14.04.2009 - 14:50 - Vereine & Verbände

Die Sprache der Feuerbestattung

Pressemitteilung von: Mitteldeutscher Feuerbestattungsverein e.V.
PR Agentur: LIXX CONSULT LTD.

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Mitteldeutscher Feuerbestattungsverein e.V.
Die Ostfriesen-Zeitung aus Leer berichtete in ihrer Ausgabe vom 18. März 2009 über das neue Krematorium in Aurich, welches Anfang Februar 2009 den Betrieb aufgenommen hat.

In diesem Bericht heißt es u.a.: „Die Verstorbenen, die bislang im Gewerbegebiet Schirum II verbrannt wurden, stammen nach Angaben des Betreibers vor allem aus Aurich, Norden, Emden, Leer und Papenburg sowie Gemeinden zwischen diesen Städten.“

Diese und ähnliche Formulierungen sind in der Berichterstattung über die Feuerbestattung im Allgemeinen und Feuerbestattungseinrichtungen im Besonderen leider keine Seltenheit. Dabei sollte jedem, der ein gewisses Pietätsempfinden für sich in Anspruch nimmt, einleuchten, dass sich die Begriffe „Verstorbener“ und „verbrennen“ einander ausschließen.

Dass es sich hierbei nicht lediglich um eine Überempfindlichkeit einiger weniger handelt, zeigt ein Blick in die VDI-Richtlinie 3891 – Einäscherungsanlagen. Diese vom Verein Deutscher Ingenieure erstellten Regeln stellen – ebenso wie VDI-Richtlinien in anderen Bereichen – die wichtigsten Arbeitsgrundlagen für Betreiber von Feuerbestattungseinrichtungen, aber auch für die einschlägigen Fachbehörden und sogar für den Gesetzgeber dar.
Diese besagte VDI-Richtlinie 3891 empfiehlt bereits in ihrer Einleitung, Begriffe wie „Kremation“, Verbrennung“, „Kremieren“ und „Verbrennen“ strengstens zu vermeiden.

Wir können mit Genugtuung feststellen, dass sich diese Empfehlungen zumindest im Bereich der privaten Feuerbestattungseinrichtungen weitestgehend durchgesetzt haben. So wird sogar mehr und mehr auf den Begriff „Krematorium“, welcher aufgrund des Massenmordes in den NS-Vernichtungslagern in Deutschland eindeutig negativ belegt ist, verzichtet. Vorreiter war sicherlich die Gütegemeinschaft FLAMARIUM® aus Halle (Saale) und Kabelsketal, welche den Begriff „Krematorium“ bereits im Jahr 2000 verbannt hat. Nach dem Vorbild FLAMARIUM® nennen sich andere Einrichtungen nunmehr „Ignarium“ (Rheinland-Pfalz) oder schlicht „Die Feuerbestattungen“ (derzeit 11 Einrichtungen in Norddeutschland).

Der Mitteldeutsche Feuerbestattungsverein wird auch in Zukunft die Berichterstattung über das Feuerbestattungswesen beobachten und sprachliche Entgleisungen aufdecken.

Es sei zum Abschluss noch darauf hingewiesen, dass sich nach unserer Meinung auch die Begriffe „Feuerbestattung“ und „Gewerbegebiet“ einander ausschließen. In diesem Bereich ist aber nach einigen obergerichtlichen Entscheidungen, welche die Errichtung von Feuerbestattungseinrichtungen in Gewerbegebieten für unzulässig erklärt haben, viel Bewegung. Wir werden auch diese Entwicklung weiter beobachten.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Mitteldeutscher Feuerbestattungsverein e.V.
Herr Heinz Knoche, Vorstand
Landrain 25
06118 Halle (Saale)
Tel.: 0180 – 263 33 28
www.mitteldeutscher-feuerbestattungsverein.de

Die Feuerbestattung hat in Deutschland eine über 100-jährige Tradition. Das erste Krematorium in Deutschland wurde 1878 in Gotha unter maßgeblicher Mitwirkung eines Feuerbestattungsvereins gegründet.

Feuerbestattungsvereine waren schon immer Vereinigungen mit einer hohen sozialen Kompetenz. In den Krisenzeiten der Weimarer Republik etwa waren Bestattungen für die breite Masse der Bevölkerung ein erheblicher Kostenfaktor. Hier boten die vielerorts gegründeten „Volks-Feuerbestattungsvereine“ Abhilfe. Diese führten bei einem geringen Mitgliedsbeitrag für ihre Mitglieder die Bestattungen in Eigenregie auf gemeinwirtschaftlicher Basis durch. Somit war eine würdevolle Feuerbestattung auch für wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerungsgruppen gesichert.

Nachdem der Gesetzgeber im Jahre 2004 das schon unter Bismarck im 19. Jahrhundert eingeführte Sterbegeld abgeschafft hat, sind Bestattungen für viele Menschen wieder ein erheblicher Kostenfaktor geworden. Im Zuge dessen ist die Feuerbestattung zu einer „Billigbestattung“ verkommen. Verstorbene werden aus Kostengründen lediglich „entsorgt“, ohne dass etwa in einer Trauerfeier ihrer gedacht wird.

Der Mitteldeutsche Feuerbestattungsverein hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Kostendruck für seine Mitglieder und deren Angehörigen zu mindern.
Über einen starken Partner, die Gütegemeinschaft FLAMARIUM®, welche in Mitteldeutschland zwei moderne Feuerbestattungseinrichtungen betreibt, garantieren wir unseren Mitgliedern im Sterbefall eine kostenlose Einäscherung und damit ein wichtiges Element für eine würdevolle Feuerbestattung!


Vorteile einer Mitgliedschaft:

• Sie haben Anspruch auf eine Einäscherung im Sterbefall, wobei die Kosten für diese Einäscherung mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten sind.

• Der Mitgliedsbeitrag beträgt lediglich 12,- €.

• Ihr Anspruch wird dokumentiert in einer Urkunde, welche Sie bitte zu Ihren persönlichen Unterlagen nehmen.

• Keine Altersbegrenzung, keine Gesundheitsuntersuchung.
Ein einfacher Antrag genügt, das Antragsformular erhalten Sie von uns auf Nachfrage.

• Wir sind keine Versicherung sondern eine Solidargemeinschaft.
Sie können tatkräftig in einer starken Gemeinschaft die Bestattungskultur in Mitteldeutschland fördern.

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