(openPR) Köln, 12.11.2008 - Weltweit gibt es nach Schätzungen jährlich zehn Millionen kosmetisch-operative Eingriffe. Allein in Deutschland soll die Zahl von einigen hunderttausend auf zuletzt mehr als eine Million drastisch gestiegen sein.
Dr. Martin Reifenrath, Vorsitzender des Qualtiätsnetzes AEQUIN e.V. fordert strengere Regelungen hinsichtlich der Facharztanforderungen für die Durchführungr Ästhetisch/ Kosmetischer Operationen.
Glücklicherweise ist der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie deutschlandweit von den Ärztekammern eingeführt worden und für einige andere Fachärzte wurden gebietsbezogene Zusatzbezeichnungen geschaffen. Dennoch sind Begriffe wie Schönheitschirurgie oder Kosmetische Chiurgie nach wie vor nicht geschützt. .Der Patient sollte - wie überall in der Medizin- das Recht haben, von einem Facharzt kompetent behandelt zu werden. Im Bereich der „Schönheitschirurgie“ kann sich leider jeder approbierte Mediziner bedienen. Auch ohne qualifizierte Ausbildung darf in Deutschland jeder Arzt operieren, der es sich zutraut. , so Reifenrath.
Die Werbung - auch im Internet - sei mittlerweile ausufernd. Leider seien für den Patienten die wirklichen Grenzen zwischen sachlicher Information und reiner PR bzw. Werbung nicht mehr erkennbar.“, so Dr. Afschin Ghofrani, der zweite Vorsitzende von AEQUIN.
„Qualitymanagement ist heute in aller Munde. Natürlich will jeder Patient überall und zu jeder Zeit für sein Problem die beste Therapie, also höchste Qualität. Voraussetzung hierfür ist ein gesetzlich verankerter Facharzt-Standard. Dieser setzt voraus, dass flächendeckend ein Zugriff auf einen Facharzt für das Fachgebiet Plastische und Ästhetische Chirurgie möglich ist. Dies ist aber leider nicht gegeben. Hier zeigt sich bereits der erste Mangel: Nur wenige Krankenhäuser aller Versorgungsstufen verfügen über entsprechende Abteilungen für Plastische und Ästhetische Chirurgie.“, so Ghofrani.
„Zudem werde meist versäumt, Patienten an einen entsprechenden Facharzt mit höherer Kompetenz zu überweisen. Dies erstaune, da insbesondere in der Öffentlichkeit Qualität in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie besonders beachtet und gefordert wird.“, bemerken die AEQUIN-Vorstände Dres. Reifenrath und Ghofrani, „ Und dafür wird AEQUIN u.a. in Zukunft stehen.“
Ziel muss sein, aufbauend auf dem vorhandenen Verbänden (DGPRAEC) einen höheren flächendeckenden Facharzt-Standard insbesondere in der Ästhetik zu erreichen, der diese berechtigte Forderung garantiert. Zur Zeit ist es möglich, dass sich jeder Arzt seine eigenen Qualitätskriterien setzt, je nach individueller Ausbildung und Facharzttitel. Übergeordnete Qualitätskriterien existieren ebenso wenig, wie eine geprüfte praktische Ausbildung in der ästhetischen Chirurgie. Die Folge ist, dass immer mehr gepfuscht wird. Hinzu kommt, dass diese Operationen aufgrund individuell eingeschränkter Operationsmöglichkeiten zunehmend ambulant erfolgen. Nach Außen wird dies dann mit dem Hinweis auf weniger Komplikationen und eine schnellere Sozialisierung als besonders positiv verkauft.
„Dass hierbei aber gesetzte Standards aus der Plastischen-Ästhetischen-Chirurgie unter Umständen vollkommen vernachlässigt werden und die Patienten letztlich bei gleichen Preisen einem höheren Risiko ausgesetzt sind und eventuell um wesentlich bessere und dauerhafte Ergebnisse gebracht werden, zeige sich im Alltag.“, so Dr. Reifenrath.
AEQUIN e.V. wird bei der kommunikativen Durchsetzung dieser Standards und Botschaften von der xsel* GmbH, einem Unternehmen für Medizinökonomie umfassend betreut.











