19.03.2009 - 09:59 - Energie & Umwelt
Auswirkungen des elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper
Pressemitteilung von: Redaktionsbüro für Wissenschaft
Stromunfälle und ihre Vermeidung standen im Mittelpunkt eines Workshops, zu dem der VDE eine Reihe von Experten nach Dresden eingeladen hatte. Zu den Themen gehörten Maßnahmen zur Qualitätssicherung ebenso wie die medizinisch/biologischen Aspekte eines Stromdurchflusses durch den Körper.
Schmerzhafte Erfahrungen mit elektrisch leitenden Teilen sind vermutlich kaum einem Menschen erspart geblieben. Zum Glück sind die meisten „Stromschläge“ eher glimpflicher Natur. Dabei darf nicht übersehen werden, dass dramatische Stromunfälle keineswegs selten sind. So sterben in Deutschland jährlich rund 200 Personen an den Folgen einer Stromeinwirkung auf den menschlichen Körper.
Die Folgen eines Stromunfalls sind abhängig von der Empfindlichkeit des einzelnen Gewebes. Es können Brandverletzungen entstehen, aber auch Lähmungen der Muskulatur oder Knochenbrüche und Frakturen aus Folgeunfällen, wie zum Beispiel des Sturzes von einer Leiter nach einem elektrischen Schlag.
Verantwortlich für die Folgen eines Stromunfalls ist die Leitfähigkeit des menschlichen Körpers. Kommt infolge einer Berührung ein Stromfluss durch den Körper zustande, ist dieser von der Spannung und dem resultierenden Widerstand abhängig. Der Strom verhält sich proportional zur Spannung und umgekehrt proportional zum Widerstand. Berührt der Mensch ein elektrisch leitendes Teil, wird der Stromkreis über Hände, Körper, Füße und Erdreich geschlossen. Dabei ist der Strom umso größer, je kleiner der Widerstand ist. Nasse Hände, schlecht isolierende Schuhe und großflächige Berührung machen den Widerstand klein, was einen hohen Strom zur Folge hat.
Tödliche Gefahr durch Herzkammerflimmern
Der Widerstand des menschlichen Körpers beträgt rund 1.000 Ohm. Bei einer Spannung von 230 Volt resultiert daraus ein Strom von 230 mA. Dies ist etwa der fünffache Wert des Stroms, der beim Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Herzkammerflimmern führt. Dahinter verbirgt sich eine lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung, bei der in den Herzkammern ungeordnete Erregungen ablaufen und der Herzmuskel sich nicht mehr geordnet kontrahiert. Werden nicht sofort Notfallmaßnahmen eingeleitet, dann führt das Kammerflimmern wegen der fehlenden Pumpleistung des Herzens unmittelbar zum Tode.
„Die Wirkungen der Elektrizität der Elektrizität auf den menschlichen Körper sind physikalischer und physiologischer Art“, erläuterte Electrosuisse-Mitarbeiter Jost Keller. So entstehen an den Stromeintritts- und Stromaustrittsstellen des Brandstellen, die auch als Strommarken bezeichnet werden. Aber auch im Körperinneren, wie zum Beispiel in Gelenken, an Nervenzellen oder Muskelfasern, können Brandverletzungen jeden Grades auftreten. Diese Verbrennungen sind umso größer, je höher der Strom ist und je länger der Strom fließt.
„Der VDE sorgt durch seine fachliche Gremienarbeit seit über hundert Jahren für einen sicheren Umgang mit der elektrischen Energie“, unterstrich Dr.-Ing. Hartmut Bauer vom VDE Ausschuss Sicherheit und Unfallforschung (SUF) anlässlich des Workshops. Im SUF werden regelmäßig Unfälle mit Todesfolge zur Ableitung von Schlussfolgerungen analysiert. Zu diesem Zweck werden in den meisten Gutachten die vermuteten Stromwege durch den Körper durch sorgfältige Auswertung des Unfallortes, des Stromnetzes einschließlich der beteiligten Geräte beschrieben und skizziert.
Rolf Froböse
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dr. Rolf Froböse
Redaktionsbüro für Wissenschaft
Ahornstr. 28
83512 Wasserburg
Tel: 08071-2600
Redaktionsbüro für Wissenschaft:
Themen: Chemie, Biotechnologie, Umwelt, Energie, Medizin, IT-Technik.
Partner sind u.a. diverse Fachpublikationen in nahezu allen Technologiebereichen, daneben Tageszeitungen (Die Welt, FAZ, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, Sonntagszeitung (CH) u.a.) sowie Magazine (Wirtschaftswoche, Focus, Bild der Wissenschaft, P.M., Business2.0, Das Beste aus Readers Digest u.a.). Daneben freier Mitarbeiter diverser Unternehmens- und Verbandspublikationen wie “dialog” (VDE), Future (Hoechst), Bayer Magazin, PharmaLife (Aventis), Agenda (RWE) u.a.
Schmerzhafte Erfahrungen mit elektrisch leitenden Teilen sind vermutlich kaum einem Menschen erspart geblieben. Zum Glück sind die meisten „Stromschläge“ eher glimpflicher Natur. Dabei darf nicht übersehen werden, dass dramatische Stromunfälle keineswegs selten sind. So sterben in Deutschland jährlich rund 200 Personen an den Folgen einer Stromeinwirkung auf den menschlichen Körper.
Die Folgen eines Stromunfalls sind abhängig von der Empfindlichkeit des einzelnen Gewebes. Es können Brandverletzungen entstehen, aber auch Lähmungen der Muskulatur oder Knochenbrüche und Frakturen aus Folgeunfällen, wie zum Beispiel des Sturzes von einer Leiter nach einem elektrischen Schlag.
Verantwortlich für die Folgen eines Stromunfalls ist die Leitfähigkeit des menschlichen Körpers. Kommt infolge einer Berührung ein Stromfluss durch den Körper zustande, ist dieser von der Spannung und dem resultierenden Widerstand abhängig. Der Strom verhält sich proportional zur Spannung und umgekehrt proportional zum Widerstand. Berührt der Mensch ein elektrisch leitendes Teil, wird der Stromkreis über Hände, Körper, Füße und Erdreich geschlossen. Dabei ist der Strom umso größer, je kleiner der Widerstand ist. Nasse Hände, schlecht isolierende Schuhe und großflächige Berührung machen den Widerstand klein, was einen hohen Strom zur Folge hat.
Tödliche Gefahr durch Herzkammerflimmern
Der Widerstand des menschlichen Körpers beträgt rund 1.000 Ohm. Bei einer Spannung von 230 Volt resultiert daraus ein Strom von 230 mA. Dies ist etwa der fünffache Wert des Stroms, der beim Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Herzkammerflimmern führt. Dahinter verbirgt sich eine lebensbedrohliche pulslose Herzrhythmusstörung, bei der in den Herzkammern ungeordnete Erregungen ablaufen und der Herzmuskel sich nicht mehr geordnet kontrahiert. Werden nicht sofort Notfallmaßnahmen eingeleitet, dann führt das Kammerflimmern wegen der fehlenden Pumpleistung des Herzens unmittelbar zum Tode.
„Die Wirkungen der Elektrizität der Elektrizität auf den menschlichen Körper sind physikalischer und physiologischer Art“, erläuterte Electrosuisse-Mitarbeiter Jost Keller. So entstehen an den Stromeintritts- und Stromaustrittsstellen des Brandstellen, die auch als Strommarken bezeichnet werden. Aber auch im Körperinneren, wie zum Beispiel in Gelenken, an Nervenzellen oder Muskelfasern, können Brandverletzungen jeden Grades auftreten. Diese Verbrennungen sind umso größer, je höher der Strom ist und je länger der Strom fließt.
„Der VDE sorgt durch seine fachliche Gremienarbeit seit über hundert Jahren für einen sicheren Umgang mit der elektrischen Energie“, unterstrich Dr.-Ing. Hartmut Bauer vom VDE Ausschuss Sicherheit und Unfallforschung (SUF) anlässlich des Workshops. Im SUF werden regelmäßig Unfälle mit Todesfolge zur Ableitung von Schlussfolgerungen analysiert. Zu diesem Zweck werden in den meisten Gutachten die vermuteten Stromwege durch den Körper durch sorgfältige Auswertung des Unfallortes, des Stromnetzes einschließlich der beteiligten Geräte beschrieben und skizziert.
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