(openPR) Am Montag, 23.03.2009 besuchten die beiden SPD–Landtagsabgeordneten Maria Noichl und Kathrin Sonnenholzner die Schön Klinik Rosenheim. Bei einer Führung durch das Gebäude erläuterten Chefarzt Dr. Jens Trögner und die beiden kaufmännischen Leiter Birgit Wezel und Alexander Zugsbradl das Konzept der Fachklinik: Medizin, zugeschnitten auf die speziellen Bedürfnisse älterer Menschen.
Als Fachklinik für geriatrische Rehabilitation ist die Schön Klinik Rosenheim spezialisiert auf Altersheilkunde. Chefarzt Trögner zeigte die Ziele auf: „Wir wollen den Gesundheitszustand der Patienten soweit wieder herstellen, dass sie in ihre gewohnte Umgebung zurückkehren und sich im Optimalfall selbst versorgen können.“ Dies gelinge in über 80 Prozent der Fälle. Die kaufmännische Leiterin Birgit Wezel ergänzt, „durch die hohe Erfolgsquote der Klinik, wird der Gesundheitszustand der Patienten deutlich verbessert und insbesondere stabilisiert. Die behandelten Patienten gewinnen nicht nur erheblich an Lebensqualität, auch die Kosten der Nachbehandlung werden enorm reduziert.“ Besonderer Wert wird in der Geriatrie auf den Erhalt der Selbständigkeit und Mobilität gelegt. Möglich wird dies durch das sogenannte „Dorfplatzkonzept“. Im zentralen Bereich jeder Station gibt es einen Sammelpunkt. Dort treffen sich Patienten zu gemeinsamen Aktivitäten. Noichl und Sonnenholzner erlebten begeistert einen der Dorfplätze, während dort gerade eine Gruppentherapie abgehalten wurde. „Der Kontakt der Patienten untereinander belebt, motiviert und fördert damit zusätzlich den Behandlungserfolg. Ziel ist die Vermeidung der Pflegebedürftigkeit“, erklärte Trögner.
In der Klinik ist die Arbeit von Fachärzten, Therapeuten, Pflegepersonal und Mit-arbeitern des Sozialdienstes eng verknüpft. Laut Trögner können nur so optimale Ergebnisse erzielt werden. Maria Noichl erinnert sich an ihre Zeit als Leiterin eines Seniorenheims: „Die fachübergreifende Zusammenarbeit der Mitarbeiter ist extrem wichtig.“ Die beiden Politikerinnen zeigten sich aber nicht nur von der interdisziplinären Organisation der Klinik beeindruckt. Noichl betont, „es ist schön eine geriatrische Einrichtung hier in Rosenheim zu haben. Dadurch können Angehörige die Patienten regelmäßig besuchen“.
Im modernen Therapiebereich konnten sich Sonnenholzner und Noichl ein Bild davon machen, wie mit Hilfe neuester Technik die Lebensqualität erheblich verbessert werden kann. So ermöglicht die computergestützte Ganganalyse, das Erfassen der gesamten Einflussfaktoren auf die Bewegung des Patienten, woraus individuelle Behandlungskonzepte für den Patienten entwickelt werden. Dadurch lässt sich die Sturzrate und damit das Verletzungsrisiko beträchtlich senken. Maria Noichl nutzte das Angebot von Chefarzt Trögner und wagte einen Test des Geräts.
In der anschließenden Gesprächsrunde erkundigte sich Kathrin Sonnenholzner, gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion, nach Problemfeldern der geriatrischen Rehabilitation. „Die Situation der Geriatrie in Bayern verbessert sich immer mehr. Letztendlich spielt sie aber weiterhin eine untergeordnete Rolle“, gab Alexander Zugsbradl, kaufmännischer Leiter, Einblick in den aktuellen Stand. Viele Patienten, die eigentlich einer geriatrischen Behandlung bedürfen, werden nicht an Geriatrieeinrichtungen überwiesen. Grund dafür ist unter anderem, dass in Bayern, anders als in den restlichen Bundesländern, eine direkte Einweisung in eine geriatrische Reha nur schwer möglich ist. Zugsbradls Wunsch: „Wir würden hier in Rosenheim Patienten gern auch direkt aufnehmen. Optimal wäre eine enge Verknüpfung von Akutbehandlung und geriatrischer Rehabilitation.“ Son-nenholzner gab zu bedenken, dass auf bundespolitischer Ebene vorerst keine schnellen Veränderungen zu erwarten sind. In Bayern sei dies anders: „Ich kann mir gut vorstellen, dass man schon jetzt eine Anhörung rund um das Thema ,Geriatriekonzept in Bayern’ für die Zeit nach der Sommerpause beantragt“, stellt Sonnenholzner in Aussicht. Sie unterstrich am Ende, dass ihr die Geriatrie sehr am Herzen liege und sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten dafür einsetzen werde.






