(openPR) Berlin, 2.April 2009. Neueste Zahlen des Deutschen Müttergenesungswerkes (MGW) bestätigen erneut die Wirksamkeit der Gesundheitsreform im Bereich der Mütter- und Mutter-Kind-Maßnahmen: Rund 47.000 Mütter mit 68.000 Kindern haben 2008 in den vom Müttergenesungswerk anerkannten Einrichtungen eine mütterspezifische Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt. Das sind fast 10% mehr Frauen und
8 % mehr Kinder als im Vorjahr. Dies ergab die neueste Statistik des Müttergenesungs-werkes zu Ablehnungen und Widersprüchen von Vorsorge- und Rehamaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind. Befragt wurden die bundesweiten Beratungsstellen im Müttergenesungswerk bei den Wohlfahrtsverbänden.
„Die Beratungsstellen helfen den Müttern bei der Beantragung der Maßnahmen bei den Krankenkassen. Die Ablehnungsquote liegt nun bundesweit bei 27% und ist damit wieder gesunken“, so Anne Schilling bei der Bekanntgabe der Zahlen in Berlin. „Allerdings werden noch immer 40% der Ablehnungen mit der Begründung ’ambulant vor stationär’ ausgesprochen“, erklärt Anne Schilling weiter. „Das ist illegal. Diese Regelung hat bereits seit 2007 keine Gültigkeit mehr. Das Einlegen von Widerspruch hilft, denn auch 2008 waren 49 % aller Widersprüche erfolgreich.“
Nach Angaben des Müttergenesungswerkes sind auch die Unterschiede in der Bewilligungspraxis in den einzelnen Bundesländern bedenklich. In Berlin werden von den Krankenkassen 16% der Anträge abgelehnt, während es in Hamburg, Sachsen und Schleswig-Holstein mehr als doppelt so viele Ablehnungen sind (35%).
Negativer Spitzenreiter bei der Ablehnungsquote ist wieder die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) mit 54% Ablehnungen. „Angesichts von 2,1 Millionen Müttern (lt. Ifes-Studie des BMFSFJ 2007) mit akutem Bedarf an einer solchen Gesundheitsmaßnahme raten wir gerade ihnen bei der Wahl einer Krankenkasse auf die Qualität von Familienleistungen wie Mutter-Kind-Maßnahmen zu achten“, betont Anne Schilling. „Mit der Einführung des Gesundheitsfonds müssen Krankenkassen die Gesundheitsbedürfnisse heutiger und zukünftiger Mütter und Väter ernst nehmen, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen.“
Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie auf der Homepage des Müttergenesungswerkes www.muettergenesungswerk.de unter „Beratungsstellensuche“ oder am Kurtelefon des MGW unter (030) 33 00 29-29.
Das vollständige Zahlenwerk finden Sie unter www.muettergenesungswerk.de / Fachinformation / Müttergenesungswerk in Zahlen / Statistik der Vermittlungs- und Beratungsstellen 2008.





