(openPR) Unsere Lebenswelt ist durch die Erfahrung alltäglicher Kommunikation und Kooperation geprägt. Während Kunst an den Grenzen dieser Lebenswelt agiert, erlaubt sie Verständigung auch dort, wo die Alltagssprache versagt und erschließt Erfahrungen, die nur über das Medium der Kunst zugänglich sind. Kunst ermöglicht uns eine bestimmte Form der Transzendenz - eine Überschreitung des begrenzten Horizontes unserer Lebenswelt.
Die Ausstellung „Art Weather Report“ der Galerie Mandos-Feldmann in Westerstede bei Oldenburg, greift die alltägliche Kommunikation über das Wetter künstlerisch auf. In der Ausstellung „Weather Report“, Malerei von Marion Angulanza, einer in Berlin lebenden Künstlerin, finden sich Bilder, die durch Aufnahmen von Wettersatelliten und Falschfarbenfotografien der Erdoberfläche angeregt sind.
„Farbe fließt und verwirbelt, zieht Runzeln bei starkem Wärmeeinfluss, Spachtelmasse reißt auf und aufgetragene Pigmente fallen nach unten. Alles geschieht wie im „richtigen Leben“ auch. Auf diese Weise werden Natur, Struktur und physikalische Energien nicht nur zu Bildthemen, sondern sind gleichzeitig Werkzeuge im Malprozess.", so Marion Angulanza.
Auf diese Weise erfährt aber auch der Betrachter anhand einer Wetterkarte oder Weltkarte eine Überschreitung dieses äußeren, alltäglichen Lebens- und Wahrnehmungsbereichs zu einer inneren subjektiven Wahrnehmung, erkennt so möglicherweise andere neue Zusammenhänge von sich und der Welt.
In einem "Art Report" über die letzten 25 Jahre in der Kunst, ausgearbeitet von der Kunsthistorikerin Christiane Hoffmann, werden Ereignisse und Entwicklungen zusammengetragen, ausgelotet und bewertet. Wie in einem Zeitraffer erlebt die Moderne, den gesellschaftlichen und ideologischen Veränderungen folgend, ihr Ende. Der Beginn des 21. Jahrhunderts fordert nicht mehr die Gegenbewegung zur Tradition. Rasante globale Entwicklung, das Kommunikationszeitalter, die Probleme der klimatischen Veränderung, die Aufarbeitung der Ereignisse aus der Modernen etc. fordern eine neue künstlerische Auseinandersetzung, regionaler bis global. Das Ferne ist nah, das Fremde sollte sehr schnell vertraut werden. Die Geschwindigkeit der Globalisierung fordert weiter, die Tradition und die regionale Kultur in das Gesamtsystem zu integrieren.
Die Galerie Mandos-Feldmann setzt mit „Art Weather Report“ feine, aber fundierte Impulse zum kulturellen Handeln und Weiterdenken. Gerade für kulturpolitisch Verantwortliche, Engagierte und Kulturinteressierte im Nordwesten der Metropolregion Oldenburg / Bremen kann Kunst als Sprache zur Kommunikation wieder ins Bewusstsein geführt werden: Ob man will oder nicht, Kunst ist Kommunikation. Sie verbindet die Menschheit weltweit.
Ausstellung „Art Weather Report“ vom 28.9.2008 – 26.10.2008
Galerie Mandos-Feldmann
Gaststraße 23 a
26655 Westerstede bei Oldenburg
Weitere Informationen unter: http://www.galerie-mandos-feldmann.de
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