14.11.2008 - 17:14 - Wissenschaft, Forschung, Bildung
Die „Schwarzen Schafe“ in Jürgen Kuczynskis Familie
Pressemitteilung von: Fachhochschule Brandenburg
Buch von Prof. Dr. Hans Lembke über die Familien Gradenwitz und Kuczynski erschienen
Der Wirtschaftshistoriker Jürgen Kuczynski war einer der prominentesten Wissenschaftler der DDR. Vor drei Jahren hielt Prof. Dr. Hans Lembke vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Brandenburg (FHB) im Rahmen der „Hochschulreihe“ einen Vortrag zum Thema „Bankiers, Intellektuelle, Industrielle – Unternehmergeschichte in der Familie von Jürgen Kuczynski“. Nun ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema in einem Buch gemündet: „Die Schwarzen Schafe bei den Gradenwitz und Kuczynski. Zwei Berliner Familien im 19. und 20. Jahrhundert“ von Hans H. Lembke ist im Berliner trafo Wissenschaftsverlag erschienen. Nähere Informationen zum Buch im Internet unter www.gradenwitz-kuczynski.de .
Die Familien Kuczynski und Gradenwitz, durch Ehen verbunden, wurden dank ihrer Wissenschaftler bekannt. Namhaft sind René und Jürgen Kuczynski, Otto und Peter Gradenwitz. Kaum genannt werden die Familienmitglieder, die sich im Wirtschaftsleben hervorgetan haben, die „Schwarzen Schafe“. Dies ist die – ideengeschichtlich zu verstehende – Formel, mit der Jürgen Kuczynski seine unternehmerischen Großväter als mittelmäßig und zeitgeschichtlich unbedeutend eingeordnet hat. Ihrem Ruf und ihrer Geltung zu Lebzeiten wird sie nicht gerecht. Die Bankiers, Kaufleute und Industriellen beider Familien waren erfolgreich, haben in ihren Wirtschaftszweigen Einfluss genommen und genossen vielseitige Anerkennung. Tatsächlich bieten ihre Leistungen in Terrainerschließung, internationaler Finanzierung, Maschinenbau, Chemie und Textilindustrie reichen Stoff für eine unternehmensgeschichtliche Darstellung und Interpretation.
Ab 1933 verschwanden die Firmen aus Lieferantenlisten, Handelsregisterverzeichnissen und
Adressbüchern. Wie in anderen deutsch-jüdischen Unternehmen führte der politische Zwang zu „Arisierung“ oder Auflösung – bei den Betroffenen zu Identitätsverlust, Emigration und Tod. Das Buch zeichnet persönliche Lebenswege und Unternehmensgeschichte nach und stellt sie in die historischen Zusammenhänge. In allen zehn Fällen geht es um Familienunternehmen. Das Gesamtbild ist ein Stück deutsch-jüdischer Wirtschaftsgeschichte, mit Aufstieg in den Gründerjahren und Ausgrenzung in der Zeit des Nationalsozialismus.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Fachhochschule Brandenburg
Pressestelle
Magdeburger Straße 50
14770 Brandenburg an der Havel
Pressesprecher Stefan Parsch
E-Mail:
Telefon: 03381/355-103
Telefax: 03381/355-113
Webseite: www.fh-brandenburg.de/presse.html
Die 1992 gegründete Fachhochschule Brandenburg in Brandenburg an der Havel hat mehr zu bieten als einen sehr schönen Campus. Den modernen Laboren und Hörsälen in den drei Fachbereichen Wirtschaft, Technik sowie Informatik und Medien entsprechen zeitgemäße, praxisorientierte Vermittlungsmethoden und eine Modularisierung der Lehrinhalte – ein wichtiger Schritt in Richtung des Ausbildungskonzeptes „Lebenslanges Lernen“. In zunehmendem Maße werden auch Online- und Fernstudiengänge etabliert. Überhaupt zeigt sich der innovative und kreative Geist der Hochschule in ihrer ständigen Bereitschaft, Studiengänge neu und weiter zu entwickeln.
Die Studieninhalte sind sehr praxisorientiert, ohne dabei den theoretischen Anspruch zu verlieren. Die Abschlussarbeit entsteht oft in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen. Alle Studierenden müssen zudem eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet der so genannten Soft Skills erwerben; im Vordergrund stehen hier Teamarbeit, Sprachen, Rhetorik und Recht. Dem Verlangen des Arbeitsmarktes nach umfassend ausgebildeten Spezialisten trägt die FH Brandenburg durch zahlreiche interdisziplinäre Elemente in den Studienplänen Rechnung. Darüber hinaus setzt die Hochschule auf die Aneignung von Methodenkompetenz, wobei fachübergreifendes Denken und problemorientiertes Handeln im Mittelpunkt stehen. Dazu zählen im Besonderen interkulturelle Kompetenzen, die auch an den mehr als 40 Partnerhochschulen in aller Welt erworben werden können.
In zahlreichen bundesweiten Rankings konnte die Hochschule vordere Plätze belegen. Neben mehreren Studiengängen werden auch die Hochschulbibliothek und die Mensa hervorragend bewertet. Ebenso sprechen die ständig steigenden Studierenden- und Absolventenzahlen für sich.
Der Wirtschaftshistoriker Jürgen Kuczynski war einer der prominentesten Wissenschaftler der DDR. Vor drei Jahren hielt Prof. Dr. Hans Lembke vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Brandenburg (FHB) im Rahmen der „Hochschulreihe“ einen Vortrag zum Thema „Bankiers, Intellektuelle, Industrielle – Unternehmergeschichte in der Familie von Jürgen Kuczynski“. Nun ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema in einem Buch gemündet: „Die Schwarzen Schafe bei den Gradenwitz und Kuczynski. Zwei Berliner Familien im 19. und 20. Jahrhundert“ von Hans H. Lembke ist im Berliner trafo Wissenschaftsverlag erschienen. Nähere Informationen zum Buch im Internet unter www.gradenwitz-kuczynski.de .
Die Familien Kuczynski und Gradenwitz, durch Ehen verbunden, wurden dank ihrer Wissenschaftler bekannt. Namhaft sind René und Jürgen Kuczynski, Otto und Peter Gradenwitz. Kaum genannt werden die Familienmitglieder, die sich im Wirtschaftsleben hervorgetan haben, die „Schwarzen Schafe“. Dies ist die – ideengeschichtlich zu verstehende – Formel, mit der Jürgen Kuczynski seine unternehmerischen Großväter als mittelmäßig und zeitgeschichtlich unbedeutend eingeordnet hat. Ihrem Ruf und ihrer Geltung zu Lebzeiten wird sie nicht gerecht. Die Bankiers, Kaufleute und Industriellen beider Familien waren erfolgreich, haben in ihren Wirtschaftszweigen Einfluss genommen und genossen vielseitige Anerkennung. Tatsächlich bieten ihre Leistungen in Terrainerschließung, internationaler Finanzierung, Maschinenbau, Chemie und Textilindustrie reichen Stoff für eine unternehmensgeschichtliche Darstellung und Interpretation.
Ab 1933 verschwanden die Firmen aus Lieferantenlisten, Handelsregisterverzeichnissen und
Adressbüchern. Wie in anderen deutsch-jüdischen Unternehmen führte der politische Zwang zu „Arisierung“ oder Auflösung – bei den Betroffenen zu Identitätsverlust, Emigration und Tod. Das Buch zeichnet persönliche Lebenswege und Unternehmensgeschichte nach und stellt sie in die historischen Zusammenhänge. In allen zehn Fällen geht es um Familienunternehmen. Das Gesamtbild ist ein Stück deutsch-jüdischer Wirtschaftsgeschichte, mit Aufstieg in den Gründerjahren und Ausgrenzung in der Zeit des Nationalsozialismus.
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Die 1992 gegründete Fachhochschule Brandenburg in Brandenburg an der Havel hat mehr zu bieten als einen sehr schönen Campus. Den modernen Laboren und Hörsälen in den drei Fachbereichen Wirtschaft, Technik sowie Informatik und Medien entsprechen zeitgemäße, praxisorientierte Vermittlungsmethoden und eine Modularisierung der Lehrinhalte – ein wichtiger Schritt in Richtung des Ausbildungskonzeptes „Lebenslanges Lernen“. In zunehmendem Maße werden auch Online- und Fernstudiengänge etabliert. Überhaupt zeigt sich der innovative und kreative Geist der Hochschule in ihrer ständigen Bereitschaft, Studiengänge neu und weiter zu entwickeln.
Die Studieninhalte sind sehr praxisorientiert, ohne dabei den theoretischen Anspruch zu verlieren. Die Abschlussarbeit entsteht oft in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen. Alle Studierenden müssen zudem eine fundierte Ausbildung auf dem Gebiet der so genannten Soft Skills erwerben; im Vordergrund stehen hier Teamarbeit, Sprachen, Rhetorik und Recht. Dem Verlangen des Arbeitsmarktes nach umfassend ausgebildeten Spezialisten trägt die FH Brandenburg durch zahlreiche interdisziplinäre Elemente in den Studienplänen Rechnung. Darüber hinaus setzt die Hochschule auf die Aneignung von Methodenkompetenz, wobei fachübergreifendes Denken und problemorientiertes Handeln im Mittelpunkt stehen. Dazu zählen im Besonderen interkulturelle Kompetenzen, die auch an den mehr als 40 Partnerhochschulen in aller Welt erworben werden können.
In zahlreichen bundesweiten Rankings konnte die Hochschule vordere Plätze belegen. Neben mehreren Studiengängen werden auch die Hochschulbibliothek und die Mensa hervorragend bewertet. Ebenso sprechen die ständig steigenden Studierenden- und Absolventenzahlen für sich.
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