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Schmerzmittelgabe bei Organentnahmen bzw. Organexplantationen

30.10.200809:30 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Die Deutsche Stiftung Organtransplantation der Region Nordrhein-Westfalen (DSO-NRW) empfiehlt in einer Sonderausgabe des DSO-NRW-Newsletters vom September 2008 die Gabe von Schmerzmitteln während Organentnahmen.

Die DSO-NRW wörtlich: „Zur Optimierung der Operationsbedingungen werden Opiate und Muskelrelaxanzien verabreicht.“ Empfohlen wird die Gabe von Fentanyl. (0,1 bis 0,3 mg / 70 kg KG / h).

Die DSO-NRW hält sich damit an eine Vorgabe aus einem Informationsordner, den man sich von der Internetseite der DSO, der bundesweiten Koordinierungsstelle für Organspende (DSO, http://www.dso.de), herunterladen kann.

Fentanyl ist ein Analgetikum (Schmerzmittel), das zu den Opioiden zählt und im Vergleich zum Bezugsstoff Morphium eine etwa 100-fache Wirkstärke aufweist. Seine Hauptwirkung besteht in einer stark schmerzstillenden Wirkung.

Zur Schmerzmittelgabe bei Organentnahmen machte die Bundesärztekammer (BÄK) klare Angaben. Im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte die BÄK im Mai 2001 folgende „Erklärung zum Hirntod“:

„Nach dem Hirntod gibt es keine Schmerzempfindung mehr. Deshalb sind nach dem Hirntod bei Organentnahmen keine Maßnahmen zur Schmerzverhütung (zum Beispiel Narkose) nötig.“

B. Sinner und B.M. Graf, Klinik für Anaesthesiologie der Universität Heidelberg, bestätigten in der Fachzeitschrift „Der Anaesthesist“ (6, 2002, S. 507) die Erklärung der BÄK und hielten es für „ausreichend“ Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg „mit kurzwirksamen Medikamenten wie ?-Blocker (Esmolol) oder Nitroglycerin zu therapieren“.

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