11.11.2008 - 06:31 - Kunst & Kultur
„Fehlfarben“ engagieren sich gegen Wohnungslosigkeit
Pressemitteilung von: Peter Hermanns - IUdeen für KommunikationPR Agentur: Ideen für Kommunikation
Noch kein einziges Konzert haben sie in diesem Jahr gegeben, doch das Angebot zum Benefiz-Gig wollten sie nicht ausschlagen: Anlässlich des 20jährigen Geburtstags der Berliner „Arbeitskreis Wohnungsnot“am 14. November reist die Kultband „Fehlfarben“ eigens aus allen Teilen Deutschlands und Österreichs nach Berlin. Neben alten und neuen Songs hat sie eine Botschaft im Gepäck: „Wir wollen die zunehmende Verarmung in Deutschland nicht einfach hinnehmen.“
Es sei gar keine Frage gewesen, bei dem Benefizkonzert mit dabei zu sein. „In unseren Texten haben wir uns schon immer gesellschaftskritisch geäußert, wenn auch nicht so plakativ wie andere Bands“, sagte Fehlfarben-Bassist Michael Kemner alias Demicha bei der Pressekonferenz. „Ich erlebe es im eigenen Freundeskreis, wie schnell man ganz unten ist. Die Gefahr zu verarmen wird immer größer.“
Davon kann der Arbeitskreis Wohnungsnot ein Lied singen. Geschätzte 10.000 Menschen leben allein in Berlin auf der Straße, in Wohnungsloseneinrichtungen oder in ungesicherten Wohnverhältnissen. „Wohnungslose Menschen haben einen Rechtsanspruch auf umfassende Hilfe und nicht nur auf eine heiße Suppe“, spricht Karsten Krull, ein Urgestein der Berliner Wohnungslosenhilfe, das Credo des „Arbeitskreis Wohnungsnot“ aus. Seit 1998 mischt sich der bundesweit einzigartige Zusammenschluß aus fast 70 freien und öffentlichen Trägern in die sozialpolitischen Debatten der Hauptstadt ein.
Unterstützung erfährt er auch von politischer Seite: Berlins Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner hat die Schirmherrschaft für die Jubiläumsveranstaltung übernommen und Ingrid Stahmer, einer ihrer Vorgängerinnen mit besonders hoher Affinität für dieses Thema, lobt: „Der Arbeitskreis Wohnungsnot war mit seiner Arbeit stets ein kritischer Begleiter und Ratgeber für die Politik. Ich habe das immer unterstützt. Es ist gut, wenn sich Fachleute in politische Prozesse einmischen. Das hat der Arbeitskreis Wohnungsnot in dankenswerter Weise getan.“
Es kann also gefeiert werden. Die „Fehlfarben“ haben zum Benefizkonzert mit „Groovy Cellar“ eine junge Berliner Indie-Pop-Band mitgebracht. Außerdem werden das Improvisationstheater „Die Gorillas“ sowie DJ Hauke Schlichtung zu sehen sein.
Berlin, Kesselhaus, 14.11.08
17.00-19.00 Uhr Diskussion mit Ingrid Stahmer (ehemalige Sozialsenatorin), Dr. Petra Leuschner (Staatssekretärin) u.a.
ab 20 Uhr Fehlfarben, Groovy Cellar, Die Gorrilas, DJ Hauke Schlichting (14 Euro zzgl. VVK-Gebühr, 18 Euro Abendkasse)
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Arbeitskreis Wohnungsnot
Kontakt: Peter Hermanns, c/o Internationaler Bund
Potsdamer Straße 143, 10783 Berlin
Telefon 030 / 210 14 815, Fax 215 98 55

www.ak-wohnungsnot.de
Der Arbeitskreis Wohnungsnot wurde im November 1988 in Berlin gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von MitarbeiterInnen aus ca. 60 Einrichtungen und Institutionen der Berliner Wohnungslosenhilfe, die sich in ihrer Arbeit für Menschen einsetzen, die von Wohnungsnot bedroht oder betroffen sind. So arbeiten beispielsweise MitarbeiterInnen aus Bezirksämtern, Wohnprojekten, Beratungsstellen und stationären Einrichtungen, Wohnungslosentagesstätten und Kriseneinrichtungen kontinuierlich im Arbeitskreis Wohnungsnot mit. Darüber hinaus beteiligen sich Sozialdienste von Wohnungsunternehmen und der Eingliederungshilfe sowie SozialwissenschaftlerInnen am Arbeitskreis.
Gegründet wurde dieser Arbeitskreis aus der Erfahrung, dass aufgrund der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt eine der wesentlichen Arbeitsaufgaben der Wohnungslosenhilfe, die Versorgung der betreuten KlientInnen mit Wohnraum, kaum noch zu gewährleisten war. Obwohl sich die Wohnraumversorgung in den letzten Jahren verbessert hat, gab es in Berlin gemäß der Vierteljahresstatistik der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz am Ende des vierten Quartals 2004 noch immer 6.973 offiziell wohnungslos gemeldete Menschen. Berücksichtigt man die Dunkelziffer, so gehen Fachleute von ca. 10.000 wohnungslosen Menschen in Berlin aus.
Die hohe Arbeitslosigkeit, die immer stärkere Tendenz zur Verarmung weiter Teile der Bevölkerung und der gleichzeitige Abbau sozialstaatlicher Leistungen verschärfen die Lebenssituation der betreuten Menschen zunehmend. Da die meisten der KlientInnen nicht ausreichend in der Lage sind, ihre Bedürfnisse selbst zu artikulieren und durchzusetzen, ist es nach dem Selbstverständnis des Arbeitskreises notwendig, die Interessen dieser sozial benachteiligten Personen auch durch sozial- und wohnungspolitische Initiativen zu vertreten und Ansätze von Selbstorganisation und Eigeninitiative der Betroffenen zu fördern.
Der Arbeitskreis Wohnungsnot will einerseits die praktischen Bedingungen für die Wohnraumvergabe und Wohnungssicherung bei Wohnungsnotfällen verbessern und sieht andererseits seine Aufgabe auch darin, durch Strategien der Einmischung Einfluss auf die politische Willensbildung im Hinblick auf die Sozial-, Wohnungs-, Bau- und Finanzpolitik zu nehmen.
Es sei gar keine Frage gewesen, bei dem Benefizkonzert mit dabei zu sein. „In unseren Texten haben wir uns schon immer gesellschaftskritisch geäußert, wenn auch nicht so plakativ wie andere Bands“, sagte Fehlfarben-Bassist Michael Kemner alias Demicha bei der Pressekonferenz. „Ich erlebe es im eigenen Freundeskreis, wie schnell man ganz unten ist. Die Gefahr zu verarmen wird immer größer.“
Davon kann der Arbeitskreis Wohnungsnot ein Lied singen. Geschätzte 10.000 Menschen leben allein in Berlin auf der Straße, in Wohnungsloseneinrichtungen oder in ungesicherten Wohnverhältnissen. „Wohnungslose Menschen haben einen Rechtsanspruch auf umfassende Hilfe und nicht nur auf eine heiße Suppe“, spricht Karsten Krull, ein Urgestein der Berliner Wohnungslosenhilfe, das Credo des „Arbeitskreis Wohnungsnot“ aus. Seit 1998 mischt sich der bundesweit einzigartige Zusammenschluß aus fast 70 freien und öffentlichen Trägern in die sozialpolitischen Debatten der Hauptstadt ein.
Unterstützung erfährt er auch von politischer Seite: Berlins Sozialsenatorin Dr. Heidi Knake-Werner hat die Schirmherrschaft für die Jubiläumsveranstaltung übernommen und Ingrid Stahmer, einer ihrer Vorgängerinnen mit besonders hoher Affinität für dieses Thema, lobt: „Der Arbeitskreis Wohnungsnot war mit seiner Arbeit stets ein kritischer Begleiter und Ratgeber für die Politik. Ich habe das immer unterstützt. Es ist gut, wenn sich Fachleute in politische Prozesse einmischen. Das hat der Arbeitskreis Wohnungsnot in dankenswerter Weise getan.“
Es kann also gefeiert werden. Die „Fehlfarben“ haben zum Benefizkonzert mit „Groovy Cellar“ eine junge Berliner Indie-Pop-Band mitgebracht. Außerdem werden das Improvisationstheater „Die Gorillas“ sowie DJ Hauke Schlichtung zu sehen sein.
Berlin, Kesselhaus, 14.11.08
17.00-19.00 Uhr Diskussion mit Ingrid Stahmer (ehemalige Sozialsenatorin), Dr. Petra Leuschner (Staatssekretärin) u.a.
ab 20 Uhr Fehlfarben, Groovy Cellar, Die Gorrilas, DJ Hauke Schlichting (14 Euro zzgl. VVK-Gebühr, 18 Euro Abendkasse)
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Arbeitskreis Wohnungsnot
Kontakt: Peter Hermanns, c/o Internationaler Bund
Potsdamer Straße 143, 10783 Berlin
Telefon 030 / 210 14 815, Fax 215 98 55
www.ak-wohnungsnot.de
Der Arbeitskreis Wohnungsnot wurde im November 1988 in Berlin gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von MitarbeiterInnen aus ca. 60 Einrichtungen und Institutionen der Berliner Wohnungslosenhilfe, die sich in ihrer Arbeit für Menschen einsetzen, die von Wohnungsnot bedroht oder betroffen sind. So arbeiten beispielsweise MitarbeiterInnen aus Bezirksämtern, Wohnprojekten, Beratungsstellen und stationären Einrichtungen, Wohnungslosentagesstätten und Kriseneinrichtungen kontinuierlich im Arbeitskreis Wohnungsnot mit. Darüber hinaus beteiligen sich Sozialdienste von Wohnungsunternehmen und der Eingliederungshilfe sowie SozialwissenschaftlerInnen am Arbeitskreis.
Gegründet wurde dieser Arbeitskreis aus der Erfahrung, dass aufgrund der Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt eine der wesentlichen Arbeitsaufgaben der Wohnungslosenhilfe, die Versorgung der betreuten KlientInnen mit Wohnraum, kaum noch zu gewährleisten war. Obwohl sich die Wohnraumversorgung in den letzten Jahren verbessert hat, gab es in Berlin gemäß der Vierteljahresstatistik der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz am Ende des vierten Quartals 2004 noch immer 6.973 offiziell wohnungslos gemeldete Menschen. Berücksichtigt man die Dunkelziffer, so gehen Fachleute von ca. 10.000 wohnungslosen Menschen in Berlin aus.
Die hohe Arbeitslosigkeit, die immer stärkere Tendenz zur Verarmung weiter Teile der Bevölkerung und der gleichzeitige Abbau sozialstaatlicher Leistungen verschärfen die Lebenssituation der betreuten Menschen zunehmend. Da die meisten der KlientInnen nicht ausreichend in der Lage sind, ihre Bedürfnisse selbst zu artikulieren und durchzusetzen, ist es nach dem Selbstverständnis des Arbeitskreises notwendig, die Interessen dieser sozial benachteiligten Personen auch durch sozial- und wohnungspolitische Initiativen zu vertreten und Ansätze von Selbstorganisation und Eigeninitiative der Betroffenen zu fördern.
Der Arbeitskreis Wohnungsnot will einerseits die praktischen Bedingungen für die Wohnraumvergabe und Wohnungssicherung bei Wohnungsnotfällen verbessern und sieht andererseits seine Aufgabe auch darin, durch Strategien der Einmischung Einfluss auf die politische Willensbildung im Hinblick auf die Sozial-, Wohnungs-, Bau- und Finanzpolitik zu nehmen.
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