(openPR) Für Geschädigte der Bernard L. Madoff Investment Securities LLC gilt es nunmehr, dringend die Anmeldung ihrer Ansprüche zu regeln. Wegen Verdachts auf massiven Betrug war Madoff vor kurzem in den USA festgenommen worden und steht nun unter Hausarrest. Er soll Kunden, die ihr Geld bei seinem Unternehmen anlegten, hohe Renditen versprochen haben. Diese hatte er zwar bezahlt, doch in einem Schneeballsystem wurden die Gewinne mit Geldern neu eingeworbener Anleger finanziert. Schließlich brach das System zusammen. US-Ermittler befürchten einen Schaden von bis zu 50 Milliarden Dollar. Es wäre der mit Abstand größte Betrugsfall der US-Geschichte. Der Fall überraschte alle Beteiligten. Madoff war ein Mann mit einwandfreiem Ruf. Darum vertrauten ihm sowohl Kleinanleger wie bekannte Persönlichkeiten und institutionelle Anleger insgesamt mehrere Milliarden an. Die US-Behörden haben zwischenzeitlich die Auflösung von Madoffs Unternehmen angeordnet. Madoff hatte mehr als 17 Jahre in Folge eine jährliche Rendite von 10,5 Prozent erzielt. Der Chef der US-Börsenaufsicht SEC hat nunmehr Fehler seiner Behörde eingeräumt. Betroffene Anleger führen bereits erste Prozesse gegen die Investorengruppe. Sie werfen Madoff und anderen Beteiligten den Betrieb eines Schneeballsystems vor, mit dem Investoren um Milliarden betrogen worden sein sollen. Madoff hat bereits wesentliche Vorwürfe bestätigt. Die Anzahl der geschädigten Anleger durch den Madoff-Skandal steigt täglich und zieht immer weitere Kreise. Zunächst wurde vermutet, dass ein Großteil der Anlegergelder im Madoff-Skandal von US-Anlegern kam. Nun zeigt die veröffentlichte Kundenliste, dass von dem Skandal auch Anleger aus England, Spanien, Schweiz, Deutschland und Österreich betroffen sind. In der Liste der Madoff-Kunden finden sich auch die Deutsche Bank, die Commerzbank, die Dresdner Bank und die Bayerische Landesbank. Neben den Banken haben auch führende Industrielle und Kooperationen, die Madoff teilweise wie ein hochverzinsliches Bankkonto verwendeten, Stiftungen, Universitäten und vor allem viele bekannte Fonds und zahlreiche Privatanleger unmittelbar bei Madoff oder mittelbar über Drittfirmen erhebliche Geldbeträge angelegt. Dabei sind auch in Deutschland vertriebene Fonds und Zertifikate betroffen. In den USA sind bereits die ersten Klagen von US-Anlegern gegen Madoff und mittelbar beteiligte Firmen eingereicht worden. Zahlreiche Investoren haben sich bereits gemeldet, um ihre rechtlichen Ansprüche mittels einer Klage in den USA oder gegen Berater prüfen zu lassen. Für private und institutionelle Anleger weltweit gilt es nunmehr, ihr Anlagenportfolio auf Anlagen zu untersuchen, die in Verbindung mit Madoff Investment Securities stehen. US-amerikanische Kanzleien haben bereits die internationale Bedeutung dieses Betrugsfalls hervorgehoben. Zahlreiche Investoren haben sich bereits gemeldet, um ihre rechtlichen Ansprüche mittels einer Klage in den USA oder gegen Berater prüfen zu lassen. Nach Anfrage von mehreren Anlegern, die entweder direkt und oder indirekt vom Madoff-Skandal betroffen sind, hat die Kanzlei Prof. Dr. Thieler mit mehreren US-Kanzleien eine Kooperation vereinbart, um den deutschsprachigen Anlegern bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche vor US-Gerichten zur Seite zu stehen und auch die Vermittlerhaftung in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einzelfall zu prüfen. Zu prüfen sind im Wesentlichen Ansprüche wegen fehlerhafter Vermögens- oder Depotverwaltung. So wird der Bank Austria und Pioneer beim Verkauf ihrer Primeo-Fonds in Österreich vorgeworfen, den Anlegern ausschließlich die Bank Austria und Pioneer als Fondsmanager angegeben zu haben. Auch für schweizerische Anleger, die laut Medienberichten ca. 4,3 Milliarden Euro bei Madoff angelegt haben sollen, werden Ansprüche geprüft. Verloren haben schweizerische Anleger ihr Geld bei diversen Bankinstituten, unter anderem auch bei einer Anlage der Schweizer Bank UBS, die über den Fonds Luxalpha Gelder bei Madoff angelegt hatte. Die Securities Investor Protection Corporation (SIPC) begleitet derzeit die Bestandsaufnahme über das beschlagnahmte Vermögen Madoffs. Die bei Madoff beschlagnahmten Mittel und alles, was künftig noch sichergestellt wird, fließen in einen Fonds und werden an die Geschädigten ausgezahlt, sagte der Treuhänder für Madoffs Firma, Irving Picard, vor einem New Yorker Konkursgericht. Dabei ist allerdings zu beachten, dass nach Angaben des Treuhänders Picard die Ansprüche nur noch bis zum 2. Juli geltend gemacht werden können.
Zugleich sollten Anleger in Europa ihre rechtlichen Möglichkeiten gegen ihre Berater prüfen lassen.










