(openPR) Eine kontinuierliche telefonische Beratung und Nachsorge bei Koronarpatienten und bei Diabetikern kann die Lebensführung der Patienten günstig beeinflussen und das Krankheitsrisiko senken, berichten Experten in der aktuellen Ausgabe von "Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation" (Gastherausgeber: PD Dr. Oskar Mittag und Dipl.-Psych. Andrea Döbler, Univ.-Klinik Freiburg).
In einer eigenen Studie beobachteten Döbler und Mittag eine große Spannweite hinsichtlich der Einstellung gegenüber einer telefonischen Nachsorge: vom Empfinden monatlicher Anrufe als Kontrolle über Interesse an neuen medizinischen Informationen bishin zur Dankbarkeit für eine persönliche Unterstützung. "Als wichtiger Bereich für die Nachsorge kristallisierte sich neben Ernährung und Bewegung die psychische Befindlichkeit heraus."
Dres. Gabriele Köhler, Mirca Habel und Marc Kurepkat (Essen) ziehen aus ihrer Studie das Fazit: "Die Akzeptanz einer Beratung und die Umsetzung der Beratungsinhalte ist davon abhängig, ob der Beratende es versteht,
- sein Wissen kompetent zu vermitteln,
- individuelle Problemstellungen und die persönlichen Probleme der Patienten aufzugreifen,
- gemeinsame Lösungen zu erarbeiten und
- eine Vertrauensbasis zu schaffen."
In zahlreichen internationalen Arbeiten wurde nachgewiesen, dass speziell geschulte Pflegekräfte die besten Nachsorgeergebnisse erzielen.
Oskar Mittag, Andrea Döbler (Gastherausgeber):
Telefonisches Disease Management bei Diabetes Mellitus II.
Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation 82 (2008)
Pabst, Lengerich/Berlin, Hrsg.: Manfred Zielke












