20.11.2008 - 17:58 - Politik, Recht & Gesellschaft

Junge Liberale Niedersachsen - Nein zur separaten Erfassung krimineller Migranten

Pressemitteilung von: Junge Liberale Niedersachsen

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Separate Erfassung krimineller Migranten ist nicht zielführend – Schünemann-Vorschlag stößt auf heftige Kritik bei Jungen Liberalen Niedersachsen


Hannover. Die Jungen Liberalen Niedersachsen lehnen den Vorschlag des niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann, Straftaten junger Migranten separat in einer länderübergreifenden polizeilichen Kriminalstatistik zu erfassen, ab. „Es scheint, als ob sich Herr Schünemann schon im Bundestagswahlkampf befindet. Das ist Populismus pur!“, erklärt der Landesvorsitzende Matthias SEESTERN-PAULY.

Nach Auffassung der Jungen Liberalen Niedersachsen bleibt der Innenminister in seinen Aussagen vor allem die Antwort schuldig, wie er Migrationshintergrund überhaupt definieren möchte und wo er Grenzen ziehen will. „Meint der Innenminister hiermit die erste, zweite oder dritte Generation und fällt ein jugendlicher Straftäter mit einem deutschem Pass und ausländischer Großmutter auch in diese Kategorie?“, fragt SEESTERN-PAULY.

Daher lehnt die FDP-Nachwuchsorganisation diesen Vorschlag entschieden ab und fordert auch ihre Mutterpartei auf, hierzu eindeutig Position zu beziehen.

Anstatt Unsummen für unsinnige Statistiken auszugeben, müssen nach Meinung der Jungen Liberalen Niedersachsen Präventionsprogramme und -aktionen weiter verstärkt, anstatt vielerorts eingestampft werden. Bildung und berufliche Perspektiven sind hierbei die beiden entscheidenden Faktoren, um Jugendliche von Straftaten abzuhalten. „Wir haben alle gemeinsam die Aufgabe, Jugendliche davor zu bewahren, kriminell zu werden, und zwar unabhängig ihrer Herkunft, ihres sozialen Status´ oder ihres Geschlechts. Dies scheint Herr Schünemann noch nicht verstanden zu haben“, betont der JuLi-Chef.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

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Die Jungen Liberalen Niedersachsen, kurz "JuLis" genannt, sind die Nachwuchsorganisation der FDP. Die Julis Niedersachsen bestehen zur Zeit aus über 900 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 35 Jahren. Sie kommen aus allen Teilen Niedersachsens.
Wir, das sind junge Menschen, für die die Freiheit im Mittelpunkt ihres Lebens und ihrer Politik steht. Wir wollen uns von niemandem gängeln lassen, weder von der Regierung, den Parteien, der Kirche, den Gewerkschaften oder der Wirtschaft. Wir setzen uns dafür ein, dass ein jeder sein Leben in Freiheit führen kann. Die Freiheit des Einzelnen hört für uns erst dort auf, wo die des Anderen beginnt. Die Politik soll daher nur die nötigsten Rahmenbedingungen vorgeben, damit ein jeder nach seiner Facon glücklich werden kann.

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