(openPR) Berlin, 10.11.2008. 177 Teilnehmer trafen sich zum 3. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin in Berlin. Experten der Telemedizin diskutierten an zwei Tagen Strategien und Visionen für eine flächendeckende Regelversorgung durch Telemedizin. Der Karl Storz Innovationspreis Telemedizin des Jahres 2008 ging an das Institut für Diabetes »Gerhardt Katsch« nach Karlsburg.
Am 07.11.2008 wurde der Fachkongress „Telemedizin – Strategien für eine flächendeckende Regelversorgung der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin in Berlin erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt 177 Teilnehmer aus 13 Bundesländern, Österreich, Belgien, Russland, Polen, Italien und Usbekistan hatte der Kongress in die deutsche Hauptstadt gelockt. Auch ein anspruchsvolles Kongressprogramm erfüllte die Erwartungen der Teilnehmer, Gäste und Aussteller. 23 Referenten aus Deutschland, und Polen haben mit den Teilnehmern über Strategien, Visionen und nachhaltig erfolgreiche Anwendungen der Telemedizin diskutiert. Eingeführt hatte am 06.11.2008 der Vorstandsvorsitzende der DGTelemed, Prof. Dr. Hans-Jochen Brauns. Der Staatssekretär für Gesundheit und Verbraucherschutz der Berliner Senatsverwaltung Dr. Benjamin-Immanuel Hoff und der Geschäftsführer der Internationalen Gesellschaft für Telemedizin (ISfTeH) Frank Lievens richteten Grußworte an die Teilnehmer. Es folgten sehr interessante Vorträge der Länder Bayern, NRW und Mecklenburg-Vorpommern. Hier war insbesondere die flächendeckende Anwendung von Telemedizin in der Regelversorgung die Herausforderung für die Referenten. Die Krankenhausgesellschaft Sachsen hatte erstmals ein durch alle Krankenkassen des Landes getragenes Finanzierungsmodell für Telemedizin der Öffentlichkeit vorgestellt. Der zweite Tag war bestimmt durch die Vorstellung und Präsentation von Telemedizinprojekten. Dabei wurde deutlich, dass Telemedizin bereits in vielen medizinischen Disziplinen praktische Anwendung findet. Ein Beispiel aus dem Unfallkrankenhaus Berlin zeigte durch die Befragung einer Patientin die Akzeptanz von Telemedizin aus Sicht eines Patienten.
Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e.V. (DGTelemed) hat zum zweiten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Innovationspreis Telemedizin ausgeschrieben. Um die Intention des Preise – Erfindergeist schafft Fortschritt – noch stärker zu betonen, trägt der Preis seit diesem Jahre zusätzlich den Namen von Dr. med. h. c. Karl Storz (1911 – 1996), ein Erfinder und Pionier im Bereich der Endoskopie.
Die vom Vorstand der DGTelemed berufene Jury zur Auswahl und Bestimmung der Preisträger hatte interessante Projektarbeiten zu bewerten. So konnten die Jurymitglieder konstatieren, dass alle eingereichten Arbeiten dem Anspruch an Innovation grundsätzlich gerecht werden, jedoch im Detail unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. Nach Zugrundelegung aller Auswahlkriterien wurde einstimmig beschlossen, den Karl Storz Innovationspreis Telemedizin des Jahres 2008 und ein Preisgeld in Höhe von 4.000 € an das Diabetes-Gesundheitsnetzwerk mit telemedizinischer Informations- und Kommunikationsplattform (TeleDIAB®) zu vergeben. Mit dem auf Initiative des Instituts für Diabetes »Karl Katsch« in Karlsburg/Mecklenburg-Vorpommern durch die Projektgemeinschaft TeleDIAB® konzipierten und in die Betreuungspraxis eingeführten innovativen Diabetes-Gesundheits-Netzwerk mit telemedizinischer Informations- und Kommunikationsplattform sowie wissensbasierter Entscheidungsunterstützung wird eine Kompensationsalternative erstmalig in Deutschland außerordentlich erfolgreich praktiziert. Die ersten Ergebnisse aus der Routineanwendung bestätigen in beeindruckender Weise das überaus hohe Potenzial dieses telemedizinisch gestützten Betreuungsnetzwerkes zur effizienten und nachhaltigen Verbesserung der Diabetikerversorgung in Deutschland bei gleichzeitig sinkenden Betreuungskosten. Nach erfolgreichem Verlauf der 1-jährigen Pilotphase in Thüringen und Hessen erfolgte 2007 die bundesweite Einführung. In das Netzwerk sind derzeit 520 Patienten eingeschrieben, die von 276 Arztpraxen betreut werden. Die ersten Ergebnisse nach 12 Monaten weisen für die im Netzwerk befindlichen Patienten im Schnitt eine Verbesserung des HbA1c um 0,9%, eine Gewichtsreduktion von 1,6 kg sowie eine Kostenersparnis von 1.840,00 € pro Patient und Jahr aus.
Die Finanzierung des ausgelobten Preisgeldes in Höhe von 5.000 € übernimmt das Unternehmen KARL STORZ GmbH & Co. KG.
Informationen zum Preisträger: www.diabetes-karlsburg.de























