02.04.2009 - 15:42 - IT, New Media & Software

Fördern statt Verbieten - Panel im Rahmen der Munich Gaming diskutierte über Strategien der Games-Förderung

Pressemitteilung von: Cluster Audiovisuelle Medien

Bild im Großformat
v.l.n.r.: Malte Behrmann, Barbara Schardt, Dorothee Bär, Hendrik Lesser
470.000 Euro stehen im kommenden bayerischen Haushalt nach Angaben der bayerischen Staatskanzlei erstmals für die Förderung interaktiver Unterhaltungssoftware zur Verfügung. Nach welchen Kriterien diese Mittel vergeben werden sollten, diskutierten gestern im Rahmen des Münchner Fachkongresses „Munich Gaming“ Dorothee Bär (MdB und stellv. Generalsekretärin der CSU), Malte Behrmann (G.A.M.E. Bundesverband der Entwickler von Computerspielen) und Hendrik Lesser (Remote Control Productions) auf dem Panel „Standort Deutschland: Förderung der Spielebranche“, das vom Cluster audiovisuelle Medien (CAM) organisiert worden war.

In der Debatte um den kulturellen Wert von Videospielen sieht Behrmann Deutschland auf einem guten Weg. Beigetragen habe dazu auch die erstmalige Verleihung des Deutschen Computerspielpreises am Dienstag dieser Woche. Dessen Entwicklung sei, so Behrmann, von der Bundestagsabgeordneten Bär als Mitglied des Kulturausschusses wesentlich vorangetrieben worden. Laut Bär soll mit dieser Form der nationalen Förderung von Computerspielen eine Signalwirkung erzielt werden. „Nach der vorher ausschließlich negativ geführten Debatte um die Gefahr von Videospielen wollten wir die positive Beispiele in den Vordergrund rücken“, sagte Bär. Durch das Preisgeld solle ein Anreiz für weitere Spielentwicklungen dieser Art geschaffen werden.“

Einig waren sich alle Referenten, dass die öffentliche Förderung von Computerspielen ein notwendiger Schritt ist, um das deutsche Produktionsvolumen zur erhöhen. Momentan, so Behrmann, stammten nur fünf bis zehn Prozent aller weltweit erhältlichen Spiele aus Deutschland. „Die Filmförderung“, so Behrmann weiter, „hat vorgemacht, wie mit gezielter öffentlicher Förderung der Anteil des heimischen Produkts am Gesamtmarkt gesteigert werden kann.“ Insofern sei es konsequent, die Computerspielförderung bei den schon vorhandenen Medienförderinstitutionen der Bundesländer anzusiedeln und von deren Erfahrung zu profitieren.

Öffentliche Förderung zur Entwicklung von Prototypen ist laut Lesser, der in München mehrere Entwicklerstudios betreibt, besonders wichtig. „Gerade in der ersten Phase“, so Lesser „fehlt oft das nötige Geld.“ Eine Produktionsförderung könne im Verlauf des Produktionsprozesses ergänzend hinzukommen. Sowohl Lesser als auch Behrmann unterstrichen, dass sich die Förderung nicht auf einzelne Genres beschränken, sondern die gesamte Bandbreite an Spielen berücksichtigen solle. Weniger wichtig sei die Förderung von Events und Firmengründungen.

Deutsche und internationale Verlage über ein Public-Private-Partnership in das Fördersystem mit einzubinden, ist nach Ansicht aller Gesprächsteilnehmer ein erstrebenswertes Ziel. Dieses Thema müsse aber „behutsam“ angegangen werden, so Behrmann. „Langfristig“, ergänzte Lesser, „dürfen sich die Verlage aber nicht ihrer Verantwortung entziehen.“

In einem Eingangsreferat hatte der Verbandsvorsitzende Behrmann deutsche und internationale Förderstrategien für die Computerspielbranche vorgestellt. Er unterstrich in diesem Zusammenhang, dass seiner Ansicht nach Förderung der beste Jugendschutz sei.

Fotos in Druckqualität sowie weitere Informationen zum CAM-Panel finden Sie unter www.cam-bayern.de/munichgaming.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Cluster audiovisuelle Medien
eine Abteilung der FilmFernsehFonds Bayern GmbH
Sonnenstraße 21
80331 München
www.cam-bayern.de

Pressekontakt:
Christiana Wertz
Tel.: 089 - 544 602 40
Email:

Über Cluster audiovisuelle Medien (CAM):

CAM ist eine Initiative der bayerischen Staatsregierung, die das Ziel verfolgt, den Medienstandort Bayern durch strategisch ausgerichtete Netzwerkaktivitäten zu fördern und zu stärken. Seit August 2006 hat CAM rund 80 Veranstaltungen mit zumeist medienübergreifender Perspektive organisiert, die von über 5000 Personen genutzt wurden. 2009 widmet sich CAM insbesondere den Themenschwerpunkten Games, Animation, Filmtechnik und Finanzierung von Medienproduktionen. CAM ist eine Abteilung der FilmFernsehFonds Bayern GmbH.

Weitere Informationen unter www.cam-bayern.de

News-ID: 297702 • Views: 702

Mitteilung teilen und kommentieren


Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:


Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.

Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr