openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Honorare ambulanter Operateure und Anästhesisten in Hessen sinken 2009 um rund 20 Prozent

08.01.200908:42 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Verband ambulant operierender Fachärzte LAOH rechnet mit schlechterer wohnortnaher Versorgung der Patienten

Mit Empörung reagiert der Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland (LAOH) auf die mit Beginn des Jahres 2009 um 20 Prozent gesenkten Honorare für ambulante Operationen in Hessen. „Von den im Herbst durch die Bundesregierung zugestandenen zusätzlichen Milliarden für niedergelassene Ärzte kommt bei den ambulanten Operateuren und Anästhesisten nichts an,“ kritisiert der Vorsitzende des LAOH, Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz und befürchtet in der Folge „eine erheblich schlechtere wohnortnahe Versorgung der Patienten“. Darüber hinaus gefährde die neue Honorarregelung die Existenz zahlreicher Facharztpraxen und deren Arbeitsplätze.

Noch im Spätsommer 2008 habe die Bundesregierung ein zusätzliches Honorarvolumen von rund 2,7 Milliarden Euro für niedergelassene Ärzte beschlossen. Dies sollte die Einkommen der Ärzte um durchschnittlich zehn Prozent anheben. Tatsächlich müssten ambulante Operateure und Anästhesisten allerdings mit durchschnittlichen Honorareinbußen von 20 Prozent fertig werden, dies sei katastrophal.

Der LAOH fordert die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf, sich im dafür verantwortlichen Bewertungsausschuss in Berlin zumindest für die Erhaltung des Vergütungsniveau aus dem vergangenen Jahr einzusetzen, auch wenn dieses seit zehn Jahren nahezu unverändert sei und weder Preissteigerungen noch Inflation berücksichtige. „Darüber hinaus verlangen wir einen fachärztlichen Qualitätszuschlag für Schwerpunktpraxen des ambulanten Operierens wie er für andere Fachrichtungen bereits angewandt wird“, erklärte Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz.

Die neue Honorarregelung verschlechtere nicht nur die wohnortnahe Versorgung der Patienten mit operativen Leistungen, sondern werde die Krankenkassen und damit die Versicherten langfristig finanziell sogar noch stärker belasten. Dafür gebe es zwei Gründe: zum einen werde die Zahl ambulanter Eingriffe sinken, sodass die Patienten auf stationäre Behandlung in Krankenhäusern ausweichen müssten, die erheblich teurer sei. Zum anderen sei die Honorarregelung ein Rückschlag für die integrierte Versorgung, die nachweislich Patienten schneller wieder fit macht und gleichzeitig die Therapiekosten deutlich senkt.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 271312
 1411

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Honorare ambulanter Operateure und Anästhesisten in Hessen sinken 2009 um rund 20 Prozent“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Ärzten In Deutschland (LAOH)

Bild: Krankenhaus-Report 2013: „Nur ein Ablenkungsmanöver der Krankenkassen“Bild: Krankenhaus-Report 2013: „Nur ein Ablenkungsmanöver der Krankenkassen“
Krankenhaus-Report 2013: „Nur ein Ablenkungsmanöver der Krankenkassen“
Der Verband von operativ und anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland e.V. (LAOH) (laoh.net) äußert erhebliche Zweifel an den Ergebnissen des AOK-Krankenhaus-Reports 2013, wonach in deutschen Kliniken angeblich aus rein wirtschaftlichen Gründen vermehrt medizinisch unnötige Eingriffe durchgeführt würden. Vielmehr erwecke der Report den Eindruck, als versuchten die Kassen so von den Milliardenüberschüssen abzulenken, die sie 2012 erwirtschaftet haben, an denen sie ihre Versicherten jedoch nur unzureichend teilhaben …
Niedergelassene Ärzte wehren sich: Verbände ambulanter Operateure attackieren GKV-Spitzenverband
Niedergelassene Ärzte wehren sich: Verbände ambulanter Operateure attackieren GKV-Spitzenverband
Zehn Bundes- und Regionalverbände niedergelassener ambulanter Operateure und Anästhesisten in Deutschland haben am Samstag in Frankfurt am Main „verärgert und empört“ auf die anhaltenden Angriffe des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen reagiert. Die Verbände fordern ein Ende der „absurden und haltlosen Beschuldigungen und Diffamierungen“, wie sie der GKV-Spitzenverband in den vergangenen Wochen gegen Operateure erhoben habe. Die in den Verbänden zusammengeschlossenen 3.000 Ärzte operieren jährlich rund 4,5 Millionen Patienten und …

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Große Auszeichnung für das Brustzentrum St. Veit/Glan
Große Auszeichnung für das Brustzentrum St. Veit/Glan
… auf höchster Stufe in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Nachbetreuung. Die Auszeichnung ist für das interdisziplinäre Team an Chirurgen, Radiologen, Internisten, Anästhesisten, speziell ausgebildeten „breast care nurses“, Pflegepersonal und Vertretern der Seelsorge, eine Bestätigung der anspruchsvollen Arbeit. Schließlich beinhalten die Auflagen …
Ärzte-Beschwerde gegen die Bundesrepublik an die EU-Kommission wegen unzulässiger Beihilfen für Krankenhäuser
Ärzte-Beschwerde gegen die Bundesrepublik an die EU-Kommission wegen unzulässiger Beihilfen für Krankenhäuser
Die in Deutschland im LAOH zusammengeschlossenen ambulanten Operateure und Anästhesisten wehren sich mit einer förmlichen Beschwerde an die EU-Kommission gegen geplante rechtswidrige Beihilfen der Bundesrepublik Deutschland für Krankenhäuser durch die von Gesundheitsminister Rösler (F.D.P.) auf den Gesetzgebungsweg gebrachte sogenannte „Gesundheitsreform“ …
Nach Beschwerde des LAOH bei EU-Kommission lehnt auch Bundesrat eine Budgetierung ambulanter Operationen ab
Nach Beschwerde des LAOH bei EU-Kommission lehnt auch Bundesrat eine Budgetierung ambulanter Operationen ab
… EU-Beihilferecht zu Gunsten der Krankenhäuser darstellt. „Dass wir den Bundesrat von unserer Position überzeugen konnten, ist nicht nur für die ambulanten Operateure und Anästhesisten in Deutschland ein wichtiger Etappensieg, sondern vor allem für die Patienten, die von ambulanten Operationen besonders profitieren“, erklärte Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz, 1. …
Trotz Niederlage vor dem Bundessozialgericht: KV Hessen verweigert bisher Honorarzahlung in Millionenhöhe
Trotz Niederlage vor dem Bundessozialgericht: KV Hessen verweigert bisher Honorarzahlung in Millionenhöhe
… dass die KV offenbar glaubt, sie müsse sich nicht an Recht und Gesetz halten“, kritisierte einer der Kläger, der 1. Vorsitzende des Verbandes ambulanter Operateure und Narkoseärzte in Deutschland (LAOH), Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz das Verhalten der KV. Das Urteil des Bundessozialgerichts hat gewaltige Auswirkungen. Nach Informationen der Fachanwältin …
Niedergelassene Ärzte wehren sich: Verbände ambulanter Operateure attackieren GKV-Spitzenverband
Niedergelassene Ärzte wehren sich: Verbände ambulanter Operateure attackieren GKV-Spitzenverband
Zehn Bundes- und Regionalverbände niedergelassener ambulanter Operateure und Anästhesisten in Deutschland haben am Samstag in Frankfurt am Main „verärgert und empört“ auf die anhaltenden Angriffe des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen reagiert. Die Verbände fordern ein Ende der „absurden und haltlosen Beschuldigungen und Diffamierungen“, …
Aktionsbündnis soll Patientenversorgung in Hessen sichern
Aktionsbündnis soll Patientenversorgung in Hessen sichern
… Wiederspahn-Wilz. „Von den im Herbst durch die Bundesregierung zugestandenen zusätzlichen Milliarden für niedergelassene Ärzte kommt bei den ambulanten Operateuren und Anästhesisten nichts an“, kritisiert Wiederspahn-Wilz und befürchtet in der Folge „eine erheblich schlechtere wohnortnahe Versorgung der Patienten“. Die neue Honorarregelung verschlechtere …
LAOH-Protest gegen Sparpläne beim ambulanten Operieren
LAOH-Protest gegen Sparpläne beim ambulanten Operieren
Von günstig zu teuer - es droht ein neuer Fehlgriff im Gesundheitswesen Die niedergelassenen Operateure und Anästhesisten in Hessen wehren sich energisch dagegen, dass die Bundesregierung die Vergütung für ambulantes Operieren budgetieren und damit kürzen will. „Ambulante Operationen sind kostengünstiger und ein wesentlicher Beitrag zur intelligenten …
Ambulante Operateure des LAOH fordern Bundesregierung zum Einlenken beim GKV-Finanzierungsgesetz auf
Ambulante Operateure des LAOH fordern Bundesregierung zum Einlenken beim GKV-Finanzierungsgesetz auf
… EU-Beihilferecht zu Gunsten der Krankenhäuser darstellt. „Dass wir den Bundesrat von unserer Position überzeugen konnten, ist nicht nur für die ambulanten Operateure und Anästhesisten in Deutschland ein wichtiger Etappensieg, sondern vor allem für die Patienten, die von ambulanten Operationen besonders profitieren“, erklärte Dr. Thomas Wiederspahn-Wilz, 1. …
Ein starkes Netz für NRW
Ein starkes Netz für NRW
… 37 Fachärzten bestehende Anästhesienetz NRW noch stärker zu positionieren. „Hauptanliegen unseres Netzes ist die Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft der vertragsärztlich tätigen Anästhesisten“, so der Netz-Vorsitzende Dr. Thomas Buchmann. „Die notwendigen Voraussetzungen innerhalb des Netzes können wir zwar selber gut koordinieren, die notwendigen …
Ärzteverband LAOH zieht gegen die seit Januar gültige Gesundheitsreform vor das Verfassungsgericht
Ärzteverband LAOH zieht gegen die seit Januar gültige Gesundheitsreform vor das Verfassungsgericht
… ambulanten Strukturen als Konkurrenten auftreten und damit deren Existenz gefährden. Die in Deutschland im LAOH zusammengeschlossenen ambulanten Operateure und Anästhesisten legen beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde gegen die Ungleichbehandlung ambulanter Operationen im seit Anfang 2011 gültigen GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinGesetz) ein. Begründung: …
Sie lesen gerade: Honorare ambulanter Operateure und Anästhesisten in Hessen sinken 2009 um rund 20 Prozent