(openPR) Hessischer Krankenhaustag unterstreicht die Bedeutung der Krankenhäuser als Zentren der Gesundheitsversorgung im Land
Forderung nach ausreichender Finanzierung
(Hanau, 5. Dezember 2008) Hessische Krankenhäuser haben sich in den vergangenen Jahren auch unter schwierigsten politischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu Zentren der regionalen Gesundheitsversorgung und Daseinsfürsorge entwickelt. „In einer zunehmend vernetzten Gesundheitsstruktur kommt den hessischen Krankenhäusern immer stärker die Rolle eines Motors für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen zu.“, erklärte Holger Strehlau, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft zum Auftakt des Hessischen Krankenhaustags 2008 in Hanau. Allerdings gefährde die derzeit unzureichende finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser diese Entwicklung. Der Hessische Krankenhaustag ist die bereits seit 1996 jährlich stattfindende Zentralveranstaltung der Hessischen Krankenhausgesellschaft e. V. (HKG), dem Dachverband der Krankenhäuser in Hessen.
Die Krankenhäuser hätten seit der Gründung der Hessischen Krankenhausgesellschaft – die in diesem Jahr ihr 60jähiges Jubiläum feiert - immer wieder auch unter schwierigsten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen alle Anstrengungen für eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung der Bevölkerung mit Krankenhausleistungen unternommen, sagte Strehlau, der auch Vorstandssprecher der HSK, Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden ist. Ohne die hessischen Krankenhäuser sei keine Gesundheits- und Krankenversorgung in Hessen aufrecht zu erhalten; dies werde auch in Zukunft so sein. Die Krankenhäuser in Hessen seien unverzichtbar, weil sie an 365 Tagen und 24 Stunden rund um die Uhr für die Notfallversorgung und medizinische Versorgung der hessischen Bürgerinnen und Bürger da sind. Man dürfe auch nicht vergessen, dass die hessischen Krankenhäuser, eine ganz wesentliche Funktion für die Ausbildung in den Krankenpflegeberufen und die Ausbildung und fachliche Weiterbildung der Hessische Ärztinnen und Ärzte haben.
Im Rahmen des politischen Teils der Veranstaltung, in der die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger die Perspektiven des Gesundheitsstandortes Hessen skizzierte, würdigte der HKG-Präsident die rasche Umsetzung der gesetzlichen Rahmenvorgaben durch das Hessische Sozialministerium (HSM) für die Durchführung ambulanter Behandlungsleistungen im Krankenhaus. Viele Kliniken hätten entsprechende Anträge gestellt, die – anders als in den meisten anderen Bundesländern in der Regel auch zügig positiv beschieden worden seien.
Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung standen in diesem Jahr – mit Blick auf das 60jährige Bestehen der Hessischen Krankenhausgesellschaft - „Perspektiven für das Krankenhaus von morgen“. Unter anderem präsentierte Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, Leiter des Interdisziplinär Onkologischen Zentrums des Universitätsklinikums Gießen, ein innovatives Modell aus Mittelhessen, bei dem die onkologische Versorgung der Patienten in einem regionalen Versorgungscluster trägerübergreifend organisiert ist. Auf diese Weise soll eine hochwertige medizinische Versorgung auch künftig flächendeckend gewährleistet werden.
Konzepte und Erfahrungen mit dem Strukturwandel im Krankenhaus, also mit Kooperationen, Fusionen oder Konzentration auf das Kerngeschäft diskutierten gemeinsam mit dem Frankfurter Gesundheits-Kommunikationsberater Detlef Hans Franke, FuP Kommunikations-Management GmbH, die Vertreter kommunaler, freigemeinnütziger und privater Krankenhausträger Dr. h.c. Peter Coy, Konzerngeschäftsführer Asklepios Kliniken Verwaltungsgesellschaft mbH, Wiesbaden, Peter Römer, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Krankenhäuser in Hessen, Limburg a.d. Lahn, Dr. med. Gerhard Sontheimer, Vorsitzender des Vorstandes der Gesundheit Nordhessen Holding AG, Kassel, und Bernd Weber, Vorstandsvorsitzender der Agaplesion gAG, Frankfurt/Main.
Mit 350 Teilnehmern war der Hessische Krankenhaustag 2008 im Congress Park Hanau erneut einer der bestbesuchten Krankenhaustage in seiner Geschichte. „Diese erfreuliche Resonanz unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Hessischen Krankenhaustags als wichtigstes Branchentreffen der Krankenhäuser auf Landesebene“, so HKG-Präsident Strehlau.
40 Dienstleister präsentierten beim Krankenhaustag im Rahmen einer begleitenden Ausstellung Trends für die Zukunft. Als Topsponsoren trugen die Unternehmen Apetito und Intersystems, als Sponsoren AllService, DKB Deutsche Kreditbank, Dräger und (S)TEGDOC zum Gelingen der Veranstaltung bei.












