(openPR) Der Verband ambulant operierender Fachärzte LAOH schlägt
eine konzertierte Aktion der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landesärztekammer und der ärztlichen Fachverbände vor.
Der Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland (LAOH) warnt vor dem Hintergrund der mit Beginn des Jahres 2009 um rund 20 Prozent gesenkten Honorare für ambulante Opera-tionen vor einer drastischen Verschlechterung der wohnortnahen Patientenversorgung in Hessen und fordert angesichts der dramatischen Situation eine Erweiterung des bestehenden „Strukturausschusses ambulantes Operieren“ der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen um weitere zentrale Akteure wie die Landesärztekammer Hessen und andere relevante Fachverbände. „Gemeinsame Zielsetzung aller Akteure muss die nachhaltige Sicherung einer wohnortnahen medizinischen Patientenversorgung in Hessen sein“, forderte der Vorsitzende des LAOH, Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz.
„Von den im Herbst durch die Bundesregierung zugestandenen zusätzlichen Milliarden für niedergelassene Ärzte kommt bei den ambulanten Operateuren und Anästhesisten nichts an“, kritisiert Wiederspahn-Wilz und befürchtet in der Folge „eine erheblich schlechtere wohnortnahe Versorgung der Patienten“.
Die neue Honorarregelung verschlechtere nicht nur die wohnortnahe Versor-gung der Patienten mit operativen Leistungen, sondern werde die Krankenkassen und damit die Versicherten langfristig finanziell sogar noch stärker belasten, warnte der LAOH-Vorsitzende. So werde die Zahl ambulanter Eingriffe sinken, so dass die Patienten auf stationäre Behandlung in Krankenhäusern ausweichen müssten, die erheblich teurer sei. Zum anderen sei die Honorarregelung ein Rückschlag für die integrierte Versorgung, die nachweislich Patienten schneller wieder fit macht und gleichzeitig die Therapiekosten deutlich senkt.











