26.03.2009 - 12:02 - Politik, Recht & Gesellschaft
Ein tibetischer Schriftsteller und Photograph in der Provinz Gansu verhaftet
Pressemitteilung von: IGFM Muenchen
Sicherheitspersonal in Zivil im Kloster Labrang, dan der Schieflage des Bildes ist erkenntlich, daß es heimlich aufgenommen wurde
Mehreren Quellen zufolge wurde Kunga Tsayang, ein Mönch des Klosters Labrang Tashi Kyil im Bezirk Sangchu, TAP Gannan, Provinz Gansu, am 17. März 2009, vom Personal des Public Security Bureau (PSB) bei einer nächtlichen Razzia in seinem Zimmer im Kloster festgenommen.
Der aus dem Bezirk Chigdril, TAP Golog, Provinz Qinghai, gebürtige Kunga Tsayang schrieb mit Begeisterung Essays, Artikel und geschichtliche Abrisse unter dem Pseudonym Gang-Nyi („Sonne des Schneelandes“). Außerdem betätigte er sich als Amateur-Photograph. Er reiste viel in Tibet und in China und beschrieb in seinen Reiseberichten die besonderen topographischen Züge des tibetischen Hochlands sowie seine Landschaft und Kultur, die Sitten und Gebräuche und das religiöse Leben seiner Bewohner.
Kunga Tsayang ist ein gebildeter Mönch, der stolz auf sein tibetisches Erbe ist. Er gilt als begabter Schriftsteller und guter Photograph, der stets davon träumte, dieses Handwerk professionell auszuüben.
Kunga Tsayang stand schon seit geraumer Zeit unter Bewachung durch die chinesischen Behörden des Bezirks Sangchu. Er hielt sich jedoch kaum in seinem Kloster Labrang auf außer während wichtiger Gebetsfeste und Zeremonien, denn meistens war er im Zusammenhang mit seiner Arbeit als Fotojournalist in diversen Gegenden Tibets und Chinas unterwegs. Unglückseligerweise war er am 17. März im Kloster Labrang und wurde von den chinesischen Sicherheitskräften bei ihrem mitternächtlichen Überfall verhaftet.
Das TCHRD hat keine weitere Information über seinen Verbleib und sein weiteres Schicksal und ist in großer Sorge um seine Sicherheit. Vermutlich wird er an einem geheimen Ort in der Provinz Gansu festgehalten.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (IGFM)
Arbeitsgruppe München
c/o Jürgen Thierack
Rudolfstraße 1
82152 Planegg
(+49 89) 859 84 40 oder
(+49 40) 480 80 77 Angelika Mensching
www.igfm-muenchen.de
Der Auftrag der IGFM zielt auf die friedliche Verwirklichung der Menschenrechte, deklariert von den Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948, dem Tag der Menschenrechte. Seit einigen Jahren leistet die im Jahre 1972 gegründete und seitdem anerkannt gemeinnützige Gesellschaft auch mildtätige Arbeit.
Die IGFM hat Beobachterstatus beim Europarat sowie ECOSOC-(Roster) Status beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen. Die Arbeitsgruppe München hat Tibet als Schwerpunkt gewählt. Eine umfangreiche Sammlung von Texten zur Menschenrechtslage in Tibet steht auf unserer Website unter der Rubrik "Tibet", wir versenden auch kostenlos aktuelle Meldungen zu Tibet per e-mail. Anmeldung unter
News-ID: 295198 • Views: 330
Schlagwörter
Permanenter Link zu dieser Pressemeldung:
Wir freuen uns, wenn Sie z.B. auf Ihrer Presse- oder Referenzen-Seite auf openPR.de linken.
Für die Inhalte dieser Meldung ist nicht openPR.de sondern nur der jeweilige Autor verantwortlich.
Haftungsausschluss - openPR distanziert sich von dem Inhalt der Pressemitteilungen. Lesen sie hier mehr
© openPR 2011 | Impressum


