(openPR) Leider hat das Gehirn keine Löschtaste. Was wissen wir heute über Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung?
Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung zeigen immer deutlicher, wie starke Emotionen, die durch Verlust, Trauer oder Alleingelassenwerden entstehen, in körperliche Schmerzen übersetzt werden können – ein Vorgang, den der Volksmund in Worten wie Seelenschmerz schon lange kennt. In ihrem Vortrag spricht Dr. Franziska Hartl, Stationsärztin der psychosomatischen Abteilung der Simssee Klinik in Bad Endorf, über Unterschiede zwischen akutem und chronischem Schmerz.
Weitere Themen sind das manchmal schwierige Arzt-Patienten-Verhältnis bei anhaltenden chronischen Schmerzen und was es bewirkt, sich als Simulant abgestempelt zu fühlen. Die Medizinerin möchte in ihrem Vortrag wegführen von einem eindimensionalen Krankheitsverständnis, das Beschwerden entweder körperlichen oder seelischen Ursachen zuschreibt. Dafür zeigt sie Ansatzpunkte für eine aktive Schmerztherapie auf, die dem Schmerzpatienten den Weg aus Überlastung (Ein Indianer kennt keinen Schmerz) und Vermeidung (nichts geht mehr) ermöglichen. Am Ende soll die Hoffnung auf ein lebenswertes Leben trotz Schmerzen stehen.
Der Vortrag beginnt am Mittwoch, den 6. Mai um 19.30 Uhr in der Simssee Klinik in Bad Endorf im Haus C, Raum Simssee. Unkostenbeitrag: drei Euro. Keine Voranmeldung.
Die InfoPlus Vortragsreihe ist ein Angebot der Gesundheitsakademie Chiemgau. Die Vorträge finden wöchentlich jeweils am Mittwochabend in der Simsseeklinik Bad Endorf, in der Klinik St. Irmingard in Prien oder im Ambulanten Reha- und Gesundheitszentrum Rosenheim statt.
Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch unter Telefon 08053 200-170 oder www.gesundheitsakademie-chiemgau.de.















