02.02.2009 - 17:47 - Politik, Recht & Gesellschaft

Island beabsichtigt Walfangstopp - Neue Übergangs-Regierung räumt auf

Pressemitteilung von: Journal Society GmbH
PR Agentur: Journal Society GmbH

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Blutiger Walfang
(Hagen/Westf.) Die neue Koalitionsregierung Islands mit Solzialdemokraten und den "Linken-Grünen" unter der Leitung der sozialdemokratischen Premierministerin Johanna Sigurdottir beabsichtigt die von der Vorgängerregierung drastisch erhöhten Walfangquoten ganz zu stoppen.

Erste Amtshandlungen waren der Austausch des Zentralbankvorsitzenden, des Handelsministers und des Finanz- und Fischereiministers. Letzteres Ministeramt übernimmt der Vorsitzende der "Linken-Grünen" Steingrimur Jóhann Sigfússon. Zusammen mit der grünen Umweltministerin Kolbrún Halldórsdóttir kündigte er an, den Vorgängerregierungsbeschluss, die Walfangquoten zu versechsfachen und zwanzigmal mehr der vom Aussterben bedrohten Finnwale zu jagen und diese Maßnahmen auf fünf weitere Jahre festzuschreiben, ganz aufzuheben. Die Sozialdemokraten haben sich ebenfalls gegen die weitere Waljagd Islands ausgesprochen.

Dieser Beschluss kommt nicht von ungefähr. Hatten doch bereits seit Ende letzten Jahres, noch vor dem neuen Walfangbeschluss der alten Regierung, die international tätige Walschutzorganisation "Wal- und Delfinschutz-Forum" (WDSF) und renommierte Walschützer wie der Leverkusener Biologe Norbert Kochan und der Buchautor Andreas Morlok aus Radolfzell/Bodensee gegenüber Island gegen deren Walfangpolitik interveniert und einen Boykott isländischer Produkte vorbereitet.

Die Walschützer wiesen den isländischen Botschafter in Berlin und die bisherige isländische Regierung darauf hin, dass nach der schweren Finanzkrise der Insel ein beabsichtigter EU-Beitritt aufgrund der entsprechenden europäischen Gesetzeslage zum Schutz der Wale ausscheiden würde.

Mit der neuen isländischen Premierministerin Sigurdottir hatten die Walschützer bereits vor ihrer Wahl Verbindung aufgenommen, um ihren Einfluss zum Schutz der gefährdeten Meeressäuger geltend zu machen.

Nun scheint der Weg für einen EU-Beitritt Islands geebnet zu sein. Mitte April soll eine Kommission die Grundlagen für einen Beitritt ausarbeiten. Die Sozialdemokraten scheiterten allerdings mit ihrem Wunsch nach einer Volksabstimmung für den Tag der Neuwahlen am 25. April an dem Votum der Linken-Grünen. Diese wollen in der desolaten jetzigen Finanzlage lieber eine eventuelle Währungsunion mit Norwegen eingehen.

Da Norwegen, neben Japan und den dänischen Färöer-Inseln, zu den verbleibenden Walfangländern gehört, wird ein Zusammenschluss von den Walschützern eher kritisch betrachtet. Der hauptberufliche Finanzexperte Jürgen Ortmüller und WDSF-Geschäftsführer dazu:"Island hat jetzt eine historische Chance von der Europäischen Gemeinschaft aufgenommen zu werden, seine Finanzen zu ordnen und den bedenklichen Walfang für immer aufzugeben. Der hastigen Lösung einer Währungsfusion mit der Walfangnation Norwegen steht ein durchdachter Beitritt zu einer zivilisierten Staatengemeinschaft gegenüber."--

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Die Journal Society GmbH (jsg) wurde Anfang 2000 gegründet, um ein kritisches Umweltmagazin herauszugeben. Darüber hinaus erstellt die Journal Society GmbH Film- und Fotoaufnahmen mit Berichterstattung und stellt diese den Medien zur Verfügung (so z.B. Färöer-Walfang -ARD/Sat1/WDR/HR) und berichtet über die jährlichen Kongresse der Internationalen Walfang Kommission (IWC). Insbesondere befasst sich die jsg mit Themen des Wal- und Delfinschutzes und maritimer Säugetiere.

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