(openPR) Als nicht zielführend bezeichnet der Tierschutzfachverband “Arbeitsgemeinschaft für argterechte Nutztierhaltung” e.V. (AGfaN) den Vorschlag von Bundesministerin Aigner, den Erzeugerpreis für Milch durch einen Mehrverbrauch von einem Liter Milch pro Kopf und Woche anzuheben. Konsequent weitergedacht bedeutet diese Empfehlung, dass die Bürger auch bei sinkenden Fleischpreisen mehr Fleisch und Fleischwaren sowie bei sinkenden Getreidepreisen noch mehr Brot und Kuchen essen müssten.
Der anlässlich der Magdeburger Agrarministerkonferenz gemachte Vorschlag der Ministerin lasse die Tatsache unberücksichtigt, dass die Menschen Nahrung zu sich nehmen, um sich zu ernähren. Essen und Trinken diene also nicht dem Zweck der Einkommenssicherung der Produzenten. Das gelte umso mehr, als die deutsche Bevölkerung schon heute großenteils überernährt ist. Die Folge sind Übergewicht und die damit verbundene zunehmende Zahl ernährungsbedingter Krankheiten wie zum Beispiel die des Herz-Kreislauf-Systems, des Magen-Darm-Traktes und des Stoffwechselsystems. “Statt die Fehlentwicklung zur Überernährung noch weiter anzuheizen, sollte Frau Aigner lieber der Geiz-ist-geil-Mentalität entgegenwirken und sich besonders für gerechte Erzeugerpreise einsetzen, die von Aldi, Lidl Co. durch ihren auf dem Rücken der Landwirte ausgetragenen Preiskampf verhindert werden,” meint der Vorsitzende der AgfaN, Eckard Wendt. Die AGfaN sei überzeut, dass die Konsumenten mehr denn je bereit sind, gerecht und ehrlich kalkulierte Erzeugerpreise zu bezahlen. Sie schlägt deshalb vor, dass die Kunden - abgesichert durch ein entsprechend geschütztes und kontrolliertes Zeichen - auf landwirtschaftliche Produkte einen ausgewiesenen Mehrpreis bezahlen, der direkt an die Landwirte weitergeleitet wird. Als Beispiel könne das Modell der “Erzeuger fair Milch” der Upländer Bauernmolkerei dienen: http://www.bauernmolkerei.de/index.php?id=5520&=fe72c310e358bdcacc4e382ae09aa0c9.
Wichtig wäre es auch, ein entspechendes Modell für Fleisch und Fleischprodukte zu entwickeln, wobei die Verbraucher dann zwischen Ware aus verschiedenen Haltungssystemen unterscheiden können sollten, um über den Preis zugunsten besonders tiergerechter Tierhaltungen abstimmen zu können.













