20.02.2009 - 12:42 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Zwei Unternehmenspleiten pro Tag - Wirtschaftsabschwung macht vor Brandenburg leider nicht halt
Pressemitteilung von: Credireform BerlinPR Agentur: Zühlke Scholz & Partner Agentur für Kommunikation GmbH
Creditreform erwartet 2009 bis zu 850 Unternehmensinsolvenzen
Wirtschaftsabschwung treibt die Insolvenzzahlen in die Höhe. Creditreform prognostiziert einen Anstieg auf bis zu 850 Unternehmensinsolvenzen im Land Brandenburg. Folge: Noch mehr Arbeitslose und Konsumverzicht. Aber Unternehmen planen neue Geschäftsbeziehungen sorgfältiger!
Pro Tag geben etwa zwei Unternehmer im Land Brandenburg auf. Für 2009 erwartet Creditreform einen deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen auf bis zu 850 Fälle. Noch im Vorjahr war die Zahl der Unternehmenspleiten im ostdeutschen Bundesland leicht rückläufig. Zwischen Januar und Dezember 2008 beschäftigten 730 Fälle (2007: 800 Fälle) die Gerichte in Brandenburg.
Die Gründe für den zu erwartenden deutlichen Anstieg der Firmenpleiten im Jahr 2009 liegen auf der Hand: Für die gesamte Wirtschaft wird 2009 ein schwieriges Rezessionsjahr werden. Die meisten Unternehmen mussten ihre Geschäftser-wartungen bereits deutlich nach unten revidieren, die Finanzierungssituation der Unternehmen hat sich verschlechtert, die Forderungsausfälle steigen und die Kredit-versicherer ziehen sich aus Teilen des Marktes ganz oder teilweise zurück. Vielen bonitätsschwachen Unternehmen wird die schrumpfende Nachfrage, gepaart mit einer eingeschränkten Kreditvergabe, massive Schwierigkeiten bereiten. Schon jetzt befürchten 38 Prozent der von Creditreform im November 2008 befragten Unter-nehmen, dass für sie künftig keine Kredite mehr erhalten werden.
Jochen Wolfram, Geschäftsführer bei Creditreform Brandenburg (Havel), Frankfurt (Oder) und Berlin beschreibt die Krise als Spirale mit vielen Facetten. „Schließen regionale Unternehmer ihre Firmen, werden Arbeitnehmer freigesetzt, die am Einkommensminimum leben und nun auf Konsum verzichten. Dies führt letztlich zu einer schwächelnden Konjunktur. Die Krise ist in Brandenburg bereits zu spüren.“
Aber auch positive Aspekte sind nicht zu übersehen: Immerhin haben viele Mittelständler der Ernst der Lage erkant und Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Firmen bauen ihre Frühwarnsysteme weiter aus, die Nachfrage nach Wirtschaftsauskünften zieht an, Überprüfung von Neu- und Bestandskunden gehört für viele Brandenburger Unternehmer mittlerweile zum Tagesgeschäft. Immer mehr neue Märkte werden auf viele Arten von bonitätsrelevanten Strukturen überprüft.
Insolvenzen kosten viele Arbeitsplätze
Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Beschäftigten wird sich nach Creditreform Schätzungen bei rund 6.500 Personen allein im Land Brandenburg bewegen. Bei einer Großpleite im fünftgrößten Bundesland Deutschlands könnte diese Zahl sogar noch höher liegen.
Insolvenzgefährdete Branchen in 2009
Wie sich schon 2008 abzeichnete, spürt die gesamte Autobranche samt den Kfz-Händlern den Wirtschaftsabschwung besonders deutlich. Inwieweit die Ver-schrottungsprämie von 2.500 Euro die Pkw-Nachfrage nachhaltig ankurbeln kann, bleibt abzuwarten, erste positive Tendenzen sind jedoch bereits spürbar. Steigende Insolvenzzahlen dürften es auch in der Transport- und Logistikwirtschaft sowie in vielen unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen, wie Call Centern, Personalvermittlungs- und Verleihagenturen geben. Besser stehen die Aussichten dagegen für den Hochbau, die Elektroinstallations- und die Nahrungsmittelbranche.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Pressekontakt:
Creditreform Berlin
Hans –Ulrich Fitz
Einemstraße 1
10787 Berlin
Tel: 030-212 94-380
eMail:
www.creditreform.de
Agentur:
zühlke scholz + partner
Melanie J. Hempel
Markgrafenstraße 12-14
10969 Berlin
Tel: 030 / 40 88 94-39
eMail:
www.zsp-berlin.de
Creditreform verfügt über die weltweit größte Datenbank über deutsche Unternehmen, verbindet Tradition und Innovation und schafft damit die Basis für sichere, unternehmerische Entscheidungen. Die Produkte aus den Sparten: Wirtschaftsinformationen, Risikomanagement, Inkasso, Marketing- und Datendienste werden von ca. 165.000 Kunden europaweit genutzt. Mit über 3.700 Mitarbeitern und 130 selbständigen Geschäftsstellen allein in Deutschland steht Creditreform Kunden aller Branchen zur Verfügung.
Im Creditreform-Verbund Berlin, Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) werden 220 Mitarbeiter beschäftigt. Jährlich werden mehr als 492.000 Wirtschaftsauskünfte erteilt. Im Inkasso befinden sich ständig ca. 151.000 Forderungen in Bearbeitung. Insgesamt wird ein Umsatz in Höhe von 15,61 Mio. Euro erwirtschaftet.
Wirtschaftsabschwung treibt die Insolvenzzahlen in die Höhe. Creditreform prognostiziert einen Anstieg auf bis zu 850 Unternehmensinsolvenzen im Land Brandenburg. Folge: Noch mehr Arbeitslose und Konsumverzicht. Aber Unternehmen planen neue Geschäftsbeziehungen sorgfältiger!
Pro Tag geben etwa zwei Unternehmer im Land Brandenburg auf. Für 2009 erwartet Creditreform einen deutlichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen auf bis zu 850 Fälle. Noch im Vorjahr war die Zahl der Unternehmenspleiten im ostdeutschen Bundesland leicht rückläufig. Zwischen Januar und Dezember 2008 beschäftigten 730 Fälle (2007: 800 Fälle) die Gerichte in Brandenburg.
Die Gründe für den zu erwartenden deutlichen Anstieg der Firmenpleiten im Jahr 2009 liegen auf der Hand: Für die gesamte Wirtschaft wird 2009 ein schwieriges Rezessionsjahr werden. Die meisten Unternehmen mussten ihre Geschäftser-wartungen bereits deutlich nach unten revidieren, die Finanzierungssituation der Unternehmen hat sich verschlechtert, die Forderungsausfälle steigen und die Kredit-versicherer ziehen sich aus Teilen des Marktes ganz oder teilweise zurück. Vielen bonitätsschwachen Unternehmen wird die schrumpfende Nachfrage, gepaart mit einer eingeschränkten Kreditvergabe, massive Schwierigkeiten bereiten. Schon jetzt befürchten 38 Prozent der von Creditreform im November 2008 befragten Unter-nehmen, dass für sie künftig keine Kredite mehr erhalten werden.
Jochen Wolfram, Geschäftsführer bei Creditreform Brandenburg (Havel), Frankfurt (Oder) und Berlin beschreibt die Krise als Spirale mit vielen Facetten. „Schließen regionale Unternehmer ihre Firmen, werden Arbeitnehmer freigesetzt, die am Einkommensminimum leben und nun auf Konsum verzichten. Dies führt letztlich zu einer schwächelnden Konjunktur. Die Krise ist in Brandenburg bereits zu spüren.“
Aber auch positive Aspekte sind nicht zu übersehen: Immerhin haben viele Mittelständler der Ernst der Lage erkant und Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Firmen bauen ihre Frühwarnsysteme weiter aus, die Nachfrage nach Wirtschaftsauskünften zieht an, Überprüfung von Neu- und Bestandskunden gehört für viele Brandenburger Unternehmer mittlerweile zum Tagesgeschäft. Immer mehr neue Märkte werden auf viele Arten von bonitätsrelevanten Strukturen überprüft.
Insolvenzen kosten viele Arbeitsplätze
Die Zahl der von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffenen Beschäftigten wird sich nach Creditreform Schätzungen bei rund 6.500 Personen allein im Land Brandenburg bewegen. Bei einer Großpleite im fünftgrößten Bundesland Deutschlands könnte diese Zahl sogar noch höher liegen.
Insolvenzgefährdete Branchen in 2009
Wie sich schon 2008 abzeichnete, spürt die gesamte Autobranche samt den Kfz-Händlern den Wirtschaftsabschwung besonders deutlich. Inwieweit die Ver-schrottungsprämie von 2.500 Euro die Pkw-Nachfrage nachhaltig ankurbeln kann, bleibt abzuwarten, erste positive Tendenzen sind jedoch bereits spürbar. Steigende Insolvenzzahlen dürften es auch in der Transport- und Logistikwirtschaft sowie in vielen unternehmensnahen Dienstleistungsbereichen, wie Call Centern, Personalvermittlungs- und Verleihagenturen geben. Besser stehen die Aussichten dagegen für den Hochbau, die Elektroinstallations- und die Nahrungsmittelbranche.
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Im Creditreform-Verbund Berlin, Brandenburg/Havel und Frankfurt (Oder) werden 220 Mitarbeiter beschäftigt. Jährlich werden mehr als 492.000 Wirtschaftsauskünfte erteilt. Im Inkasso befinden sich ständig ca. 151.000 Forderungen in Bearbeitung. Insgesamt wird ein Umsatz in Höhe von 15,61 Mio. Euro erwirtschaftet.
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