(openPR) Ab sofort bietet Nicola Blank im Rahmen des „kopfhoch“-Programms für den Raum Hamburg eine 2 x wöchentlich stattfindende Gruppentagesförderung für Menschen mit erworbenen Hirnschäden an – eine ergänzende Maßnahme zu bestehenden Rehabilitationsangeboten.
Ein erworbener Hirnschaden kann durch Schlaganfall, Auto- oder Fahrradunfall, Beinahe-Erstickungen, Herzstillstand, Tumore oder äußere Gewalteinwirkung ausgelöst werden. Nach neuesten Erkenntnissen leiden sogar mehr und mehr aus Krisengebieten heimkehrende Soldaten an traumatischen Kopfverletzungen (Blast-caused head injuries) mit teils erheblichen, langfristigen Folgen.
Das „kopfhoch“-Programm arbeitet auf der Grundlage der kompensatorischen Intervention. Der Schwerpunkt liegt hierbei darauf einen Ausgleich von Funktionsdefiziten durch vorhandene Fähigkeiten zu erzielen. Hierzu gehören u.a. das Erlernen neuer Strategien oder der Einsatz von Hilfsmitteln. Aber auch die realistische Selbsteinschätzung, bzw. Neuausrichtung an das Leben nach einer erworbenen Hirnschädigung muß gefördert werden, damit ein glückliches Leben mit sozialer Anbindung weiterhin stattfinden kann.
All dies findet im vertrauten, kleineren Gruppenverband statt, um eine optimale psycho-soziale Ausrichtung zu gewährleisten; denn eine von vielen neuen Herausforderungen an Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen ist die schlagartig veränderte Lebenssituation, zu der sowohl das berufliche als auch das soziale Umfeld gehören. Die kleinen Gruppen erlauben dennoch auch eine gezielt individuelle, und wohnortnahe Förderung, die maßgeblich zur Nachhaltigkeit des „kopfhoch“-Programms beitragen.
Außerdem hofft Nicola Blank, daß das „kopfhoch“-Programm für Angehörige der Betroffenen einen Freiraum schafft, der oft gar nicht, oder zu selten besteht. Viele Familien und Partner leiden unter den Folgen einer erworbenen neurologischen Erkrankung eines Familienmitgliedes. Der soziale Absturz, oft bedingt durch eine „rund-um-die-Uhr“-Betreuung durch Familienangehörige, ist meist kaum zu stoppen. Es gibt bis heute keine eigene Behindertenkategorie für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, was v.a. die Feststellung auf eine Bedürftigkeit einer gezielten Nachsorge enorm erschwert.
„kopfhoch“ Coaching-Einheiten finden im neuen Gesundheitszentrum St. Pauli statt, auf dem ehemaligen Hafenkrankenhausgelände in der Seewartenstraße 10.
Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist optimal, ein Parkplatz vor der Einrichtung kann zum Ein- und Ausladen von Teilnehmern genutzt werden.












