15.01.2009 - 08:04 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Was kann Brasiliens Medienregulierung von Deutschland lernen?
Pressemitteilung von: Erich Pommer Institut gGmbH
Brasilianischer Professor für Medienrecht zu Gast am Potsdamer Erich Pommer Institut
- Forschungsschwerpunkt: Die Rolle der Verfassungsgerichte in der Medienregulierung
Potsdam, 14. Januar 2009: Brasiliens renommierter Medienrechtler, Prof. Dr. iur. Leonardo Martins, LL.M., lässt den schönen brasilianischen Sommer hinter sich, um die vorlesungsfreie Zeit in Brasilien und somit den deutschen Winter 2009 und 2010 für seine Forschungen zu nutzen. Als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung verbringt er insgesamt sechs Monate zu Gast am Potsdamer Erich Pommer Institut für Medienrecht und Medienwirtschaft.
Hier geht er der Frage nach, inwieweit Verfassungsgerichte zur Medienregulierung beitragen dürfen und sollen. Die medienwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen Brasiliens unterscheiden sich von denen Europas. Brasiliens Mediensysteme sind gekennzeichnet von Konzentrationsprozessen. Staatliche Regulierung gibt es kaum. Der Blick nach Deutschland lohnt: Bereits mit dem 1. Rundfunkurteil 1961 nimmt das deutsche Verfassungsgericht international eine Vorreiterrolle ein. Ein Schwerpunkt von Prof. Martins Forschung wird auch auf dem Thema Product Placement liegen. Product Placement, pauschal als Merchandising betrachtet, ist in Brasilien nicht verboten. Die Diskussion hierzu noch diffus. Mit seiner Forschung will er seinen Beitrag zur Versachlichung und Systematisierung der Debatte leisten. Ergänzend wird 2010 eine Tagung in Brasilien stattfinden.
ZUR PERSON
Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Univ. Fed. do Rio Grande do Norte (UFRN), ist Prof. Dr. Leonardo Martins (37) Direktor des Instituto Brasileiro de Estudos Constitucionais, im Herausgeberrat der juristischen Fachzeitschriften Revista Brasileira des Estudos Constitucionais sowie Revista Brasileira de Direito Ambiental. Er ist nicht das erste Mal in Deutschland: Bereits 2001 promovierte er an der Humboldt-Universität Berlin zum Thema Die Grundrechtskollision: Grundrechtskonkreti-sierung am Beispiel des § 41 Abs. 1 BSDG. Unter seinen zahlreichen Publikationen erhielt das gemeinsam mit Dimitri Dimoulis 2007 veröffentlichte Buch Teoria Geral dos Direitos Fundamentais (Editora Revista dos Tribunais) 2008 den Prêmio Jabuti de Literatura in der Kategorie „Bestes Buch in den Rechtswissenschaften (2. Platz)“. Der Prêmio Jabuti de Literatura ist der wichtigste Literaturpreis Brasiliens. Jabuti bedeutet auf portugiesisch Schildkröte, was auf die für Autoren wichtigste Eigenschaft − die Geduld − anspielt.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Erich Pommer Institut gGmbH
Försterweg 2 | D-14482 Potsdam
Tel +49 (0) 331.721 28 80 | Fax +49 (0) 331.721 28 81 | www.epi-medieninstitut.de
Für Fragen, Presseakkreditierungen und die Vermittlung von Interviews wenden Sie sich bitte an:
Andrea Wickleder, , Tel. +49 (0) 331.721 28 80
Praxisorientierte Forschung, universitäre Lehre, branchenspezifische Weiterbildung und medienspezifische Beratung sind die Aufgabenfelder des Erich Pommer Instituts. Das Themenspektrum reicht von medienrechtlichen Problemstellungen, z. B. des Urheber- oder Lizenzrechts, über medienwirtschaftliche Fragen, etwa zur Filmfinanzierung oder des TV-Formathandels, bis hin zu praktischen und politischen Aspekten der Medienkonvergenz.
Die akademische Grundlage gewährleisten zwei Stiftungsprofessuren in Kooperation mit der Universität Potsdam und der Hochschule für Film- und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Babelsberg.
Gegründet wurde das Erich Pommer Institut 1998 als unabhängige gemeinnützige GmbH in Potsdam-Babelsberg. Alleinige Gesellschafterin ist die AGICOA Urheberrechtsschutz GmbH, eine internationale Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten.
Der Namensgeber des Instituts, Erich Pommer (1889-1966), war eine der bedeutendsten Produzentenpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Produktionen, wie „Das Kabinett des Dr. Caligari“ (1920), „Metropolis“ (1927) oder „Der Blaue Engel“ (1930), sind weltberühmt und gelten bis heute als große Filmklassiker.
- Forschungsschwerpunkt: Die Rolle der Verfassungsgerichte in der Medienregulierung
Potsdam, 14. Januar 2009: Brasiliens renommierter Medienrechtler, Prof. Dr. iur. Leonardo Martins, LL.M., lässt den schönen brasilianischen Sommer hinter sich, um die vorlesungsfreie Zeit in Brasilien und somit den deutschen Winter 2009 und 2010 für seine Forschungen zu nutzen. Als Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung verbringt er insgesamt sechs Monate zu Gast am Potsdamer Erich Pommer Institut für Medienrecht und Medienwirtschaft.
Hier geht er der Frage nach, inwieweit Verfassungsgerichte zur Medienregulierung beitragen dürfen und sollen. Die medienwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen Brasiliens unterscheiden sich von denen Europas. Brasiliens Mediensysteme sind gekennzeichnet von Konzentrationsprozessen. Staatliche Regulierung gibt es kaum. Der Blick nach Deutschland lohnt: Bereits mit dem 1. Rundfunkurteil 1961 nimmt das deutsche Verfassungsgericht international eine Vorreiterrolle ein. Ein Schwerpunkt von Prof. Martins Forschung wird auch auf dem Thema Product Placement liegen. Product Placement, pauschal als Merchandising betrachtet, ist in Brasilien nicht verboten. Die Diskussion hierzu noch diffus. Mit seiner Forschung will er seinen Beitrag zur Versachlichung und Systematisierung der Debatte leisten. Ergänzend wird 2010 eine Tagung in Brasilien stattfinden.
ZUR PERSON
Neben seiner Tätigkeit als Professor an der Univ. Fed. do Rio Grande do Norte (UFRN), ist Prof. Dr. Leonardo Martins (37) Direktor des Instituto Brasileiro de Estudos Constitucionais, im Herausgeberrat der juristischen Fachzeitschriften Revista Brasileira des Estudos Constitucionais sowie Revista Brasileira de Direito Ambiental. Er ist nicht das erste Mal in Deutschland: Bereits 2001 promovierte er an der Humboldt-Universität Berlin zum Thema Die Grundrechtskollision: Grundrechtskonkreti-sierung am Beispiel des § 41 Abs. 1 BSDG. Unter seinen zahlreichen Publikationen erhielt das gemeinsam mit Dimitri Dimoulis 2007 veröffentlichte Buch Teoria Geral dos Direitos Fundamentais (Editora Revista dos Tribunais) 2008 den Prêmio Jabuti de Literatura in der Kategorie „Bestes Buch in den Rechtswissenschaften (2. Platz)“. Der Prêmio Jabuti de Literatura ist der wichtigste Literaturpreis Brasiliens. Jabuti bedeutet auf portugiesisch Schildkröte, was auf die für Autoren wichtigste Eigenschaft − die Geduld − anspielt.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
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Praxisorientierte Forschung, universitäre Lehre, branchenspezifische Weiterbildung und medienspezifische Beratung sind die Aufgabenfelder des Erich Pommer Instituts. Das Themenspektrum reicht von medienrechtlichen Problemstellungen, z. B. des Urheber- oder Lizenzrechts, über medienwirtschaftliche Fragen, etwa zur Filmfinanzierung oder des TV-Formathandels, bis hin zu praktischen und politischen Aspekten der Medienkonvergenz.
Die akademische Grundlage gewährleisten zwei Stiftungsprofessuren in Kooperation mit der Universität Potsdam und der Hochschule für Film- und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Babelsberg.
Gegründet wurde das Erich Pommer Institut 1998 als unabhängige gemeinnützige GmbH in Potsdam-Babelsberg. Alleinige Gesellschafterin ist die AGICOA Urheberrechtsschutz GmbH, eine internationale Verwertungsgesellschaft für Film- und Fernsehproduzenten.
Der Namensgeber des Instituts, Erich Pommer (1889-1966), war eine der bedeutendsten Produzentenpersönlichkeiten des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Produktionen, wie „Das Kabinett des Dr. Caligari“ (1920), „Metropolis“ (1927) oder „Der Blaue Engel“ (1930), sind weltberühmt und gelten bis heute als große Filmklassiker.
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