26.09.2008 - 21:35 - Handel, Wirtschaft, Finanzen, Banken & Versicherungen
AVAL-Symposium - Viel Beifall für Oswald Metzgers Aussagen zur Glaubwürdigkeit von Banken und Politik
Pressemitteilung von: AVAL AGPR Agentur: profitextulm - Büro für Öffentlichkeitsarbeit

Oswald Metzger - früher GRÜNE, jetzt CDU - stieß mit seinen Aussagen zur Glaubwürdigkeit von Banken und Politik auf großes Interesse beim AVAL FamilyOffice-Symposium. Foto: profitextulm©
Anlässlich der Eröffnung ihres Beratungsbüros in Ulm hatte die AVAL AG, eine Ulmer Aktiengesellschaft von Honorarberatern, zum FamilyOffice-Symposium ins Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Haus eingeladen. Lag es an der Brisanz der Themen oder der Prominenz der vier Referenten – die etwa 100 Besucher sprachen anschließend beim italienischen Buffet einhellig von einem interessanten und kurzweiligen Abend. Und obwohl der Ex-Grüne Oswald Metzger als Direktkandidat der CDU erst in Biberach, dann im Bodenseekreis eine Abstimmungsniederlage erlitten hatte, konnte er sich bei der Veranstaltung der AVAL AG – am Beifall gemessen – als eindeutiger Sieger fühlen. 2008 wolle er nicht mehr kandidieren, sagte Metzger, aber für ihn als „unternehmerisch denkenden Politiker“ gehe es immer weiter. In deutlichen Worten kritisierte er den Widerspruch zwischen dem Verlangen nach Ehrlichkeit in der Politik und der Ablehnung ehrlicher Politiker bei Wahlen. Aus der Niederlage bei der Bundestagwahl 1990 gegen Helmut Kohl habe Oskar Lafontaine seine Lektion gelernt, wie Metzger sagte: „Die Leute wollen beschissen werden.“ Er warnte vor einer Denkweise, die er mit „Manna-vom-Himmel-Syndrom“ bezeichnete und bereits ein Drittel der Bevölkerung ergriffen habe. Bei Politik und Geldanlage sei jeder gut beraten, auf die Inhalte zu achten. Denn was nichts koste, könne auch nichts wert sein, so Oswald Metzger.
Zuvor berichtete Matthias Krapp als ehemaliger Bereichsleiter Anlageberatung und Prokurist einer großen Genossenschaftsbank in Norddeutschland mit 25 Jahren Berufspraxis über den Wandel von der Beraterbank zur Vertriebsbank mit strikten Verkaufsvorgaben. Ausgabeaufschläge, Vertriebs- und Verwaltungskosten von Fonds addieren sich nach seinen Worten auf bis zu fünf Prozent. Und die so genannte Bestandsprovision führe dazu, dass manche Vermittler kein Interesse zeigten, dass Anleger aus Fonds mit schlechter Kursentwicklung aussteigen. Krapp hat inzwischen der Bank den Rücken gekehrt und arbeitet als Honorarberater. Bereits bei gleicher Beratungsqualität erziele der Mandant eine höhere Rendite, weil Honorarberater jegliche Vergütungen wie offene und versteckte Provisionen durch Dritte grundsätzlich ablehnen.
Als „moderne Art des Bankraubs“ bezeichnete Hans Peter Eibl Fehlbuchungen, falsche Wertstellungen und fehlerhafte Kontokorrentabrechungen durch die Banken. Anhand von Original-Kontoauszügen stellte er beispielhafte Fälle vor, denen er mit seinem selbst entwickelten Prüf- und Beweishilfe-Programmsystem auf die Spur gekommen war.
Völlig unakademisch, jedoch wissenschaftlich fundiert referierte Prof. Dr. Martin Weber von der Universität Mannheim über Vernunft und weit verbreitete Fehler privater Anleger. „Wer bei Daimler arbeitet, sollte nicht auch noch sein Finanzvermögen von Daimler abhängig machen“, lautete einer seiner Aussagen. Als Anleger solle man akzeptieren, dass man den Markt nicht schlagen könne; deshalb und wegen der niedrigeren Kosten riet er zu passiv gemanagten Indexfonds (ETFs).
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Die AVAL AG mit Sitz in Ulm wurde im Februar 2008 gegründet. Vorstandsvorsitzender ist der Ulmer Harald Leissl, er ist Partner im VDH Verbund Deutscher Honorarberater. AVAL beschäftigt ausschließlich Honorarberater in fester Anstellung mit qualifizierter Ausbildung und langjähriger Erfahrung in der Finanzbranche.
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