(openPR) Über 60.000 Menschen in Deutschland müssen wegen Nierenversagens zur regelmäßigen Dialyse. Diese Behandlung beeinträchtigt nicht nur den Alltag der Patienten stark, auch in der Nacht finden sie keine Erholung. Schmerzhafte Empfindungen in den Füßen und Unterschenkeln sowie plötzlich einschießende Schmerzen reißen die Betroffenen aus dem Schlaf. Die Diagnose: Polyneuropathie. 10 – 15 Prozent der Dialysepatienten leiden an dieser Nervenschädigung, die sogar gefährlich werden kann. Wird die Polyneuropathie nicht behandelt, führt sie zu Muskelschwund und Lähmungen.
Für Menschen, die regelmäßig zur Blutwäsche müssen, ist der Alltag nicht leicht. „Drei Mal pro Woche werde ich vier Stunden lang an das Dialysegerät angeschlossen. Und das schon seit neun Jahren“, erzählt Maria Schneider. Große Schmerzen schränken die Lebensqualität der 75jährigen zusätzlich ein. Jeder zweite Dialysepatient leidet unter allgemeinen Schmerzzuständen. Ihre Behandlung mit Medikamenten ist meistens unbefriedigend. „Sehr häufig erkranken Langzeitdialysepatienten an einer Polyneuropathie“, sagt Professor August Heidland von der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg. Die Polyneuropathie ist eine Nervenschädigung, die Eintritt weil die Ausscheidungsfunktion der Nieren gestört ist und giftige Stoff die Nerven schädigen. Die Folge sind Gefühlsstörungen an Füßen, Unterschenkeln und gelegentlich auch in den Händen..
Maria Schneider ist vor vier Jahren an Polyneuropathie erkrankt: „Angefangen hat es mit Kribbeln in den Füßen“. Typische Symptome der Polyneuropathie sind Ameisenlaufen, Taubheitsgefühle und brennende Schmerzen. Im Verlauf der Krankheit machen einschießende Schmerzen das Durchschlafen in der Nacht unmöglich. „In der Nacht brannten meine Füße fürchterlich. Allein schon das Zudecken tat mir weh. Dazu kamen noch diese stechenden Schmerzen, die mich ständig aus dem Schlaf rissen.“
Schreitet die Krankheit weiter voran, nimmt auch die Muskelmasse der Betroffenen ab und ihre Bewegungen werden eingeschränkter.
„Dialysepatienten haben krankheitsbedingt eine verminderte Muskelfunktion, die durch die Bewegungsarmut verstärkt wird. Der Gang der Patienten wird unsicher und die Sturzgefahr ist erhöht“, so Professor Heidland. Vom Arzt werden oft starke Schmerzmittel verschrieben, die zu Müdigkeit und Gleichgewichtsstörungen führen können. Frau Schneider vertrug die verordneten Medikamente sehr schlecht: „Mir war ständig schwindelig und ich fühlte mich sehr schlapp.“ Eine Behandlungsmethode bei Polyneuropathie, die ohne Medikamente auskommt, ist die Hochtontherapie.
Starke Medikamente werden überflüssig
„Die Hochtontherapie kann die Einnahme von Schmerzmitteln reduzieren. Einige Patienten können sogar ganz darauf verzichten“, berichtet Professor Heidland. Diese besondere Form der Elektrotherapie stimuliert die Muskeln nicht nur oberflächlich sondern mehrere Zentimeter tief und regt den Stoffwechsel der Zellen an. Das beweist auch eine Studie des KfH-Nierenzentrums in Würzburg. „Insgesamt 40 Dialysepatienten mit Polyneuropathie erhielten dreimal wöchentlich eine einstündige Behandlung mit der Hochtontherapie während der Dialyse“, so Studienleiter Heidland. Zum Einsatz kamen dabei die patentierten HiToP 191 Geräte der gbo Medizintechnik AG. Bereits nach vier Wochen verbesserten sich die Symptome der Betroffenen sehr. Kribbeln, Brennen und Taubheit der unteren Extremitäten ließen deutlich nach. „Die Muskelstimulation kann ohne Komplikation während der Dialyse durchgeführt werden. Hierdurch wird für den Patienten die Zeit optimal genutzt“, sagt Professor Heidland.
Maria Schneider bekam die Möglichkeit an der Studie im KfH-Nierenzentrum Würzburg teilzunehmen. „Bereits nach drei Behandlungen ließen die Schmerzen nach. Meine Beine waren nicht mehr so überempfindlich und das Brennen in den Füßen wurde viel besser. Das Auflegen der Bettdecke konnte ich auch wieder vertragen. Jetzt brauche ich keine Schmerztabletten mehr und in der Nacht kann ich endlich durchschlafen“, berichtet die 75jährige erfreut.
Steigerung der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität
Eine tägliche Anwendung der Hochtontherapie zeige außerdem deutliche Wirkung auf den Stoffwechsel, so Mediziner Heidland. Übergewichtige Patienten könnten sogar ihr Gewicht reduzieren. Der günstige Einfluss der Hochtontherapie verbessert bei schwachen Patienten zudem die körperliche Leistungsfähigkeit und erhöht das allgemeine Wohlbefinden: „Die Kranken können durch passives Muskeltraining ihre Muskelfunktion verbessern und das beeinflusst auch ihre Lebensgeister positiv. Mehr Sozialkontakte werden wieder möglich.“ Frau Schneider kann das nur bestätigen: „Weil mir das Treppensteigen viel leichter fällt, gehe ich wieder öfter zum Einkaufen. Ich bin froh, dass ich jetzt wieder mehr unter Leute komme.“
Nähere Informationen zur Hochtontherapie erhalten Sie auf www.schmerz-med.de und unter der Telefonnummer 06253 / 808155.











