30.10.2008 - 13:50 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
Schock für die Anleger – gibt es noch Chancen, etwas zu retten?
Pressemitteilung von: Dr. h.c. Rudolf Döring, MBA, Württ. Notarassessor und Rechtsbeistand
Die Insolvenz von Lehman-Brothers hat nicht nur die Kreditanstalt für Wiederaufbau kalt erwischt, auch viele Anleger sind geschockt. Doch es gibt Chancen, wenigstens einen Teil der Anlagesumme zu retten.
Viele Anleger von Lehman-Brothers-Zertifikaten sind verzweifelt, müssen sie doch mit einem Totalausfall ihrer angelegten Beträge rechnen, denn die Insolvenz der großen Lehman-Brother- Investmentbank trifft nicht nur institutionelle Anleger, wie die KfW, sondern auch den Sparer, der nur den Empfehlungen seiner Bank gefolgt ist. Grund für den drohenden Totalverlust ist, dass das sog. Emittentenrisiko der Anleger selbst trägt; es gibt keine Einlagensicherung o.ä.
Ärgerlich, dass die beratenden Banken die Lehman-Brother-Zertifikate in der Regel als sichere Anlagen unters Volk brachten. Daran, dass der Emittent in Insolvenz geraten könnte, dachte offenbar niemand – nicht einmal die KfW –, obwohl es die Spatzen schon von den Dächern pfiffen. Das Risiko wurde verschwiegen, möglicherweise hat man gar nicht daran gedacht. Aber auf eben dieses Risiko hätten die Vermittler, also die verkaufenden Banken, hinweisen müssen und erst recht hätten die Banken, die Lehman-Brothers-Produkte vertrieben, ihre Kunden warnen müssen, nachdem die Krise ruchbar geworden war und sich die Kunden in Scharen an ihre Berater wandten und ihre Zertifikate verkaufen wollten. Auch die Provisionen, die mit der Vermittlung der Zertifikate verdient wurden, hätten offen gelegt werden müssen. Hier schließt sich der Kreis: Weil man dem Anleger die Provisionen nicht erläutern wollte, konnte und wollte man auch nicht das Eigeninteresse transparent machen, das den Interessenskonflikt offenbart hätte. Nicht im besten Sinne des Anlegers wurde unabhängig und neutral beraten und vertrieben, sondern unter ggf. zu starker Berücksichtigung des Eigeninteresses an Provisionen, die Bank und Mitarbeiter verdienten. Risikoklassen wurden nicht ausreichend abgefragt, Beratungsprotokolle mussten scheinbar nur „pro forma“ unterschrieben werden, Risikoberatung wurde am Rande erledigt.
Besonders hart ist es, dass nach Auskunft von Dr. Rudolf Döring, württ. Notarassessor aus Karlsruhe, vor allem ältere Bürger betroffen sind, die in den Anlagen von Lehman-Zertifikaten oder „credit linked notes“ große Teile ihrer Ersparnisse als Altersversorgung investierten und nun ihrer Rücklagen beraubt sind.
Eine Sammelklage nach US-Vorbild gibt es in Deutschland nicht. Auch die Insolvenzverfahren, die in Sachen Lehmen Brothers im Ausland laufen, lassen keine großen Ausschüttungen an geschädigte Anleger erwarten. Betroffene Anleger sollten sich deshalb rasch informieren, ob ihnen ersatzweise Schadenersatzansprüche gegen die vermittelnden Banken zustehen – Beratungsfehler sind eher die Regel und somit könnten Chancen bestehen, zumindest einen Teil der Anlagebeträge zu retten. Interessengemeinschaften und ähnliche Vereinigungen sind zwar hilfreich, letztlich ist aber eine individuelle Prüfung unvermeidlich und nur eine entsprechende neutrale Rechtsberatung zielführend. Wegen der Verjährungsgefahr sollte diese nicht auf die „lange Bank“ geschoben werden, sonst wäre die Chance vertan.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Dr. h.c. Rudolf Döring, MBA
Württ. Notarassessor und Rechtsbeistand
Im Hinteren Hof 11
76275 Ettlingen
Tel.: +49(0)7243 – 20 40 7
www.rudolf-doering.de

Dr. Döring ist Experte in der Insolvenz- und Sanierungsberatung. An seinem Karlsruher Standort kooperiert er mit WINHELLER Rechtsanwälte (www.winheller.com) aus Frankfurt am Main.
Viele Anleger von Lehman-Brothers-Zertifikaten sind verzweifelt, müssen sie doch mit einem Totalausfall ihrer angelegten Beträge rechnen, denn die Insolvenz der großen Lehman-Brother- Investmentbank trifft nicht nur institutionelle Anleger, wie die KfW, sondern auch den Sparer, der nur den Empfehlungen seiner Bank gefolgt ist. Grund für den drohenden Totalverlust ist, dass das sog. Emittentenrisiko der Anleger selbst trägt; es gibt keine Einlagensicherung o.ä.
Ärgerlich, dass die beratenden Banken die Lehman-Brother-Zertifikate in der Regel als sichere Anlagen unters Volk brachten. Daran, dass der Emittent in Insolvenz geraten könnte, dachte offenbar niemand – nicht einmal die KfW –, obwohl es die Spatzen schon von den Dächern pfiffen. Das Risiko wurde verschwiegen, möglicherweise hat man gar nicht daran gedacht. Aber auf eben dieses Risiko hätten die Vermittler, also die verkaufenden Banken, hinweisen müssen und erst recht hätten die Banken, die Lehman-Brothers-Produkte vertrieben, ihre Kunden warnen müssen, nachdem die Krise ruchbar geworden war und sich die Kunden in Scharen an ihre Berater wandten und ihre Zertifikate verkaufen wollten. Auch die Provisionen, die mit der Vermittlung der Zertifikate verdient wurden, hätten offen gelegt werden müssen. Hier schließt sich der Kreis: Weil man dem Anleger die Provisionen nicht erläutern wollte, konnte und wollte man auch nicht das Eigeninteresse transparent machen, das den Interessenskonflikt offenbart hätte. Nicht im besten Sinne des Anlegers wurde unabhängig und neutral beraten und vertrieben, sondern unter ggf. zu starker Berücksichtigung des Eigeninteresses an Provisionen, die Bank und Mitarbeiter verdienten. Risikoklassen wurden nicht ausreichend abgefragt, Beratungsprotokolle mussten scheinbar nur „pro forma“ unterschrieben werden, Risikoberatung wurde am Rande erledigt.
Besonders hart ist es, dass nach Auskunft von Dr. Rudolf Döring, württ. Notarassessor aus Karlsruhe, vor allem ältere Bürger betroffen sind, die in den Anlagen von Lehman-Zertifikaten oder „credit linked notes“ große Teile ihrer Ersparnisse als Altersversorgung investierten und nun ihrer Rücklagen beraubt sind.
Eine Sammelklage nach US-Vorbild gibt es in Deutschland nicht. Auch die Insolvenzverfahren, die in Sachen Lehmen Brothers im Ausland laufen, lassen keine großen Ausschüttungen an geschädigte Anleger erwarten. Betroffene Anleger sollten sich deshalb rasch informieren, ob ihnen ersatzweise Schadenersatzansprüche gegen die vermittelnden Banken zustehen – Beratungsfehler sind eher die Regel und somit könnten Chancen bestehen, zumindest einen Teil der Anlagebeträge zu retten. Interessengemeinschaften und ähnliche Vereinigungen sind zwar hilfreich, letztlich ist aber eine individuelle Prüfung unvermeidlich und nur eine entsprechende neutrale Rechtsberatung zielführend. Wegen der Verjährungsgefahr sollte diese nicht auf die „lange Bank“ geschoben werden, sonst wäre die Chance vertan.
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Dr. h.c. Rudolf Döring, MBA
Württ. Notarassessor und Rechtsbeistand
Im Hinteren Hof 11
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Dr. Döring ist Experte in der Insolvenz- und Sanierungsberatung. An seinem Karlsruher Standort kooperiert er mit WINHELLER Rechtsanwälte (www.winheller.com) aus Frankfurt am Main.
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