassen werden sollten und ein Nebeneinander von ökologischen, konventionellen und gentechnisch veränderten Kulturen möglich gemacht werden sollte! Dem zunehmenden Druck der Basis haben wir es zu verdanken, dass sich jetzt doch nach langem Zögern auch eine Frau Aigner noch zu einem Genmais-Verbot durchringen konnte. Das ist ein verdienter Sieg der Basis-Bewegung gegen die Genmanipulation", so der Ökodemokrat.
Schrollinger hofft nun, dass in Nürnberg konkrete Schritte folgen, angefangen von der Unterstützung des Lebensmittelhandwerks, auf Futtermittel ohne GVOs zu setzen bis hin zur konsequenten Überprüfung aller städtischen Einrichtungen und deren Bezugsfirmen.
"Das bundesweite Verbot von MON 80 ist sicher ein wichtiger Schritt. Es ist aber letztlich nur ein Baustein.
Der Spuk ist noch nicht vorbei! Dem Anbau von anderen genveränderten Organismen ist noch kein Riegel vorgeschoben worden! In den Koalitionsverträgen auf Bundesebene und auch in Bayern wabert immer noch der alte Geist der Genmanipulation. Erst wenn das Ziel der gentechnikfreien Landwirtschaft Eingang in EU-Verträge und Landesverfassungen gefunden hat, können wir wirklich aufatmen," resümiert Schrollinger.
"Wir haben nach wie vor auch in Nürnberg die Pflicht, alle erdenklich möglichen Mittel dafür einzusetzen, dass der ökologische und auch der herkömmliche konventionelle Landbau sowie die Imkerei in der gewohnten Form bestehen bleiben kann."
Die Nürnberger ÖDP lädt aus aktuellem Anlass am kommenden Freitag zu einem Vortrag ein zum Thema "Agro-Gentechnik - ein Fall für den UN-Menschenrechtsausschuss!" mit der Gründerin der Aktion "Gen-Klage" Christiane Lüst ein. Die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen Menschenrechten und gentechnisch veränderter Nahrung werden anschaulich aufgegriffen: 24.04. um 19.30 Uhr im Gemeindesaal der Frauenkirche (Winklerstr. 31). Weitere Informationen über die Aktion GEN-Klage unter www.stopptgennahrungsmittel.de
Weitere Informationen zum Vortrag unter www.oedp-nuernberg.de
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