(openPR) Seit Anfang November gibt es in der Region eine weitere Versorgungsoption für Patienten, die an Hüftarthrose leiden: Dr. med. Raimund Völker, Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Sportmedizin, implantierte am 6. November 2008 in der auf Endoprothetik spezialisierten Münchner Schreiber Klinik erstmals den knochenerhaltenden Hüftkopfteilersatz. Eine Premiere in zweifacher Hinsicht: Die erste Operation durch Dr. Völker als Kooperationsarzt an der Schreiberklinik ist zugleich die erste Operation dieser Art in Bayern.
Bis zu 20 Prozent der 60- bis 69-Jährigen, so schätzt man, leiden unter Arthrose, dem krankhaften Verschleiß des Hüft- oder Kniegelenks. Die Anzahl der Betroffenen wird mit Blick auf die demographische Entwicklung weiter steigen.
Arthrose gilt als nicht heilbar: Verschaffen konservative Behandlungsmöglichkeiten keine Beschwerdelinderung mehr, ist für viele Betroffene die Implantation eines künstlichen Gelenks die einzige Therapiemöglichkeit. Mit rund 200.000 künstlichen Hüften, die hierzulande jährlich implantiert werden, zählt der Gelenkersatz zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen.
„Nur ersetzen, was zerstört ist.“
Galt früher der Leitspruch „kein künstliches Gelenk vor dem 60. Lebensjahr“, so sind heute immer weniger jüngere Arthrose-Patienten bereit, auf Kosten der Lebensqualität den OP-Termin hinauszuzögern.
„Die medizinische Forschung hat diese Ansprüche aufgegriffen und knochensparende Lösungen für jüngere und aktive Patienten entwickelt. Die Idee ist, nur die Gelenkanteile zu ersetzen, die wirklich zerstört sind. Was selbstverständlich klingt, erfordert den Einsatz von hochentwickelten Materialien und Implantatdesigns“, erklärt Dr. Völker.
Art und Umfang der Hüftgelenkserkrankung bestimmen, welches Implantat zum Einsatz kommt.
Der neue Hüftkopfteilersatz
Bei diesem neuen System wird der durch Zysten, Durchblutungsstörungen, Fehlbildungen oder Knochenabbau zerstörte Teil des Hüftkopfes entfernt. Ein kurzer Titanschaft, der zementfrei in den gesunden Anteil des Hüftkopfes und in den Schenkelhals eingepresst wird, sorgt für die Stabilität. „Wir haben beobachtet, dass die Patienten über ein annähernd natürliches Bewegungsgefühl und funktionierende Reflexe verfügen, da die ursprüngliche Gelenkgeometrie erhalten bleibt. Auch die Rehabilitation kann früher abgeschlossen werden, die Patienten sind schneller wieder mobil“, berichtet der 44-jährige Operateur.
Der Hüftkopfteilersatz wird seit Sommer 2006 von wenigen ausgewählten Endoprothetik-Zentren in Europa eingesetzt und kritisch geprüft. Mittlerweile umfasst die Evaluation über 500 Implantationen. In Deutschland sind drei Operateure an der Überprüfung beteiligt, darunter Dr. Völker mit allein hundert Implantationen im Zentrum für Oberflächenersatz an den DRK-Kliniken Berlin und jetzt auch in der Schreiber-Klinik München.
Die endgültige Markteinführung des Produktes ist für 2009 geplant.





















