(openPR) Dass Fußballstars und Schwangere etwas gemeinsam haben, würde man auf den ersten Blick sicher nicht vermuten. Doch beide vertrauen auf eine noch eher unbekannte Methode aus Holland, der Haptonomie.
Es ist die Lehre der sanften Bewegung – noch etwas, was man mit rauen Fußballjungs nicht gerade in Verbindung bringt. Doch gerade bei alternativen Therapien sind die Holländer einen Schrift weiter und auch die holländischen Fußballclubs haben die Nase vorn. Was bei renommierten Fußballclubs wie Ajax Amsterdam gang und gebe ist, nämlich die Spieler haptonomisch zu betreuen, ist bei Deutschen Clubs mit der Lupe zu suchen. Bei Schwangeren, wo diese Methode ebenfalls erfolgreich eingesetzt wird, sieht es auch nicht besser aus – In Bayern gibt es keine Hand voll Hebammen, die diese Technik beherrschen. Ruth Sichermann aus Ansbach ist eine von den wenigen, die diese Technik anwenden darf. Da es noch keine gute Ausbildung in Deutschland gibt, hat sie diese Technik im Ursprungsland Holland gelernt. Dort hatte Frans Veldman diese Methode in den 1940er Jahren entwickelt. Neben Holland ist Haptonomie auch in Frankreich stark verbreitet.
Mit diesen sanften Bewegungen kann man vielen Beschwerden oder Schmerzen ohne große Eingriffe lindern, obwohl es sich nicht um eine Heilmethode oder –technik handelt. Bei Schwangeren erreicht man durch sanfte Bewegungen und körperlichen Kontakt schon vor der Geburt eine enge Bindung zum Baby - auch die Väter werden beteiligt. In der Schwangerschaft und bei der Geburt lindert sie Beschwerden. Zum Beispiel ändern Kinder im Bauch der Mutter mehrmals ihre Lage und manchmal drücken sie dabei auf Organe. Bei der Haptonomie reagieren die Kinder auf Berührungen durch die Hände auf dem Bauch. Dadurch sucht das Baby eine neue Lage. Das geht ganz von selbst, ohne dass von außen das Baby geschoben oder gedrückt werden müsste. Danach bekommen die Frauen auch wieder Luft. Anfängliche Skepsis weicht spätestens dann, wenn es geholfen hat.
„Wer einmal im Leben eingerenkt wurde wundert sich, dass auch so sanfte Bewegungen eine Wirkung zeigen“, so Sichermann. Sie baut gerade ein deutschlandweites Netzwerk auf um Haptonomie bekannter zu machen. Denn die positiven Erfahrungen helfen nicht nur holländischen Fußballprofis.
















