09.03.2009 - 08:02 - Politik, Recht & Gesellschaft
CSD Stuttgart erfreut Einlenken des Oberbürgermeisters bei der Eingetragenen Lebenspartnerschaft
Pressemitteilung von: IG CSD Stuttgart e.V.
OB Schuster beendet Gebühren-Diskriminierung. Standesamt wird zuständige Behörde.
Via Pressemitteilung informierte Dr. Wolfgang Schuster und die Landeshauptstadt Stuttgart heute über eine für Schwule und Lesben mehr als erfreuliche Verwaltungsänderung: die Eingetragene Lebenspartnerschaft, die „Heirat“ von Schwulen und Lesben, wird künftig nicht mehr mit höheren Gebühren belegt als die Hetero-Ehe. Bisher waren in Stuttgart statt der bundeseinheitlichen 40 Euro für heterosexuelle Paare, bei gleichgeschlechtlichen Paaren 89 Euro fällig. Für die Zeremonie und Eintragung zuständig wird zudem in Zukunft das Standesamt und nicht länger das fachfremde Ordnungsamt sein.
„Der CSD Stuttgart begrüßt die Entscheidung des Oberbürgermeisters und der Stadtoberen sehr“, so Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des Festivals für Gleichberechtigung sowie Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben. „Der Schritt war nach der ersten Öffnung im Jahr 2004, als der OB beispielsweise die Wunschstandorte für die Lebenspartnerschaft freigegeben hat, eine nur logische Konsequenz“, so Michl weiter.
Getreu dem diesjährigen CSD Motto „macht Mut!“ haben Schuster und Co. mit dieser Entscheidung endlich selbigen bewiesen. Unverständlich bleibt allerdings weiterhin die Begründung für die bislang höheren Gebühren, die mit einem „erhöhten Verwaltungsaufwand“ gerechtfertigt werden. Dieser ist aus Sicht des CSD Stuttgart nicht erkennbar. „Aber egal“, zeigt sich Michl versöhnlich, „es tut sich in jedem Fall etwas – selbst im oftmals konservativen Süden der Republik.“
Auch Esslingen und Ludwigsburg müssen handeln
Den Mut der Stuttgarter Stadtlenker wünschen sich die ehrenamtlichen Homo-Aktivisten des CSD Stuttgart nun auch für die anderen diskriminierenden Kommunen in Baden-Württemberg – allen voran Esslingen und Ludwigsburg –, denn dort sind die Gebühren auch weiterhin auf skandalträchtige 100 beziehungsweise 150 Euro festgesetzt. „Wir fordern die dortige Verwaltung dringend auf, dem Stuttgarter Beispiel zu folgen und diese Diskriminierung sofort zu beenden“, lässt Christoph Michl nicht locker.
Nach diesem Stuttgarter Teilerfolg wird der CSD in der Landeshauptstadt im Sommer weiterhin und mit Nachdruck für eine komplette Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in unserer Gesellschaft eintreten. Auf der Agenda stehen immer noch wichtige Punkte, wie die steuerliche Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Aber auch die Anpassung des Beamtenrechts durch die Landesregierung sowie klare Weichstellungen in der Familienpolitik, Stichwort Adoption, werden Thema sein. Dafür gehen am Samstag, den 01. August 2009 im Rahmen der CSD Polit-Parade erneut mehrere Tausend homosexuelle Mitbürger/innen in Stuttgart auf die Straßen. Die Demonstrationsstrecke werden geschätzte 175.000 Zuschauer/innen säumen.
Weitere Informationen, auch zu den politischen Forderungen des CSD Stuttgart 2009, finden sich auf www.csd-stuttgart.de.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Christoph Michl, Vorstand & Gesamtleitung
IG CSD Stuttgart e.V., Weißenburgstr. 28a, 70180 Stuttgart
Telefon: +49 711 5079302
Mobil: +49 179 7868556
E-Mail:
Über die IG CSD Stuttgart e.V. Die Interessengemeinschaft CSD Stuttgart e.V. ist Veranstalter des jährlichen Christopher Street Day (CSD) in der Landeshauptstadt. Die zehntägige Veranstaltungswoche – mit der als Demonstration angemeldeten großen Polit-Parade – erinnert das Großereignis an den ersten Widerstand von Schwulen und Lesben gegen willkürliche Polizeirazzien am 27. Juni 1969 in der New Yorker Bar „Stonewall Inn“. Der Vereinszweck (VR 6575) ist es, die Öffentlichkeit über die Lebensbedingungen von gesellschaftlichen Minderheiten insbesondere homo-, bisexueller und transgender Menschen aufzuklären. Der Verein verfolgt dies insbesondere dadurch, dass er öffentliche Veranstaltungen, wie die politische CSD Parade durchführt, bei denen die Vielfalt und die vorhandenen Probleme sichtbar gemacht werden. Durch aktive Presse- und Medienarbeit sowie ein ausgefeiltes Werbekonzept macht der CSD lautstark auf sich und seine Klientel aufmerksam – immer mit dem Ziel, realistisch und hautnah über die Lebensweisen der homosexuellen Bevölkerung zu informieren und Vorurteile abzubauen. Damit wird nicht nur dem Vereinsziel Rechnung getragen, sondern auch die Landeshauptstadt in ein weltoffenes Licht gerückt. Standortwerbung einmal anders. 2008 verfolgten laut Angaben der Stuttgarter Polizei etwa 175.000 Zuschauer/innen die Polit-Parade des CSD in der Innenstadt.
Der CSD Stuttgart findet 2009 vom 24. Juli bis 02. August statt. Das Motto lautet „macht Mut!“. Die Schirmherrschaft hat der Präsident des VfB Stuttgart e.V., Senator h.c. Erwin Staudt übernommen. Am 01.08.09 zieht bereits die 10. regelmäßige CSD Polit-Parade durch die Stuttgarter City.
Via Pressemitteilung informierte Dr. Wolfgang Schuster und die Landeshauptstadt Stuttgart heute über eine für Schwule und Lesben mehr als erfreuliche Verwaltungsänderung: die Eingetragene Lebenspartnerschaft, die „Heirat“ von Schwulen und Lesben, wird künftig nicht mehr mit höheren Gebühren belegt als die Hetero-Ehe. Bisher waren in Stuttgart statt der bundeseinheitlichen 40 Euro für heterosexuelle Paare, bei gleichgeschlechtlichen Paaren 89 Euro fällig. Für die Zeremonie und Eintragung zuständig wird zudem in Zukunft das Standesamt und nicht länger das fachfremde Ordnungsamt sein.
„Der CSD Stuttgart begrüßt die Entscheidung des Oberbürgermeisters und der Stadtoberen sehr“, so Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter des Festivals für Gleichberechtigung sowie Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben. „Der Schritt war nach der ersten Öffnung im Jahr 2004, als der OB beispielsweise die Wunschstandorte für die Lebenspartnerschaft freigegeben hat, eine nur logische Konsequenz“, so Michl weiter.
Getreu dem diesjährigen CSD Motto „macht Mut!“ haben Schuster und Co. mit dieser Entscheidung endlich selbigen bewiesen. Unverständlich bleibt allerdings weiterhin die Begründung für die bislang höheren Gebühren, die mit einem „erhöhten Verwaltungsaufwand“ gerechtfertigt werden. Dieser ist aus Sicht des CSD Stuttgart nicht erkennbar. „Aber egal“, zeigt sich Michl versöhnlich, „es tut sich in jedem Fall etwas – selbst im oftmals konservativen Süden der Republik.“
Auch Esslingen und Ludwigsburg müssen handeln
Den Mut der Stuttgarter Stadtlenker wünschen sich die ehrenamtlichen Homo-Aktivisten des CSD Stuttgart nun auch für die anderen diskriminierenden Kommunen in Baden-Württemberg – allen voran Esslingen und Ludwigsburg –, denn dort sind die Gebühren auch weiterhin auf skandalträchtige 100 beziehungsweise 150 Euro festgesetzt. „Wir fordern die dortige Verwaltung dringend auf, dem Stuttgarter Beispiel zu folgen und diese Diskriminierung sofort zu beenden“, lässt Christoph Michl nicht locker.
Nach diesem Stuttgarter Teilerfolg wird der CSD in der Landeshauptstadt im Sommer weiterhin und mit Nachdruck für eine komplette Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben in unserer Gesellschaft eintreten. Auf der Agenda stehen immer noch wichtige Punkte, wie die steuerliche Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Aber auch die Anpassung des Beamtenrechts durch die Landesregierung sowie klare Weichstellungen in der Familienpolitik, Stichwort Adoption, werden Thema sein. Dafür gehen am Samstag, den 01. August 2009 im Rahmen der CSD Polit-Parade erneut mehrere Tausend homosexuelle Mitbürger/innen in Stuttgart auf die Straßen. Die Demonstrationsstrecke werden geschätzte 175.000 Zuschauer/innen säumen.
Weitere Informationen, auch zu den politischen Forderungen des CSD Stuttgart 2009, finden sich auf www.csd-stuttgart.de.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Christoph Michl, Vorstand & Gesamtleitung
IG CSD Stuttgart e.V., Weißenburgstr. 28a, 70180 Stuttgart
Telefon: +49 711 5079302
Mobil: +49 179 7868556
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Über die IG CSD Stuttgart e.V. Die Interessengemeinschaft CSD Stuttgart e.V. ist Veranstalter des jährlichen Christopher Street Day (CSD) in der Landeshauptstadt. Die zehntägige Veranstaltungswoche – mit der als Demonstration angemeldeten großen Polit-Parade – erinnert das Großereignis an den ersten Widerstand von Schwulen und Lesben gegen willkürliche Polizeirazzien am 27. Juni 1969 in der New Yorker Bar „Stonewall Inn“. Der Vereinszweck (VR 6575) ist es, die Öffentlichkeit über die Lebensbedingungen von gesellschaftlichen Minderheiten insbesondere homo-, bisexueller und transgender Menschen aufzuklären. Der Verein verfolgt dies insbesondere dadurch, dass er öffentliche Veranstaltungen, wie die politische CSD Parade durchführt, bei denen die Vielfalt und die vorhandenen Probleme sichtbar gemacht werden. Durch aktive Presse- und Medienarbeit sowie ein ausgefeiltes Werbekonzept macht der CSD lautstark auf sich und seine Klientel aufmerksam – immer mit dem Ziel, realistisch und hautnah über die Lebensweisen der homosexuellen Bevölkerung zu informieren und Vorurteile abzubauen. Damit wird nicht nur dem Vereinsziel Rechnung getragen, sondern auch die Landeshauptstadt in ein weltoffenes Licht gerückt. Standortwerbung einmal anders. 2008 verfolgten laut Angaben der Stuttgarter Polizei etwa 175.000 Zuschauer/innen die Polit-Parade des CSD in der Innenstadt.
Der CSD Stuttgart findet 2009 vom 24. Juli bis 02. August statt. Das Motto lautet „macht Mut!“. Die Schirmherrschaft hat der Präsident des VfB Stuttgart e.V., Senator h.c. Erwin Staudt übernommen. Am 01.08.09 zieht bereits die 10. regelmäßige CSD Polit-Parade durch die Stuttgarter City.
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