23.02.2009 - 07:59 - Politik, Recht & Gesellschaft
„Verbaler Durchfall“ - Gewerkschaftsjugend greift Junge Union in scharfen Tönen an
Pressemitteilung von: ver.di JugendPR Agentur: ver.di Jugend
Berlin, 20. Februar 2009. Die ver.di Jugend zeigt sich empört über diskriminierende Äußerungen des JU-Chefs Phillip Missfelder über junge Hartz IV-Empfänger: "Im verbalen Durchfall des Herrn Missfelder zeigt sich die ganze Realitätsferne der Jungen Union“, sagte Ringo Bischoff, Bundesjugendsekretär der ver.di Jugend am Freitag in Berlin. Solche „Miss-Töne seien Sprengstoff in zentralen Politik-Feldern“ und auch im Wahlkampf fehl am Platz. „Ich rate Miss Felder, sich mit Stammtischparolen künftig zurückzuhalten: Sie können von fehlenden sozialpolitischen Kompetenzen nicht ablenken“, so Bischoff. Der Unionspolitiker hatte bei einem Besuch seines Ortsverbandes Erwerbslosen vorgeworfen, sie würden die staatliche Grundsicherung vor allem für Alkohol und Zigaretten ausgeben.
Gerade junge Menschen seien besonders häufig von Arbeitslosigkeit, aber auch von prekärer Beschäftigung betroffen, so der Gewerkschafter. Die Untersuchung der DGB Jugend "Gute Arbeit 2008" hatte ergeben, dass nur 39 Prozent der unter 30 jährigen von ihrem Einkommen ausreichend oder gut leben könnten. 67 Prozent hätten dagegen Angst vor der eigenen beruflichen Zukunft.
Zum Jahreswechsel war der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II um 1,9 Prozent auf nun 356 Euro für Alleinstehende und 640 Euro für Paare angehoben worden. Das entspräche nicht einmal der Inflationsrate und ist faktisch eine reale Kürzung, betonte die ver.di Jugend.
Missfelder hatte am Donnerstag zurück gerudert und meinte, seine Äußerungen bezogen sich auf Eltern, die von Arbeitslosengeld II leben. "Wer gerade in einer der größten Wirtschaftskrisen junge Familien und Erwerbslose auf so schamlose Weise diffamiert, macht sich gegenüber einer ganzen Generation schuldig", so Bischof. Gerade junge Menschen mit Kindern hätten es besonders schwer.
Die ver.di Jugend setzt sich für echte Perspektiven junger Menschen ein. Anstatt den Niedriglohnsektor weiter auszubauen und Milliarden in die Rettung maroder Banken zu stecken, sollte die Politik besser in die Zukunft junger Menschen investieren, so die ver.di Jugend.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Ringo Bischoff
Jugendsekretär Bereich Jugend
Paula-Thiede-Ufer 10
D-10179 Berlin
Fon: +49 (0) 30 69 56 23 50
Mobil: +49 (0) 171 204 01 71
Fax: +49 (0) 30 2 69 56 36 46

Die ver.di Jugend vernetzt junge Erwachsene im Dienstleistungssektor –
für faire Arbeitsbedingungen und für ein schöneres Leben. Als Teil der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft steht die ver.di Jugend für Ausbildungskompetenz und konsequente Interessenvertretung: Über 100.000 Auszubildende, junge Beschäftigte, Erwerbslose, SchülerInnen und Studierende sind schon Teil der Community
Gerade junge Menschen seien besonders häufig von Arbeitslosigkeit, aber auch von prekärer Beschäftigung betroffen, so der Gewerkschafter. Die Untersuchung der DGB Jugend "Gute Arbeit 2008" hatte ergeben, dass nur 39 Prozent der unter 30 jährigen von ihrem Einkommen ausreichend oder gut leben könnten. 67 Prozent hätten dagegen Angst vor der eigenen beruflichen Zukunft.
Zum Jahreswechsel war der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II um 1,9 Prozent auf nun 356 Euro für Alleinstehende und 640 Euro für Paare angehoben worden. Das entspräche nicht einmal der Inflationsrate und ist faktisch eine reale Kürzung, betonte die ver.di Jugend.
Missfelder hatte am Donnerstag zurück gerudert und meinte, seine Äußerungen bezogen sich auf Eltern, die von Arbeitslosengeld II leben. "Wer gerade in einer der größten Wirtschaftskrisen junge Familien und Erwerbslose auf so schamlose Weise diffamiert, macht sich gegenüber einer ganzen Generation schuldig", so Bischof. Gerade junge Menschen mit Kindern hätten es besonders schwer.
Die ver.di Jugend setzt sich für echte Perspektiven junger Menschen ein. Anstatt den Niedriglohnsektor weiter auszubauen und Milliarden in die Rettung maroder Banken zu stecken, sollte die Politik besser in die Zukunft junger Menschen investieren, so die ver.di Jugend.
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